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Zustand des Elefantenjungtieres im Zoo Leipzig verschlechtert

Stabilisierung und Fütterung im Fokus Zustand des Elefantenjungtieres im Zoo Leipzig verschlechtert

Der Zustand des fünf Tage alten Elefantenweibchens im Zoo Leipzig ist kritisch. Das Allgemeinbefinden des Jungtieres hat sich im Laufe des Tages verschlechtert.

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Rund um die Uhr wird das Elefantenjungtier betreut.

Quelle: Zoo Leipzig

Zudem stagniert die motorische Entwicklung, die nach der Operation des gebrochenen Oberschenkels zunächst einen positiven Trend aufgewiesen hatte. Nach Einschätzung der Experten des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung sowie des Zoo Leipzig kann gegenwärtig kein Versuch unternommen werden, das Jungtier mit Mutter Hoa zusammen zu gewöhnen.

„Die Kleine ist aktuell zu schwach und nicht mobil genug. Zudem können wir nicht einschätzen wie Hoa reagieren wird. Das Risiko, dass sowohl die Mitarbeiter als auch der Nachwuchs bei dem Aufeinandertreffen gefährdet werden, ist zu hoch“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die Entscheidung. Die Ernährung per Magensonde, die genutzt wurde um die Möglichkeit des natürlichen Trinkenlernens am Euter der Mutter zu bewahren, wird eingestellt. Anstelle dessen soll das Jungtier nun lernen, aus der Flasche zu trinken. Eine schwierige Angelegenheit, sind sich die Experten einig, da das Jungtier derzeit keinen Saugreflex zeigt. „Aufgrund des sich verschlechternden Allgemeinbefindens können wir nicht länger abwarten ob sich die Chance zur Zusammenführung und damit für das Trinken bei der Mutter bietet. Wir müssen jetzt handeln – und es bleibt nur der Versuch für eine Handaufzucht. Im Moment sieht es gar nicht gut aus“, schätzt der Zoodirektor ein. Während das Elefantenweibchen am Nachmittag Infusionen zur Versorgung mit Flüssigkeit, Aminosäuren, Glucose und Elektrolyten bekommen hat, wurden die Vorbereitungen für die Fütterung mit künstlicher Milch per Flasche getroffen. Zudem wurde bei Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen der Oberschenkel begutachtet und der gerichtete Knochen für gut befunden, das umgebende Gewebe hingegen könnte die Fortschritte beim Gehen behindern. Ein kurzfristig angeforderter Physiotherapeut hat deshalb mittels Massage das Gewebe bearbeitet, um die Durchblutung und den Abtransport von Flüssigkeit im Bein zu optimieren.

Das Elefantenweibchen wurde vergangenen Mittwoch geboren. Ein am Donnerstag diagnostizierter Bruch des rechten Oberschenkels wurde am Freitag erfolgreich operiert. Seither hatte die Entwicklung bei allen Risiken einen positiven Trend aufgezeigt. „Das Zoo-Team und die Experten kämpfen gegenwärtig mit allen Mitteln um das Überleben des Jungtieres. Eine Prognose für die nächsten 24 Stunden können wir dennoch nicht abgeben“, erklärt Prof. Junhold.

PM

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