Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Zoo Leipzig - Infos und Events: Ein Special von LVZ.de in Kooperation mit dem Zoo Leipzig
Google+ Instagram YouTube
Nachwuchs bei den Wildpferden in Leipzig

Auswilderung von Rabea Nachwuchs bei den Wildpferden in Leipzig

Die erfolgreiche Tradition der Przewalski-Pferde im Zoo Leipzig findet seine Fortsetzung auf zweierlei Weise: Mitte Juni wurde Lenni geboren. Der kleine Hengst von Mutter Romy entwickelt sich bislang prächtig und erkundet bereits die Außenanlage zusammen mit der gesamten Herde.

Voriger Artikel
1000 Kinder erobern den Bärenburg-Spielplatz im Zoo Leipzig
Nächster Artikel
Einmaliges gastronomisches Erlebnis unter Palmen

Der Zoo Leipzig freut sich über Nachwuchs bei den Wildpferden.

Quelle: Zoo Leipzig

Eine ehemalige Leipzigerin dagegen - Rabea - steht unmittelbar vor ihrer Auswilderung. Die Stute soll im Juli im Rahmen eines unter Federführung des Prager Zoos stehenden Projektes in der Mongolei in die Wildnis entlassen werden. Das Wiederauswilderungsprogramm für Przewalskipferde gilt als besonders gelungenes Projekt, bei dem die Population einer bedrohten Art in Menschenhand der Schlüssel zur Wiederansiedlung in ihrem natürlichen Lebensraum war. Dieses Wildpferd wurde erst 1881 wissenschaftlich beschrieben und nach seinem Entdecker, dem Forschungsreisenden Nikolai Michailowitsch Prschewalski benannt, war aber schon hundert Jahre später fast ausgerottet. Der Zoo Prag war federführend dabei, die wenigen noch verbliebenen Tiere in Menschenhand koordiniert zu züchten. Seit 1959 führt er das Internationale Zuchtbuch und wurde auch eine der führenden Institutionen, als es um die Wiederansiedlung in China und der Mongolei ging. Im Jahr 1988 ging ein erster Transport von Prag nach China, vier Jahre später folgten zwei Transporte in die Mongolei, danach noch weitere.

Da die Projekte vor Ort dank guter Betreuung sehr erfolgreich verliefen und die Herden wuchsen, konnte der Nachschub aus europäischen Zoos eine Weile unterbleiben. Aber die kargen Bedingungen in den Steppen und Halbwüsten Zentralasiens führten auch zu Rückschlägen, besonders in den äußerst harten Wintern. Um die Bestände zahlenmäßig, aber vor allem auch genetisch weiter aufzufrischen, hat der Zoo Prag seine Tradition der Pferdetransporte in den vergangenen Jahren wieder aufgenommen und organisiert die komplizierte Logistik erneut . Hilfestellung erhält der Tiergarten dabei von der tschechischen Armee, die über entsprechende Transportflugzeuge verfügt. Von 2011 bis 2013 gingen pro Jahr vier Tiere – elf Stuten und ein Hengst – in das Khomyn Tal Reservat und den Gobi B Nationalpark in der Mongolei. Dort befinden sich Akklimatisierungsgehege, in denen die Pferde halbwild gehalten werden, bevor sie endgültig in die Natur entlassen werden können. Auch danach werden sie weiter von Wissenschaftlern und Tierärzten betreut, um den langfristigen Erfolg sicher zu stellen. Diese jüngsten Transporte waren erfolgreich, denn schon ein Jahr nach ihrer Ankunft brachten einige der Stuten Jungtiere zur Welt.

Ende 2014 wurde auch der Zoo Leipzig angefragt, ob er eins seiner hier zur Welt gekommenen Tiere zur Verfügung stellen kann, das vom Zuchtbuchkoordinator empfohlen wurde. Es handelt sich um die im September 2009 geborene Stute Rabea, die seit 2011 zusammen mit anderen Leipziger Tieren im Wildtiergehege Liebenthal fast unbeeinflusst lebt. Wissenschaftler des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung Berlin untersuchten seitdem mittels spezieller Halsbandsender, die den Standort und die Bewegungen der Tiere bestimmen, wie sich Wildpferde in der Gruppe verhalten. So können neue Erkenntnisse gewonnen werden, die auch bei der Auswilderung nützlich sind. Schon im Januar 2015 wurde Rabea noch einmal veterinärmedizinisch untersucht und ging dann auf die Reise nach Prag. Dort befindet sich außerhalb der Stadt ein Gehege, in dem alle Tiere vor der langen Reise noch eine Weile beobachtet werden. Für Anfang Juli ist dann der Transport in die Mongolei geplant. Im Tachin Tal, das zum Gobi B Nationalpark gehört und streng geschützt ist, wartet dann die Akklimatisierungsstation auf die Leipziger Stute. Für den Zoo Leipzig ist es ein großer Erfolg, mit seiner Zucht einen direkten Beitrag leisten zu können, um Wildpferde wieder dauerhaft dort anzusiedeln, wo sie vom Menschen verdrängt wurden.

PM

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Zoo-Nachrichten

Zoo Leipzig: Aktuelle Öffnungszeiten und Ticketpreise finden Sie hier! mehr

Fotoaktion
Zoo Leipzig und LVZ.de suchen die schönsten Fotos von den Entdeckertagen 2016

Besondere Perspektiven sind bei den Entdeckertagen 2016 im Zoo Leipzig garantiert. Deshalb suchen wir Ihre schönsten Schnappschüsse! Alle veröffentlichten Fotos nehmen am Gewinnspiel teil.

Hier können Sie Ihre Zoo-Entdeckertage-Fotos hochladen!