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Backhaus löst nach „Krankenschein-Affäre" Vertrag mit Lok Leipzig auf

Backhaus löst nach „Krankenschein-Affäre" Vertrag mit Lok Leipzig auf

Weil er „Abneigung erfahren" habe und sich „respektlos" behandelt fühle, hat Routinier Heiner Backhaus nach vier Monaten in Leipzig um die Auflösung seines Vertrages gebeten.

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Für die Blau-Gelben: Heiner Backhaus (l., Lok) bedrängt Khvicha Shubitidze im Derby gegen den FC Sachsen.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Lok Leipzig stimmte zu.

Der Grund für Backhaus' Ärger war vor allen Dingen eine Geschichte um einen Krankenschein. „Ich hatte eine schwere Angina, musste ins Krankenhaus und operiert werden", sagte Backhaus gegenüber LVZ-Online. „Und eine Stunde, nachdem ich aus der Narkose aufwache, klingelt das Telefon und eine Sekretärin verlangt den gelben Schein von mir."

Er habe einem Mitspieler am gleichen Tag den verlangten Krankenschein mitgegeben. Doch der Nachweis sei „merkwürdiger Weise" nicht angekommen. Bei Lok heißt es, in der Geschäftsstelle sei nichts aufgetaucht. Tage später kam Backhaus nach Hause, fand dort eine Abmahnung vom Klub.

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In der Halle: Heiner Backhaus spielt den Ball (l.), bevor Fabian Zentner (SV Leipzig Nordwest) etwas ausrichten kann.

Quelle: Christian Nitsche

„Das hat mich auf die Palme gebracht", sagte der ehemalige Spieler vom zypriotischen Klub Olympiakos Nikosia. „Gerade der letzte Satz, dass bei einem weiteren Verstoß eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen wird." Auf Experten bei der Spielergewerkschaft VDV habe dies so gewirkt, als ob Lok ihn habe loswerden wollen. Laut Backhaus hat zudem niemand nach der OP gefragt, wie es ihm gehe.

Die „Krankenschein-Affäre" war für den Mann, der schon bei 13 Vereinen aus aller Welt gekickt hat, jedoch nur die „Spitze des Eisbergs". Backhaus stellt es so dar: Er wollte nicht nur einmal am Abend trainieren, sondern sich für Lok einbringen. Seine Kontakte in der Fußball-Welt nutzen - zum Wohl der Probstheidaer. Also schlossen er und der Verein einen weiteren Vertrag über eine Tätigkeit in der Geschäftsstelle.

Anstatt seine Erfahrung und sein Netzwerk nutzen zu können, habe er Schränke zusammengebaut und Excel-Tabellen über den Toilettenpapierbedarf führen müssen, stellte der Ex-Lok-Spieler die Situation dar. „Jeder Vertrag hat einen Geist, und indem ich diese Arbeiten machen musste, wurde der Geist unseres Vertrages mit Füßen getreten", sagte Backhaus zu LVZ-Online.

Trotzdem sind beide Seiten „im Guten auseinandergegangen", meinte der 29-Jährige. Zumindest Lok-Trainer Mike Sadlo stimmte dem zu: Es gebe zwischen ihm und Backhaus „keine Unstimmigkeiten". Beim Klub gibt man sich zugeknöpft: „Ich möchte mich derzeit dazu nicht äußern", sagte Präsidiumsmitglied Dirk Majetschak.

Backhaus will jetzt erst einmal gesund werden, sich dann bei einem Klub in Nordrhein-Westfalen fit halten ("Vielleicht bei Wattenscheid, da kenne ich viele.") und für einen Regionalliga-Verein anbieten.

Michael Dick

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