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Befreiungsschlag im Ostklassiker: Lok Leipzig bezwingt den 1. FC Magdeburg in Unterzahl

Befreiungsschlag im Ostklassiker: Lok Leipzig bezwingt den 1. FC Magdeburg in Unterzahl

Lok-Präsident Michael Notzon reckte nach dem Abpfiff die Faust in die Höhe. Im Ostklassiker gegen den 1. FC Magdeburg gelang seinem Team am Mittwoch der erhoffte Befreiungsschlag – trotz eines Platzverweises für Stürmer Steve Rolleder.

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Lok-Torschütze Patrick Grandner (links) bejubelt das 1:0 mit Kevin Walthier.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Wir haben auf einen Sieg gehofft und wussten, dass das realistisch ist“, sagte Notzon. Dass die krisengeschüttelten Leipziger den Regionalliga-Dritten in Unterzahl mit 3:0 (1:0) aus der Red-Bull-Arena fegen würde – damit hatte Notzon nicht gerechnet.

Durch Tore von Patrick Grandner (45. Minute), Albert Spahiu (81.) und Alexandros Theodosiadis (90., Foulelfmeter) dampfte Lok vor 5289 Zuschauern zum hoch verdienten dritten Saisonsieg. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge hatte Coach Marco Rose enorm unter Druck gestanden. Beim Training am Dienstag habe es deshalb eine Aussprache mit den Anhängern gegeben, berichtete der Trainer. „Wir haben heute auch für unsere Fans gespielt. Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis“, sagte der Coach nach dem Spiel.

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Leipzig. RB-Trainer Alexander Zorniger hat Respekt vor dem 1. FC Magdeburg. "Die haben auch Spieler die Probleme individuell lösen können“, sagt der Coach. Am Sonntag muss er mit den Bullen in der Elbestadt antreten. Ein Profi der bereits vor dem Absprung stand, dürfte dann von Beginn an spielen: Carsten Kammlott. Zorniger hat den Stürmer zum Defensivspieler umfunktioniert.

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Platzverweis als „Hilfeschrei an die Mannschaft“

Wegen einer roten Karte gegen Steve Rolleder spielte Roses Team ab der 68. Minute in Unterzahl. Der Lok-Stürmer war in einem Zweikampf am Fünf-Meter-Raum mit FCM-Keeper Matthias Tischer zusammengeprallt. „Ich spiele den Ball und er erwischt mich voll“, schilderte Tischer die Situation. „Ich dachte, ich erreiche den Ball noch“, räumte Rolleder selbst das Foul ein. Schiedsrichter Stefan Kleinschmidt schickte den 29-Jährigen vorzeitig zum Duschen – eine wegen ihrer Härte durchaus umstrittene Entscheidung. Lok-Keeper Lukas Wurster konnte dem Platzverweis aber auch etwas Positives abgewinnen: „Das hat uns noch mehr ermutigt, war wie ein Hilfeschrei an die Mannschaft.“

Magdeburgs Coach Andreas Petersen sprach von einer „beschämenden Leistung“ seines Teams. „Wir hatten heute nur nette Spieler, die als Geleitschutz auf dem Platz standen. Schon in der Kabine hat nichts mehr gebrodelt“, ärgerte sich der FCM-Trainer mit den rund 2000 mitgereisten Gästefans. Mit einer Randbemerkung über den Aufstiegs-Konkurrenten RB Leipzig sorgte er dennoch für Heiterkeit in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Die werden sich sicher über den Sieg freuen und heute zusammen mit Lok Party machen.“

Überraschungen in der Startelf

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Freude bei den Lok-Spielern: Die Leipziger schlagen den 1. FC Magdeburg mit 3:0 (1:0).

Quelle: Christian Nitsche

Der Sieg von Lok war allerdings hart erkämpft: Kurz vor der Halbzeitpause hatte Patrick Grandner die Probstheidaer verdient mit 1:0 in Führung gebracht. Nach einem gescheiterten Klärungsversuch der Magdeburger landete der Ball vor den Füßen des Verteidigers. Grandner zog aus 16 Metern unhaltbar für Magdeburgs Keeper Tischer ins linke untere Eck ab.

Magdeburg präsentierte sich danach kombinationssicher, ließ den Drang aufs Tor jedoch lange Zeit vermissen. Zwar konnte FCM-Coach Andreas Petersen überraschend seinen angeschlagenen Kapitän Marco Kurth von Anfang an aufs Feld schicken. Dieser riss das Spiel jedoch ebenso wenig an sich wie der an einer Kopfverletzung laborierende Leistungsträger und Ex-Leipziger Benjamin Boltze.

Die Probstheidaer setzten dagegen auf Konter und versuchten es gegen die kompakte Abwehr der Gäste immer wieder mit Fernschüssen. Ein Versuch von Theodosiadis zischte aus knapp 20 Metern nur knapp am Tor vorbei (18. Minute). Albrecht Brumme setzte den Ball aus ähnlicher Distanz auf die Latte (37.).

Lok-Keeper Gäng fällt für unbestimmte Zeit aus

Mit einem Doppelschlag in den letzten zehn Minuten machte Lok dann den Sack zu. Spahiu köpfte nach einer Ecke von Theodosiadis aus kurzer Distanz zum 2:0 ein (81.). Der Grieche traf mit dem Schlusspfiff per Foulelfmeter zum 3:0. „Wir haben Magdeburg die Luft genommen“, zog Lok-Stürmer Rico Engler ein zufriedenes Derby-Fazit. „In den letzten Spielen waren wir nicht schlechter, aber heute haben wir uns endlich belohnt.“

Einen nicht unbedeutenden Anteil am Sieg hatte Lok-Keeper Wurster, der mit mehreren Paraden glänzen konnte und damit die drei Punkte festhielt. Überraschend hatte er statt Stammtorhüter Christopher Gäng im Kasten den Vorzug erhalten. Den Grund lieferte Coach Marco Rose erst nach dem Spiel. Wegen einer akuten Depression sei Gäng auf unbestimmte Zeit krank geschrieben. „Er erhält jetzt jede Unterstützung vom Verein, die er braucht.“

Die Begegnung der beiden Regionalligisten wurde von der Polizei als Sicherheitsspiel eingestuft. Wie die Behörde am Mittwochabend mitteilte, blieb es während und nach der Partie weitgehend ruhig. Insgesamt registrierten die Ordnungshüter fünf Straftaten, die allesamt von Seiten der Magdeburger Fans ausgingen. Zwei Polizisten wurden bei dem Einsatz leicht verletzt, waren nach ambulanter Behandlung jedoch wieder einsatzbereit. 450 Magdeburger Fans eskortierte die Polizei im Anschluss an das Spiel zum Leipziger Hauptbahnhof.

1. FC Lok Leipzig - 1. FC Magdeburg 3:0 (1:0)

Tore:

1:0 Grandner (45.), 2:0 Spahiu (81.), 3:0 Theodosiadis (90.+3, Foulelfmeter)

1. FC Lok Leipzig:

Wurster - Seifert, Krug, Kittler, Werner - Grandner (85. Alemdar), Brumme, Theodosiadis, Spahiu (90. Oechsner) - Rolleder, Schulz (72. Engler)

1. FC Magdeburg:

Tischer - Reinhard, Schiller, Friebertshäuser, Butzen (72.

Sowislo) - Viteritti (59. Harrer), Boltze (61. Burdenski), Kurth, Moslehe - Krieger, Beil

Zuschauer:

5289

Robert Nößler / Matthias Roth

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