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Zoo Leipzig startet Baumaßnahmen für Krallenaffenanlage

Neugestaltung des Eingangsbereichs bis 2015 Zoo Leipzig startet Baumaßnahmen für Krallenaffenanlage

An der ehemaligen Lagune der Kuba- und Chileflamingos direkt hinter dem Zooeingang beginnen ab sofort die vorbereitenden Baumaßnahmen für die zukünftige Krallenaffenanlage. Die Anlage ist Bestandteil der Neugestaltung des Konzertgartens und Eingangsbereichs bis zum Aquariumsvorplatz.

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Der Eingangsbereich soll bis 2015 neu gestaltet werden.

Quelle: Zoo Leipzig

Bis zum Frühjahr 2015 werden die flache Lagune und der angrenzende Lesehügel zu zwei Inseln für die eichhörnchengroßen Primaten umgebaut. Die Chileflamingos bekommen bereits in den diesjährigen Sommerferien mit der großzügigen Flamingolagune am neuen Zooausgang eine moderne Anlage. Solange werden sie in den rückwärtigen Bereichen gehalten.

Die Krallenaffenanlage entsteht im Zuge der dritten Phase des Masterplans und soll zwei Tiergruppen verschiedener Krallenaffenarten beherbergen. Die exakte Festlegung der Arten erfolgt nach Belangen des Artenschutzes und in enger Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Zur Familie der Krallenaffen (Callitrichidae) gehören auch die Weißbauch-Zwergseidenäffchen und Silberäffchen, die der Zoo Leipzig in Gondwanaland hält. Damit können die Mitarbeiter bereits auf Erfahrungen im Umgang mit den kleinen Primaten zurückgreifen. Der Bauplan sieht für die Krallenaffen zwei Inseln vor, die von einem Wasserlauf umgeben und über einen Steg vom Besucher begehbar sind. Zu den zwei Außenanlagen gehören außerdem zwei
Innenanlagen, die der Besucher nicht einsehen kann. Hier können sich die Tiere zurückziehen und in der Nacht schlafen.

Vertreter der Familie Krallenaffen kommen ursprünglich in Südamerika vor. Dort leben sie in subtropischem Klima im atlantischen und Amazonas-Regenwald. Die bis zu 35 Zentimeter großen Primaten ernähren sich vorwiegend vegetarisch von Früchten, Blättern, Rindensäften, aber auch von Insekten und Vogeleiern. Für gewöhnlich leben die Tiere in Gruppen bestehend aus einem adulten Paar, dem allein die Fortpflanzung vorbehalten ist, sowie weiteren Jungtieren, die sich je nach Alter mit um den Nachwuchs kümmern. Ausgewachsene Tiere verlassen die Gruppe nach entsprechender Zeit.

Krallenaffen zählen zu den bedrohten Tierarten, wobei die Hauptbedrohung von der Lebensraumzerstörung ausgeht. „Wir freuen uns, dass sich der Bereich direkt hinter dem Zooeingang nun auch in das Gesamtbild der bis 2015 fertig sanierten Kongreßhalle einfügen wird und wir den Zoo mit einer neuen Anlage bereichern. Einige Krallenaffenarten gibt es in der freien Natur nicht mehr oder konnten nur mithilfe der Zuchterfolge in Zoos wieder neu angesiedelt werden. Hier möchten wir gern anknüpfen“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold.

PM

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