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„Ein Sieg gegen RB wäre der Hammer“ – Lok Leipzig erwartet 15.000 Fans beim Pokal-Hit

„Ein Sieg gegen RB wäre der Hammer“ – Lok Leipzig erwartet 15.000 Fans beim Pokal-Hit

Neuer Trainer, ein großes Spiel vor der Brust und die ersten Liga-Punkte im Rücken: Beim krisengeschüttelten 1. FC Lok Leipzig macht sich Aufbruchstimmung breit.

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René Gruschka vom Lok-Vorstand.

Quelle: Andreas Doering

Leipzig. „Ein Sieg am Sonnabend gegen RB wäre jetzt noch der Hammer“, sagt Vereinssprecher René Gruschka. Er gibt sich aber keinen Illusionen hin: „Wir sind krasser Außenseiter, wichtiger sind drei Punkte beim nächsten Auswärtsspiel in Neustrelitz.“

Dennoch: Das Pokalfieber steigt in Leipzig. Die Lok-Verantwortlichen werben für das Spiel seit Tagen mit einer stadtweiten Plakataktion. Auffällig: Als Spielort wird darauf erstmals Red Bull Arena angegeben. Ein Begriff, den Lok sonst wie der Teufel das Weihwasser scheut. Die Probstheidaer ließen bisher stets „ehemaliges Zentralstadion“ auf ihre Plakate drucken. „Das ist uns vom Besitzer verboten worden“, so Gruschka. Bevor sich Lok noch eine Strafe einhandele, wolle sich der Verein an die Vorgabe halten.

Der Vorverkauf ist auch mit neuem Stadionnamen angelaufen. Knapp 5.000 Tickets haben die Blau-Gelben inzwischen abgesetzt. „Wir rechnen mit 10.000 bis 15.000 Fans“, so Gruschka. Bei diesem Zuspruch bliebe Lok nach Abzug aller Kosten auch noch ein Gewinn erhalten. Eine Karte kostet für Vollzahler 15 Euro, ermäßigt zwei Euro weniger. Für die Gastgeber sind die Sektoren C und D vorgesehen, RB-Fans gehen in die Sektoren A und B. Am Spieltag öffnet die Hauptkasse um 11 Uhr, die Sektorenkassen eine halbe Stunde später. Einlass ins Stadion ist ab 12.30 Uhr. Das Spiel beginnt um 15 Uhr.

Auflagen für Fans

Laut Gruschka haben sich die Vereine und Sicherheitskräfte am Dienstag zu einer Absprache getroffen. Demnach müssen sich Anhänger beider Kontrahenten an Auflagen halten. Große Block- und Schwenkfahnen sind am Spieltag verboten. Zudem sollen die Ordner beim Einlass die Plakate und Spruchbänder kontrollieren. „Wir werden das Spiel mit rund 250 Security-Mitarbeitern absichern“, kündigte Gruschka an. Vor dem Anpfiff will Lok zudem eine Erklärung gegen Rassismus und Extremismus verlesen lassen.

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Lok-Trainer Heiko Scholz.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Neu-Trainer Heiko Scholz bleiben bis dahin noch drei Übungstage. Am Mittwoch bittet er seine Männer um 17.30 Uhr zur ersten öffentlichen Einheit. Dabei will der Coach nicht nur seine Spieler besser kennenlernen, sondern auch gleich den Kontakt zu den Fans suchen. Mit alten Mitstreitern aus den glorreichen 1980er Jahren hat Scholz bereits am Abend zuvor bei den alten Herren gekickt. „Wir wollen Männer wie Andreas Bornschein, Wolfram Löwe oder Henning Frenzel wieder stärker an den Verein binden“, verriet Gruschka. Die Europapokalhelden von einst hätten deshalb auch Karten für die Pokalpartie erhalten. Und noch ein Prominenter aus der ruhmreichen Lok-Zeit steht in den Startlöchern: Uli Thomale. Der Erfolgstrainer, der die Blau-Gelben 1987 bis ins Europapokalfinale führte, kann sich ein erneutes Engagement als Berater vorstellen. Wie das genau aussieht, weiß Gruschka noch nicht. Der in Kassel lebende Thomale stehe aber mit Scholz im telefonischen Kontakt.

Neue Fan-T-Shirts

Aus der Not heraus haben die Probstheidaer auch ihr Merchandising-Konzept überarbeitet. Wegen eines Markenstreites dürfen Club-Logo und der Schriftzug 1. FC Lok derzeit nicht mehr auf Fan-Textilien abgebildet werden. In den nächsten Wochen sollen nun neue T-Shirts angeboten werden. Darauf aufgedruckt: die Stadtsilhouette und der Spruch „Leipzig ist Blau-Gelb“. Ein zweites Hemd mit den Namen der Helden von früher bis heute will der Verein demnächst vorstellen.

Fest steht: Die Mannschaft spielt am Sonnabend in ihren blauen Heimtrikots. Am vergangenen Wochenende war der Regionalligist überraschend in weißen Hemden und blauen Hosen aufgelaufen. Sofort machten Gerüchte auf eine Rückbesinnung zum VfB Leipzig die Runde, nicht zuletzt wegen des aktuellen Markenstreits. „Da ist nichts dran“, so Gruschka. Einziger Grund sei die Aufzeichnung im MDR gewesen, um die Spieler später besser im Fernsehen von den Rathenowern in ihrer roten Spielkleidung zu unterscheiden.

Und noch etwas bleibt einmalig: Am vergangenen Wochenende haben zwei Schafe mit den Namen „Döner“ und „Kebab“ sowie die Ziege „Muschi“ auch während der Begegnung das Unkraut aus dem Bruno-Plache-Stadion gefressen. Sie gelten nach dem ersten Punktgewinn der Saison nun als Glücksbringer. Laut Gruschka bleibt der Auftritt der Vierbeiner dennoch eine einmalige Sache. Eine Tradition, wie der Geißbock Hennes beim 1. FC Köln, solle nicht entstehen.

Matthias Roth

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