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Dramatische Schlussphase: 1. FC Lok verteidigt mit zwei Mann weniger Sieg gegen Jena

Dramatische Schlussphase: 1. FC Lok verteidigt mit zwei Mann weniger Sieg gegen Jena

Nervenkrimi für Lok Leipzig: Wild gestikulierend steht Marco Rose in seiner Coaching-Zone. Sekündlich schaut der Trainer des 1. FC Lok Leipzig auf die Uhr, läuft nervös auf und ab – nicht müde werdend, jede noch so kleine Balleroberung oder abgewendeten Schussversuch des Gegners zu feiern und seine Spieler anzufeuern.

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Lok Leipzigs Markus Krug wird am Sonnabend (29.9.2012) im Spiel Jena vom Platz gestellt.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Lok spielte am Samstag in der Fußball-Regionalliga gegen den FC Carl Zeiss Jena zunächst ab der 47. Minute (Rote Karte Lukas Wurster) in Unterzahl – ab der 80. Minute (Gelb-Rot Markus Krug) gar in doppelter. Am Ende brachte Lok seine 1:0-Führung über die Zeit. Das frühe Tor schoss Albrecht Brumme in der 6. Minute.

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Leipzig. Die letzten Minuten erlebten die Fans des 1. FC Lok nur noch stehend. Mit zwei Mann weniger auf dem PLatz verteidigten die Leipziger am Sonnabend eine knappe 1:0-Führung gegen den FC Carl Zeiss Jena bis zum Schlusspfiff. Mann des Tages ist Albrecht Brumme mit seinem Tor in der sechsten Minute.

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„Ich bin unheimlich stolz auf meine Truppe. Vor allem die Art und Weise, wie wir das Spiel gewonnen haben“, freute sich Rose nach dem Spiel. Denn nach den beiden Platzverweisen hätten seine Spieler gefightet und sind über ihre Grenzen hinausgegangen.

Ebenfalls überschwänglich vor Freude zeigte sich Felix Bachmann: „Wir haben die vergangenen drei Spiele immer auf Augenhöhe agiert. Jetzt haben wir endlich den Bock umstoßen können.“

Dagegen sei der Auftritt der Jenaer „blamabel und nicht hinnehmbar“ gewesen, kritisierte ein völlig frustrierter Carl Zeiss-Coach Petrik Sander. „Das war ein Auftritt, der uns zu denken gibt, wenn man sieht, wie wenig doch ausgereicht hat, uns auseinander zu bringen.“

Dabei war auch Rose „sehr unzufrieden mit der ersten Halbzeit. Wir hatten richtig Probleme gehabt zu verteidigen und haben es nicht annähernd geschafft, Sicherheit ins Spiel zu bekommen“, erklärte er. Genau das zeige, wie unberechenbar doch Fußball sei – denn gleichzeitig hätte der Start für die Leipziger nicht besser sein können: Nach einem Einwurf von Felix Bachmann, der von Rico Engler per Kopf verlängert wurde, nahm der unbedrängte Brumme den Ball im Strafraum an und brachte die Leipziger mit 1:0 in Führung

Beschwingt vom frühen Führungstreffer war das Team von Trainer Marco Rose in den Folgeminuten zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Allerdings kamen die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie, zeigten ihre spielerischen Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins. Zudem offenbarte Leipzig Abstimmungsprobleme in der Defensive.

Demzufolge kam Jena immer wieder gefährlich vor das Lok-Tor und drängte auf den Ausgleich. Doch stets schaffte es Lukas Wurster mit sehr guten Paraden, die Führung der Leipziger festzuhalten. So wie in der 24. Minute, als Jenas Tino Schmidt den Ball im Strafraum annahm und aus acht Metern unbedrängt abzog. Er bekam jedoch nicht den nötigen Druck hinter den Ball, sodass Wurster ihn entschärfte.

Kurz darauf erarbeitete sich Leipzig die erste richtige Kontermöglichkeit. Rico Engler kam über die Mitte und spielte auf den rechts laufenden Patrick Grandner. Der hätte nur abziehen müssen, legte jedoch auf den links parallel laufenden Rolleder ab. Der Pass war jedoch zu lang für den Stürmer.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel kam es zu einer umstrittenen Szene. Ein Jenaer Spieler lag in der eigenen Defensivhälfte verletzt am Boden. Die Thüringer kamen in Ballbesitz und spielten einen weiten Konterpass auf einen freistehenden Teamkollegen. Wurster stürmte heraus und brachte den Gegenspieler vor dem Strafraum zu Boden.

In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, bei dem es Lok trotz der Unterzahl schaffte, sich gegen die weiter drängenden Jenaer zu stemmen – auch, als Markus Krug nach seiner zweiten Gelben Karte ebenfalls vom Platz gehen musste und Leipzig nur noch mit neun Mann auf dem Feld agierte. Zudem knüpfte Loks etatmäßiger dritter Torhüter Alexander Czempik nahtlos an die Leistung für den vom Platz gestellten Wurster an. „Man muss beiden ein riesiges Kompliment machen. Sie waren auf den Punkt da, als wir sie gebraucht haben“, lobte Loks Kapitän Jens Werner.

Coach Rose hofft, dass dieser Tag der Mannschaft gezeigt hat, „wie gut so ein Sieg tut, wenn man über die Grenzen hinaus gehen kann – was jedoch kein Grund ist, dies nicht schon beim Elf gegen Elf zu zeigen“. Denn auch in den kommenden Spielen müsse sein Team komplett am Limit arbeiten, um in der Liga bestehen zu können.

Statistik:

Lok:

Wurster – Krug, Bachmann, Werner (Alemdar, 60.), Rolleder (Czempik, 47.), Kittler, Brumme, Seifert, Hildebrandt, Grandner, Engler (Bury, 83.)

Jena:

Berbig – Zickert, Ibold (Banaskiewicz, 46.) Peßolat, Wolf, Schmidt, Riemer, Schlosser, Dvorschak, Schulte, Brinkmann (Huke, 71.), (Eckhardt, 46.).

Tore:

1:0 Brumme (6.)

Besondere Vorkommnisse:

Rote Karte Wurster (47.), Gelb-Rote-Karte Krug (80.)

Zuschauer:

3506

Anne Kunze

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