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Erster Matchball für Lok Leipzig - Abstiegs-Duell gegen Jena II

Erster Matchball für Lok Leipzig - Abstiegs-Duell gegen Jena II

Der 1. FC Lok kann am Freitagabend den Oberliga-Klassenerhalt perfekt machen. "Wir brauchen noch einen Dreier und wollen gleich den ersten Matchball verwandeln", sagt Trainer Mike Sadlo vor dem Spiel gegen Jena II (19 Uhr).

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Achim Steffens: Vor den neuen Gremien steht unheimlich viel Arbeit. Es gibt da auch viel guten Willen, aber noch zu wenig Fußball-Sachverstand. (Archivfotoi)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Sein Vorgänger Achim Steffens wird im Plache-Stadion auf der Tribüne sitzen. Er rät zu einer kritischen Saisonbilanz und würde sich gern wieder mehr einbringen. Lok benötige Fachkompetenz.

Mit drei Siegen aus den letzten vier Partien haben die Probstheidaer die größte Gefahr gebannt und die Nerven beruhigt. Drei Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen vier Punkte, und Lok hat gegenüber der Konkurrenz noch das Nachholspiel am kommenden Mittwoch in Zwickau in der Hinterhand. "Ein Bonus für uns", weiß Sadlo, "aber wir sollten schon jetzt den Deckel draufmachen." Sebastian Seifert fehlt gelbgesperrt, dafür kehrt Markus Saalbach in die Viererkette zurück.

Achim Steffens wird dem Team die Daumen drücken, hofft auf ein "glückliches Ende dieser Schüttelfrost-Saison, die wir uns alle leichter vorgestellt hatten". Seit Dezember ist er wegen einer Herz-Operation krankgeschrieben, nach einer dreiwöchigen Kur stehen beim 61-Jährigen jetzt noch einige Untersuchungen an. Steffens ist froh, dass die Mannschaft "mental stabiler und zu einem echten Kollektiv geworden ist", zudem habe die Verpflichtung des Tschechen Pavel Devaty einige Punkte gebracht. "Mike Sadlo macht einen guten Job, hat auch künftig Vertrauen verdient", meint Steffens.

Doch die Saisonziele seien nicht erreicht worden, auch weil dem Team Qualität fehle. "Da sollte der Besen angesetzt werden - bei Möchtegern-Fußballern, die sich überschätzen." Lok müsse bei den Neuzugängen, geplant sind sechs bis acht Verstärkungen, auf "einwandfreien Charakter" achten und "richtige Fußballer verpflichten, die sich hohen Ansprüchen bewusst stellen, keine Ausflüchte suchen". Und da räumt Steffens durchaus eigene Fehler im vorigen Sommer ein.

Sadlo ruft seinen ehemaligen Chef noch regelmäßig an, auch der neue Sportdirektor Marcel Rozgonyi hat schon bei ihm angeklingelt. Von der Vereinsführung hätte sich Steffens aber die eine oder andere Frage mehr, sprich die Suche nach fachlichem Beistand, gewünscht. "Vor den neuen Gremien steht unheimlich viel Arbeit, es gibt da auch viel guten Willen, aber noch zu wenig Fußball-Sachverstand."

Steffens war 27 Jahre lang hauptamtlicher Trainer, hat fast alles erlebt. "Ich könnte einige Erfahrungen einbringen, aber vielleicht will Lok ja nur Rücksicht auf meine Gesundheit nehmen", sagt er. Sein Vertrag läuft bis 2012, er vermag sich auch Aufgaben vorzustellen, bei denen er nicht mehr täglich auf dem Platz stehen muss.

Bei der Besetzung des Sportdirektor-Postens setzte der Verein schon auf einen Jüngeren, möglicherweise ist der kantige, mitunter provozierend polternde Steffens auch zu unbequem. "Viele Spieler der heutigen Generation wollen ja keine autoritären Trainer mehr", glaubt er, "Leute wie ich sterben ohnehin aus." Betteln werde er nicht. Doch er würde schon gern dabei helfen, die sportlichen Weichen wieder auf Erfolg zu stellen.

Steffen Enigk

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