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Neue Anlage im Leipziger Zoo: „Himalaya“ wird bald bezogen

Eröffnung 1. August Neue Anlage im Leipziger Zoo: „Himalaya“ wird bald bezogen

An der neuen Anlage im Leipziger Zoo werden gerade noch die letzten Handgriffe erledigt, dann kann die Eingewöhnung von Panda, Schneeleopard und Co. beginnen. Ab August soll "Himalaya" dann offiziell eröffnet werden.

Noch werden letzte Handgriffe an der "Himalaya"-Anlage im Leipziger Zoo erledigt.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Mitten in der Leipziger Tieflandsbucht ist im Laufe eines Jahres still und leise die Hochgebirgslandschaft Himalaya entstanden. Die Handwerker arbeiten noch bis Ende dieser, Anfang nächster Woche am Fußboden, den Wegen oder den Lernstationen. Danach soll die Eingewöhnung der Tiere beginnen, die zurzeit hinter den Kulissen gehalten werden oder noch gar nicht in Leipzig eingetroffen sind. Eröffnet wird der neue Baustein zum „Zoo der Zukunft“ am 1. August um elf Uhr.

Der neue Bereich befindet sich zwischen Gondwanaland und Elefantenanlage. Viele Zoobesucher kennen noch den alten Raubtierfelsen, auf dem Tiger, später Polarwölfe, Nasenbären und Präriehunde lebten. Die markante Felsenwand ist abgerissen, wieder aufgebaut und in die Neugestaltung der Anlage einbezogen worden. „Himalaya“ besteht aus drei großen Teilbereichen: Im waldreichen ersten Teil werden die Roten Pandas Lilo und Zimai sowie ein junges Moschustier leben – alle drei aus dem Bestand des Zoos. Der mittlere, karge und steinige Teil der Anlage – eigentlich sind es zwei voneinander getrennte Anlagen – wird von zwei Schneeleoparden-Pärchen bezogen. Laura (16) und Onegin (14) sind seit Langem im Zoo zu Hause.

Neu angekommen ist in der vergangenen Woche der junge Kater Askar (1) aus Neunkirchen. Ein ebenso junges Weibchen wird voraussichtlich nächste Woche aus Plsen (Tschechien) eintreffen. Ziel ist es, die Tiere paarweise zu halten und Nachwuchs bei diesen stark bedrohten Raubkatzen zu züchten. Obwohl Schneeleoparden an Kälte und raue Bedingungen gewöhnt sind, werden sie in Leipzig verwöhnt – mit beheizbaren Liegeplätzen und mit Unterschlupf-Höhlen, in denen sie sich vor Regen oder zu viel Sonne verkriechen können

Die im Leipziger Zoo geplante Heimat für Tiere wie Schneeleoparden, Rote Pandas, Gänsegeier und der Ibisart Waldrapps nimmt immer mehr Gestalt an. Die für ihre künftigen Bewohner fast bezugsfertige Anlage mit Geröll- sowie Sandboden und Vegetation soll den Eindruck einer Himalaya-Felslandschaft vermitteln.

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Dritter Teil der Anlage ist die alte Freiflugvoliere von 1928, die für voraussichtlich sechs Gänsegeier und 15 Waldrappe neu aufgebaut wird. Die Vögel kommen aber erst im September, da die Kuppel der Voliere erst Ende August montiert wird.

Für die Besucher gibt es außer dem Hauptweg entlang der Anlage noch eine zentrale Besucherhöhle, die den Blick durch Glasscheiben und künstlichen Bambus ermöglicht. Im Obergeschoss wird eine Besucherterrasse eröffnet, auf der man sich sogar in Liegestühlen lümmeln kann. 1300 Gehölze, Stauden und Bäume sind gepflanzt worden – anfangs sind sie noch klein, sodass die Tiere auch gut zu sehen sein dürften.

4,8 Millionen Euro kostet die neue Anlage. „Als Maßnahme aus dem Masterplan zum „Zoo der Zukunft“ trägt davon ein Drittel die Stadt Leipzig. Ein kleiner Teil kommt vom Zoo-Freundes- und Förderverein, das meiste bezahlen wir selbst“, so Zoochef Jörg Junhold. Aufgrund des Baubooms sind die Kosten etwas höher ausgefallen als erwartet, laut Junhold acht Prozent. Die Besucher müssen sich aber keine Sorgen um eine Preiserhöhung machen – turnusgemäß hatte der Zoo laut Stadtratsbeschluss von 2012 erst zum Jahresanfang 2017 seine Eintrittspreise angehoben.

Kerstin Decker

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