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Boltze kehrt zum 1. FC Lok Leipzig zurück und will drei Punkte holen – 17 Stadionverbote

Boltze kehrt zum 1. FC Lok Leipzig zurück und will drei Punkte holen – 17 Stadionverbote

Benjamin Boltze kneift die Zähne zusammen. Eine dicke Beule in seinem Gesicht ist am Montag unübersehbar. „Ich habe noch Glück gehabt“, sagt der Mittelfeldspieler des 1. FC Magdeburg.

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Benjamin Boltze beim Trainingsauftakt des FC Sachsen Leipzig zur Saison 2010/11 (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Nach einem Zusammenprall beim Punktspiel am Tag zuvor mit einem Gegenspieler des Torgelower SV Greif hieß die Erstdiagnose Gehirnerschütterung. „Im Krankenhaus bin ich komplett durchgecheckt worden“, berichtet der 26-Jährige. Und die Ärzte gaben Entwarnung. Bis auf die schmerzhafte Beule ist alles in Ordnung.

Deshalb durfte Boltze auch schon wieder mit der Mannschaft trainieren. Am Mittwoch will er in der Red Bull Arena gegen den 1. FC Lok Leipzig in der Regionalliga auflaufen. Die Partie ist kein Spiel wie jedes andere für den in Wurzen geborenen Fußballer.

Mit dem VfB Leipzig spielte er in der U-19-Bundesliga. Nach der Insolvenz der Probstheidaer wechselte er zum FC Sachsen Leipzig und kam über die Stationen Dresden, Chemnitz und Halle nun zum 1. FC Magdeburg. „Hier habe ich mich vom ersten Tag an wohl gefühlt“, sagt der Sachse, der noch immer in Leipzig wohnt und gegen Lok auch viele Freunde im Stadion erwartet.

Sportlich kommt er nach seiner Ausmusterung im Sommer beim Halleschen FC langsam wieder in Tritt. Am Sonntag war der Mittelfeldstratege gegen Torgelow bis zu seiner Verletzung bester Mann auf dem Platz. „Bevor ich nach Magdeburg gewechselt bin, habe ich fast ein Jahr nicht mehr gespielt. Jetzt traue ich mir wieder mehr zu“, so der 26-Jährige. Das findet auch FCM-Kapitän Marco Kurth. „Seine Leistung war extraklasse“, meint er. Am Mittwoch gegen den 1. FC Lok will Boltze erneut auftrumpfen, zumal der sonst auf seiner Position gesetzte Kurth voraussichtlich nicht fit wird.

„Wir wollen in Leipzig schon drei Punkte holen“, kündigt Boltze selbstbewusst an. Damit würden die Magdeburger bei einem Spiel mehr den Rückstand auf Spitzenreiter RB Leipzig auf zwei Punkte verkürzen. Als Bullen-Jäger Nummer eins sieht sich Boltze dennoch nicht. „Für uns ist es wichtig, dass uns die Fans wieder als Mannschaft auf dem Platz erleben“, so der FCM-Neuzugang. Am Ende werde sich zeigen, was in der Tabelle rauskomme. Und da sieht FCM-Trainer Andreas Petersen nur ein Team auf Platz eins: RB Leipzig. „Der Mannschaft kann in dieser Saison niemand das Wasser reichen, wir nicht, Jena nicht und auch kein anderes Team“, so der Coach.

Stadionverbote nach Vorfällen bei RB und der A-Jugend

Während der 1. FCM mit viel Rückenwind nach Leipzig reist, muss Lok nicht nur eine Negativserie verkraften, sondern sich einmal mehr auch wieder mit Problemfans befassen. In den vergangenen  Tagen erhielten 17 Anhänger der Probstheidaer ein Stadionverbot. Das teilte der Verein am Montag mit. Damit reagierten die Verantwortlichen auf die Ausschreitungen nach dem Derby gegen RB und in fünf Fällen auf Vorkommnisse am Rande des A-Junioren-Spiels in Eilenburg am 3. Oktober. In der Muldestadt hatten einige Schlachtenbummler Pyrotechnik gezündet. „Auch dort dürfen wir so genannten Fans keine Plattform verschaffen. Sie schaden dem Verein“, erklärt der Lok-Sicherheitsbeauftragte Steffen Kubald. Die Verbote gelten nicht nur für die Heimspiele des 1. FC Lok, sondern würden auch von allen weiteren im Nordostdeutschen Fußballverband angeschlossenen Vereinen umgesetzt.

„Wir sind entschlossen, weiterhin jegliche Form von Gewalt aus unserem Stadion zu verbannen. Auch öffentliche politische Meinungsbekundungen werden wir bei unseren Heimspielen nicht dulden“, betont Lok-Präsident Michael Notzon.

Anpfiff gegen den 1. FC Magdeburg ist am Mittwoch 13.30 Uhr in der Red Bull Arena.

Matthias Roth

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