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Okapiweibchen im Zoo Leipzig zu sehen

Abeni auf Entdeckertour Okapiweibchen im Zoo Leipzig zu sehen

Premiere geglückt: Mit einer großen Portion Neugierde hat das Okapiweibchen Abeni (geb. am 25.08.2014 in Leipzig) erstmals die Freianlage des Okapiwaldes unter die Lupe genommen. Nach langer Zeit des Wartens wurde am 17. Februar 2015 der Schieber zur Anlage gezogen.

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Okapiweibchen Abeni auf Entdeckertour im Zoo Leipzig.

Quelle: Zoo Leipzig

Zunächst vorsichtig und stets an der Seite der fünfjährigen Mutter Zawadi (geb. 25.03.2009 in Stuttgart, seit 2011 in Leipzig) ist Abeni auf Erkundungstour gegangen und hatte sichtlichen Spaß dabei. „Abeni hat sich seit ihrer Geburt hervorragend entwickelt. Mittlerweile bringt sie ca. 120 kg auf die Waage und erfreut sich bester Gesundheit. Es ist schön zu sehen, wie sie die Anlage erkundet“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold. Vater des kleinen Okapis ist der Bulle Kimdu (geb. am 11.05.2005 in Rotterdam, seit 2007 in Leipzig).

Für den Zoo Leipzig ist es die erste geglückte Nachzucht dieser Art überhaupt, und alle Verantwortlichen haben seit der Eröffnung der Okapianlage im Jahr 2005 auf diesen Zuchterfolg hingearbeitet. Die Zucht der Okapis (Okapia johnstoni) ist eine anspruchsvolle Herausforderung und für den Zoo Leipzig als besonders bedeutsam einzuordnen.

In den vergangenen Monaten konnte das Jungtier hinter den Kulissen der Anlage in Ruhe aufwachsen. Vor allem die ersten zwei Monate, in denen der Nachwuchs als Ablieger das sichere Nest nicht verlässt, waren wichtig für Mutter und Kalb. Nur schrittweise wurde es an die Gegebenheiten des Innenstalls und an den direkten Umgang mit den Pflegern gewöhnt.

In Deutschland werden in sechs Institutionen 19 Tiere der durch die Weltnaturschutzorganisation IUCN als gefährdet eingestuften Tierart gehalten. Zu den regelmäßigen Züchtern zählen u.a. die Zoos in Frankfurt am Main, Berlin und Stuttgart. In den vergangenen zwölf Monaten kamen laut Zooinformationssystem ZIMS drei Okapis zur Welt. Nach Schätzungen der IUCN leben im hauptsächlichen Verbreitungsgebiet der Demokratischen Republik Kongo nur noch 10.000 bis 35.000 Tiere (2010). Die erst Ende des 20. Jahrhunderts entdeckte endemische Giraffenart ist ein nationales Symboltier und wird seit 1993 streng geschützt. Dennoch nimmt die Bestandzahl stetig ab. Die Gründe hierfür liegen in der Lebensraumzerstörung durch Brandrodungen, den bürgerkriegsähnlichen Zuständen und in der Wilderei.

PM

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