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Auch Surma verlässt den 1. FC Lok Leipzig - Weitere Abgänge befürchtet

Auch Surma verlässt den 1. FC Lok Leipzig - Weitere Abgänge befürchtet

Der finale Heim-Auftritt der Saison verspricht Gänsehaut-Feeling und jede Menge Wehmut. Trainer Marco Rose wird am Sonntag gegen den ZFC Meuselwitz (14.30 Uhr) letztmals im Plache-Stadion auf der Bank sitzen, und mit ihm werden auch einige Spieler den 1. FC Lok verlassen.

Leipzig. Wie Ronny Surma. "Wir wollen dem Trainer noch einen Heimsieg schenken", sagt der Verteidiger, den Rose im Winter aus Lotte holte und der sich gegenüber der LVZ als erster Akteur zum Abschied aus Probstheida bekannte. "Wenn der Trainer geblieben wäre, hätte ich mir noch ein Angebot angehört, so aber läuft alles auf einen Wechsel hinaus", erklärt der 25-Jährige.

Profis wie Albert Spahiu und Alexis Theodosiadis werden ihm wohl folgen, glaubt Stürmer Steve Rolleder, der auch den Abgang von Torwart Christopher Gäng und des talentierten Patrick Grandner befürchtet. Angesichts des stark reduzierten Team-Budgets sei mit dem Verlust etlicher Leistungsträger zu rechnen. "Es wird kaum möglich sein, sie gleichwertig zu ersetzen", sagt Rolleder, der "hundertprozentig nachvollziehen" kann, dass Marco Rose keine Perspektive für sich sieht: "Es wird sportlich einen Schritt zurück geben und schwierig für Lok sein, eine konkurrenzfähige Regionalliga-Mannschaft neu aufzubauen. Ich bin gespannt."

Rolleder, 30, hat noch Vertrag, will ihn erfüllen und geht davon aus, dass dies auch der Verein tun wird. Die Mannschaft habe bereits große Zugeständnisse gemacht, drei Monate auf 50 Prozent des Gehalts verzichtet. Zudem sei ein Teil der Prämien eingefroren worden. "Und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen groß ist."

Rose sei einer der besten Trainer seiner langen Karriere gewesen, fachlich und menschlich. Das Team habe sich enorm entwickelt, in der Rückrunde nur drei Partien verloren, trotz der Finanz-Probleme früh den Klassenerhalt geschafft. Rolleder: "Der Trainer ist zurecht stolz, seine Handschrift ist deutlich zu sehen, und wir spielen gegen Meuselwitz auch für ihn."

Kapitän Jens Werner möchte bei Lok bleiben, bedauert aber ebenfalls Roses Abschied. "Ich verstehe beide Seiten. Der Verein kämpft ums Überleben, der Trainer will einen möglichst guten Job machen." Werners Motto: "Die Saison ordentlich abschließen, der letzte Eindruck bleibt haften."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2013

Steffen Enigk

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