Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Comeback der Sturm-Glatze - Lok-Co-Trainer Mike Sadlo ab November spielberechtigt

Comeback der Sturm-Glatze - Lok-Co-Trainer Mike Sadlo ab November spielberechtigt

Aus der großen Lok ist eine kleine geworden, die Männer um Lok-Führer Achim Steffens dampfen in der Oberliga hinterher - in Sachen Spiele (erst vier) und Punkte (schmale drei).

Leipzig. Passend zur Situation hat sich der unter Steffens zu einer festen Größe gemauserte Reimund Linkert verabschiedet. Offizielle Begründung: Konzentration auf Studium und Familie.

Inoffiziell sickerte durch, dass der in Probstheida nicht eben kleine Druck auch ein Beweggrund gewesen ist. Nach LVZ-Informationen ist ein weiterer Lok-Spieler bei den Bossen vorstellig geworden, spielt mit Abschieds-Gedanken. Steffens will sich zu diesem Thema nicht äußern, bricht aber eine Lanze für seine Mannschaft: "Das sind alles gute Jungs, die nehmen sich unseren Start zu Herzen. Manchmal denke ich, dass wir es als FC Probstheida leichter hätten", spielt der Coach auf den geschichtsträchtigen Namen und die damit verbundene Erwartungshaltung an.

Ein Ansatz aus dem Dilemma: Man kommuniziert die nackte Wahrheit, bringt Anspruch und Wirklichkeit in ein gesundes Verhältnis, denn: Der Lok-Kader ist schlichtweg nicht gut genug besetzt für einen Spitzenplatz. Problem: Ein Übergangsjahr haben sie schon hinter sich, die Fans wollen ihre Loksche unter Volldampf und im Duell mit den Großen sehen. Steffens: "Wir wollen eine anständige Saison spielen, müssen dann analysieren, wo wir uns punktuell verstärken müssen."

Am Samstag, 14 Uhr, kommt mit Budissa Bautzen ein Großer ins Plache-Stadion. Bautzen ist mit 14 Punkten aus sechs Spielen Tabellenführer, kann unter Halbprofi-Bedingungen üben. "Traumhaft", sagt Steffens, der in Bälde einen spektakulären Neuzugang in Stellung bringen kann. Co-Trainer Maik Sadlo hat seinen Pass beim thüringischen Verband angefordert, ist ab November spielberechtigt!

"Wenn Not am Mann ist, kann mich Achim bringen", sagt Sadlo, der ab 2001 längere Zeit für den VfB Leipzig auf Torejagd ging und zuletzt bei Normania Treffurt in der Landesklasse aktiv war. Der just 39 Jahre jung Gewordene ist fit wie ein Turnschuh, hat kein Gramm Fett am Astralleib, kickt bei Lok-Trainingsspielen regelmäßig mit. Dass Alter nicht vor Leistung schützt, zeigte der 37-jährige Gothaer Daniel Bärwolf beim 3:2 gegen den 1.FC Lok in der Vorwoche. "Der hat uns mit seinem Bier-Hintern eine Menge Ärger gemacht", erinnert sich Steffens. "Was der Bärwolf kann, kann Mike auch noch. Den Ball fordern und abschirmen - das kannst du erst richtig im Alter."

Wir halten fest: Im November könnte es zu einem sensationellen Comeback kommen. Wir halten weiter fest: Am 12. Dezember steigt das Derby gegen den FC Sachsen (RB-Arena). Man stelle sich vor, Sadlo wird eingewechselt und sorgt fürs Lok-Siegtor. Jens Jeremies, mit diversen Sprüchen in die deutsche Fußball-Historie eingegangen, würde an dieser Stelle anmerken: "Das ist Schnee von morgen." Stimmt, aber ein flauschiger, erfrischender.

Guido Schäfer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus 1. FC Lok

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.