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Specials Stadt plant Tempo 20 auf dem Augustusplatz
Specials Stadt plant Tempo 20 auf dem Augustusplatz
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22:49 16.12.2009
Die Leipziger Stadtverwaltung plant auf dem Augustusplatzdie die Einführung einer Temporeduzierung für Autos. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Um den Platz für Passanten sicherer zu machen, soll jetzt die zulässige Geschwindigkeit von 30 auf 20 Stundenkilometer reduziert werden.

Ein Dorn im Auge ist den Experten der Stadt der Autoverkehr, der über den Augustusplatz fließt, um in die Goethestraße zu gelangen und von dort Ziele in der Innenstadt anzusteuern. Denn diese Überfahrt ist ausschließlich für Autofahrer gedacht, die die Tiefgarage unter dem Platz erreichen oder Geschäfte beliefern wollen. Auch Fahrzeugführer, die den Augustusplatz von der Goethestraße aus überqueren, müssten schon an der Tiefgaragen-Einfahrt stoppen - und dürften den Platz nicht befahren.

Weil sich kaum jemand an diese Regelungen hält, hat die Stadtverwaltung jetzt geprüft, ob sich die Goethestraße baulich so verändern lässt, dass Autofahrer aus beiden Richtungen tatsächlich nur noch die Tiefgarage erreichen. Das Ergebnis: Die notwendigen Einbauten sind aus Gründen der Stadtgestaltung und der Verkehrssicherheit abzulehnen. Außerdem wäre der Bau einer Wendemöglichkeit für Autos und Anlieferungsfahrzeuge nördlich der Arkaden der Grimmaischen Straße notwendig. Doch solche Wendemanöver würden die Fußgänger zusätzlich gefährden und den Autoverkehr nicht stoppen können, der von der Kreuzung Georgiring/Grimmaischer Steinweg über den Augustusplatz fließt. Dieser ist offenbar nur zu unterbinden, wenn die Tiefgaragenzufahrt verlegt wird.

"Eine Verlagerung der Tiefgaragenzufahrt hätte aber Entschädigungsforderungen des Eigentümers wegen Verschlechterung der Zufahrtsituation zur Folge", heißt es in dem Prüfpapier. Das Problem der Autos auf dem Augustusplatz sei deshalb weder kurzfristig noch kostengünstig zu lösen. "Die Problematik kann nur komplex einer Lösung zugeführt werden", so das Fazit. Unabhängig von einer solchen "langfristig zu realisierenden umfassenden baulichen Umgestaltung" sei es aber möglich, die Mittelfahrbahn zur Goethestraße in die Tempo-20-Zonen-Regelung der Innenstadt einzubeziehen, heißt es. Dieser Vorschlag soll jetzt den Stadträten auf ihrer nächsten Sitzung am 20. Januar 2010 vorgelegt werden.Die ersten Reaktionen auf diesen Tempo-20-Vorschlag waren gestern positiv. "Wir begrüßen diesen Schritt", erklärte Rolf Michael, Vorsitzender der Messestadt-Verkehrswacht Leipzig.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der der Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag oder im E-Paper !

Andreas Tappert

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