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Erste Regionalliga-Punkte für Lok Leipzig – Rico Engler trifft gegen Torgelow doppelt

Erste Regionalliga-Punkte für Lok Leipzig – Rico Engler trifft gegen Torgelow doppelt

Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat am Sonntagnachmittag den ersten Sieg eingefahren. Vor 2762 Zuschauern gewann der Fußball-Regionalligist im Bruno-Plache-Stadion mit 3:1 (1:1) gegen den Torgelower SV Greif.

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Rico Engler feiert seinen zweiten Treffer mit Andy Wendschuch.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Rico Engler gelang dabei ein sehenswerter Treffer aus mehr als 20 Metern.

Lok-Trainer Marco Rose sagte nach dem ersten Dreier beim Heimspieldebüt: „Meine Jungs waren sehr nervös, deshalb war vom Spielerischen zunächst nicht viel zu sehen.“ Die Anfangsphase gehörte den Gästen. In der zehnten Minute konterten die Torgelower über die rechte Seite. Marcel Hegert setzte sich im Laufduell ab und passte scharf in die Mitte, wo Djibril N'Diaye lauerte. Der frühere Lok-Spieler wurde eher angeschossen, als dass er den Ball kontrolliert verwerten konnte. Dennoch fand das Spielgerät von seinem Oberschenkel den Weg ins Tor. Sein Ex-Kollege Rico Engler konnte darüber später schmunzeln: „Ich dachte nur: Das kann doch nicht wahr sein.“

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Leipzig. Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat am Sonntagnachmittag den ersten Sieg eingefahren. Vor 2762 Zuschauern gewann der Fußball-Regionalligist im Bruno-Plache-Stadion mit 3:1 (1:1) gegen den Torgelower SV Greif. Nach nervösem Beginn kamen die Blau-Gelben in der zweiten Hälfte besser ins Spiel. Doppeltorschütze Rico Engler gelang ein sehenswerter Treffer aus mehr als 20 Metern.

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Durch den Rückstand nahm die Verunsicherung bei den Hausherren noch zu. Es fehlte an Passgenauigkeit und an Konzentration bei der Ballannahme. Dennoch gelang Lok Leipzig der Ausgleich. In der 26. Spielminute konnte Felix Bachmann an der Torauslinie der Gäste einen Zweikampf für sich entscheiden. Er passte den Ball zurück zu Fatih Alemdar, der aus halbrechter Position im Strafraum die Kugel ins Tor schlenzte.

Nach dem Treffer kontrollierten die Blau-Gelben das Spiel zwar etwas besser, blieben aber über Alexis Theodosiades’ linke Abwehrseite weiterhin anfällig für schnelle Gegenstöße. In der 34. Minute landete eine Torgelower Flanke bei Marcel Hegert. Lok-Schlussmann Christopher Gäng konnte den Kopfball dieses Mal jedoch parieren.

„Es war von uns keine gute Halbzeit“, analysierte Rose später. Seine Mannschaft habe die Bälle zu einfach verloren und sei nicht präsent gewesen. „Dass es bis zur Pause beim 1:1 blieb, war die bis dahin beste Nachricht für uns.“

In der Kabine forderte der Trainer mehr Mut von seinen Spielern. Einer nahm dies besonders wörtlich: Rico Engler. Direkt nach dem Seitenwechsel hatte er schon eine Riesenchance zur Führung der Blau-Gelben, als er am Fünfmeterraum frei zum Kopfball kam, den Ball aber neben das Tor setzt. Während die Fans noch lautstark der Möglichkeit nachtrauerten, machte es Engler mit dem Fuß deutlich besser. Einen schnellen Angriff schloss der Stürmer mit einem überlegten Lupfer über den herauseilenden Andre Greulich ab (47.).

Kurz darauf schwächten sich die Torgelower selbst. Sascha Rode sah nach rüdem Einsteigen gegen Felix Bachmann die gelb-rote Karte (48.). „Damit war das Spiel praktisch gelaufen“, sagte Greif-Torwart Greulich frustriert. Seiner Mannschaft fehle es an Erfahrung, um mit so einer Situation zurechtzukommen.

Noch nicht genug hatte allerdings Rico Engler. Spätestens mit seinem Traumtor in der 59. Minute war Aufsteiger Lok Leipzig endgültig in der Regionalliga angekommen. Mehr als zwanzig Meter vor dem Gästekasten verschaffte sich der Stürmer etwas Platz vom Gegenspieler und zog aus der Drehung ansatzlos ab. Greulich war zwar noch mit dem Fingern am Ball, hatte jedoch ein drittes Mal das Nachsehen – 3:1 für Lok. Der Torwart sagte dazu nur: „Mit einem Schuss habe ich nicht gerechnet. Man sieht an solchen Situationen: Wir sind nicht mehr in der Oberliga. Dort hätte sich so etwas niemand getraut.“

Der Doppeltorschütze war später verständlicherweise besserer Laune: „Wenn ich den ersten Treffer nicht mache, fliegt der Ball beim zweiten Schuss sonst wo hin.“

Nach der bequemen Führung flachte das Spiel ab. Die Blau-Gelben mussten nicht mehr machen, den Torgelowern fehlte es in Unterzahl an Mitteln. „Es war eine katastrophale zweite Halbzeit von uns“, sagte Gästetorwart Andre Greulich. Enttäuscht war auch sein Trainer Jürgen Decker: Es sei bitter, wie seine Mannschaft nach der guten ersten Hälfte das Spiel verloren hat.

Bei den Probstheidaern richtet sich die volle Aufmerksamkeit nun auf das Stadtderby gegen RB Leipzig am Sonntag (Anpfiff 14 Uhr). Andy Wendschuch geht nach dem ersten Dreier mit einem „positiven Gefühl“ in das Spiel. Der Mittelfeldmann war nach einer halben Stunde für Tino Oechsner gekommen (Rose: „Er war nicht so präsent, wie er und ich uns das gedacht haben.“).  Auch Kevin Kittler freut sich bereits auf eine große Kulisse („Für solche Spiele sind wir Fußballer“). Nur Coach Rose trat auf die Euphoriebremse und forderte Geduld: „Jedem in diesem Verein tut Demut gut.“ Sein Team müsse gegen alle Gegner hart arbeiten und immer am Limit spielen.

Dann griff der Trainer, gewärmt von einem Vereinsschal, noch einmal in die Kiste der unvergänglichen Fußballweisheiten. „Das nächste Spiel ist immer das schwerste.“ Selten war dies so passend wie vor dem innerstädtischen Kräftemessen.

Statistik:

Lok Leipzig – Torgelower SV 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 N'Diaye (10.), 1:1 Alemdar (23.), 2:1, 3:1 Engler (47., 59.)

Lok Leipzig:

Gäng – Krug, Oechsner (33. Wendschuch), Bachmann, Schulz, Werner, Alemdar (75. Grandner), Kittler, Seifert, Engler, Theodosiadis (87. Stratmann)

Torgelower SV:

Greulich – Hegert, Lastovka, Jager, Freyer (64. Romanovski), Keyser, Kazak (79. Stöter), Rode, N'Diaye (90. Zak), Mista, Novacic  

Schiedsrichter: Felix Anger (Schmalkalden)

Zuschauer: 2762

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Rode (48.)

Robert Berlin

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