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Ausverkauf beim 1. FC Lok Leipzig – Verein darf Klub-Logo nicht mehr für Fanartikel nutzen

Ausverkauf beim 1. FC Lok Leipzig – Verein darf Klub-Logo nicht mehr für Fanartikel nutzen

Im Fanshop des 1. FC Lok Leipzig läuft ab sofort der Schlussverkauf. Textilien, Trikots und Schals mit Namenszug und Logo des Vereins werden noch bis kommenden Montag zu stark reduzierten Preisen verkauft.

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Der 1. FC Lok Leipzig darf sein Klub-Logo und den Vereinsnamen nicht mehr für Fanartikel verwenden.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Die Aktion hat einen ernsten Hintergrund.

Die Markenrechte für die Merchandising-Produkte hält seit 2002 der Karlsruher Unternehmer Manfred Jansen. Gegen eine jährliche Lizenzgebühr im fünfstelligen Bereich gestattete er den Probstheidaern die Nutzung. Der dafür geschlossene Vertrag lief allerdings am 30. Juni aus und erlaubt dem 1. FC Lok nur noch bis zum 30. September die weitere Verwendung.

„In den vergangenen Monaten hat der Verein lange mit Herrn Jansen über einen möglichen Erwerb der Markenrechte verhandelt“, teilte der Regionalligist mit. Knackpunkt bei den Gesprächen war die Kaufsumme. Für die Übertragung der Rechte hatte Jansen ursprünglich 450.000 Euro aufgerufen. Um welche Summe es letztlich ging, will Lok-Sprecher René Gruschka nicht sagen. „Der Betrag liegt aber jenseits von Gut und Böse im sechsstelligen Bereich“, so das Vorstandsmitglied. Die Summe habe in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Wert der Markenrechte gestanden und sei nicht vernünftig refinanzierbar gewesen.

Lok will Löschung der Rechte erreichen

Der Traditionsverein hat sich deshalb für einen anderen Schritt entschlossen. Er beantragte beim Patent- und Markenamt in München die Löschung der Rechte. Der Leipziger Fachanwalt David Nourney sieht gute Erfolgschancen. „Wir gehen davon aus, dass sich Herr Jansen nur eine Spekulationsmarke eintragen ließ, um Lizenzgebühren zu erpressen“, erklärte der Jurist, der den 1. FC Lok in dem Verfahren unterstützt.

Dem Fußballverein spiele eine bekannte Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus der Automobilbranche in die Hände. In den 1990er Jahren hatte sich eine Französin die Marke E-Klasse eintragen lassen, um später bei Daimler Benz abzukassieren - sie scheiterte damit vor Gericht. Nourney glaubt deshalb an einen Erfolg vor dem Patent- und Markenamt, schloss aber auch einen Gang vor das Bundespatentgericht nicht aus.

Laut Lok-Geschäftsführer Tom Franke besteht erst mit Ablauf des Lizenzvertrages die Möglichkeit, die Löschung zu beantragen. Zuvor hätten Regelungen in dem Kontrakt das verhindert. Von dem Streit nicht betroffen sind die Spieler des 1. FC Lok. Sie dürfen unabhängig vom Ausgang des Verfahrens weiterhin mit dem Schriftzug des Vereins und dem Embleme auf dem Trikot spielen. Für sie gelten eigene markenrechtliche Regelungen.

Matthias Roth

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