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Aufsichtsrat Weißgerber nimmt nach nur vier Monaten beim 1. FC Lok seinen Hut

Aufsichtsrat Weißgerber nimmt nach nur vier Monaten beim 1. FC Lok seinen Hut

Wechsel in der Führungsetage des 1. FC Lok Leipzig: Gunter Weißgerber tritt von seinem Posten als Aufsichtsratsmitglied zurück. Das teilte der Verein am Dienstag mit und nannte persönliche Gründe für den Schritt.

Leipzig. Weißgerber war erst im vergangenen Februar bei der Mitgliederversammlung in das Amt gewählt worden.

Der wahre Grund für den Rückzug des SPD-Bundestagsabgeordneten dürften allerdings in atmosphärischen Störungen mit Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn liegen. In seinem Rücktrittsschreiben verweist er auf eine sogenannte Amtsträgerin, die heute wie früher „Regie mit vereinsklimatischer Tiefenwirkung“ führt, weil die genannten Vorstandmitglieder stark in ihrem beruflichen „Tagwerk“ eingebunden sind.

Er sei sich auch nicht mehr sicher, ob bei der Wahl mit dem Vorsitzenden Steffen Kubald „die richtige Person ihren Hut an den Nagel hängte oder ob er vielleicht nur ein Bauernopfer war“. 

Zudem bemängelte Weißgerber, dass der Aufsichtsrat im Vorstand kein Rederecht habe.  Zudem sei die Geschäftsordnung  des Präsidiums bis heute nicht vom Aufsichtsrat abgesegnet worden.

Dabei war der Unternehmensberater mit viel Elan gestartet. Vor seiner Kandidatur hatte er für seine Familie sogar ein dreiseitiges Konzept mit seinen Beweggründen verfasst. Den Fans sagte der Unternehmensberater damals: „Ich bin kein Zauberer. Das muss allen klar sein.“ Den Verein wollte er nach eigenen Worten in die gesellschaftliche Mitte rücken.

Ein Rückschlag für Weißgerber waren offenbar auch die jüngsten Ausschreitungen auf der Rückfahrt vom Oberligaspiel in Zwickau. Vor einer Woche hatten mehrere Lokanhänger bei der Partie beim FSV keinen Eintritt erhalten, weil sie mit einem Stadionverbot belegt waren. Auf der Heimreise demolierten sie bei einem Stopp in Borna einen Bus. Weißgerber ging die Aufklärung zu schleppend.

„Wir bedauern seine Entscheidung zutiefst. Auch in dieser kurzen Zeit haben wir unter seiner Federführung gemeinsam einiges bewegt, angeschoben und intensiviert“, sagte Weißgerbers Stellvertreter im Aufsichtsrat, Jens Peter Hirschmann, der künftig das Gremium führen wird.

Ein Nachfolger für Weißgerber soll erst auf der nächsten Mitgliederversammlung im kommenden Jahr gewählt werden. Derzeit gehören dem Vereinsorgan neben Hirschmann noch der Diplomingenieur Erwin Czempik, der Unternehmer Frank Müller und Gastronom Olaf Winkler an.

Lesen Sie weitere Hintergründe zum Rücktritt von Gunter Weißgerber in der Leipziger Volkszeitung vom MIttwoch und im E-Paper!

Matthias Roth/Norbert Töpfer

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