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1. FC Lok Leipzig zwischen Hoffnung und Plan B - Frauen verlassen den Verein

1. FC Lok Leipzig zwischen Hoffnung und Plan B - Frauen verlassen den Verein

Am Sonntag (13.30 Uhr, Alte Försterei) tritt Lok zum Keller-Duell bei Union II an. Der Regionalliga-Vorletzte empfängt den Drittletzten. Im Hinspiel kassierten die Probstheidaer eine 0:5-Klatsche.

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Die neuen Kandidaten für das Präsidium von Lok Leipzig haben am 05.04.2013 den Fans ihre Pläne für den Verein vorgestellt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Gibt's wieder eine Niederlage, rutscht Lok erstmals seit Monaten unter den Abstiegs-Strich.

Es wäre kein gutes Vorzeichen für das seit Donnerstagabend im Amt befindliche neue Präsidium. "Aber ich vertraue den Jungs, ein Sieg wäre wichtig für die Aufbruchstimmung im Verein", sagt Vorstands-Sprecher René Gruschka. Zumal Lok am Mittwoch den Berliner AK zum kurzfristig angesetzten Nachholspiel (18.30 Uhr) im Plache-Stadion erwartet - und hohe Einnahmen braucht, um Mitte April die Gehälter anweisen zu können.

Gruschka setzt darauf, "dass noch einmal ein Ruck durch die Fan-Szene geht" und dass die Sponsoren-Termine in der nächsten Woche Erfolge bringen. Denn ohne frisches Geld kann Lok nicht überleben. Der neue Vorstand wird den genauen Finanzstatus erst in einigen Tagen ermittelt haben, muss hoffen, auf keine böse Überraschung zu stoßen. Er will aber auch für "Plan B" vorbereitet sein, nahm Kontakt zu einem Experten für Insolvenzrecht auf.

Laut Gruschka ist klar, dass es bei Lok keinen Zweitliga-Frauenfußball mehr geben wird. Die Trennung zu Saisonende ist beschlossene Sache: Die Frauen werden einen neuen Verein gründen und künftig am Gontardweg im Leipziger Nordosten spielen. Unter welchem Namen das Team dann auflaufen wird, ist noch unklar.

Vorstand und Aufsichtsrat lassen derzeit rechtlich prüfen, ob die für den 13. April geplante Außerordentliche Mitgliederversammlung wieder abgesagt werden kann. Der Machtwechsel sei vollzogen, ein Rechenschaftsbericht des alten Präsidiums nicht zu erwarten, zumal gestern auch Bernd Wickfelder wie angekündigt zurücktrat und Michael Notzons Rückzug offenbar bevorsteht. Bis 30. Juni muss Lok ohnehin eine turnusgemäße Mitgliederversammlung abhalten, auf der dann eine neue Führung gewählt werden könnte.

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Künftig wird es keinen Frauenfußball mehr unter dem Dach von Lok Leipzig geben. (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

Trainer Marco Rose mag sich zu den Vereins-Wirren nicht äußern und sich auch nicht unter Druck setzen lassen. "Das letzte Gespräch mit dem Vorstand hatten wir vor Monaten zum Gehaltsverzicht", sagt der Coach nur, "seitdem steht die Mannschaft im Regen." Die Spieler wüssten nicht, ob sie noch einmal Geld sehen und ob die reduzierten Gehälter wie versprochen nachgezahlt werden. "Aber wir suchen keine Alibis", betont Rose, "wir werden kämpfen, für uns und für den Verein." Es gehe "um Stolz, persönlichen Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft". Das Team habe im Training konzentriert gearbeitet, sei froh, nach etlichen Absagen wieder spielen zu können. Allerdings ohne Benedikt Seipel, der wegen einer Zerrung ausfällt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.04.2013

Steffen Enigk

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