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Grimma empfängt Lok Leipzig im Pokal - Evers und Kunert sind heiß auf ihren Ex-Verein

Grimma empfängt Lok Leipzig im Pokal - Evers und Kunert sind heiß auf ihren Ex-Verein

Für Jan Evers ist es das Spiel des Jahres. Bis zum vergangenen Sommer stand er im Kasten des 1. FC Lok, am Sonnabend (13 Uhr) erwartet er mit Sachsenligist FC Grimma in der 3. Runde des Landespokals seine ehemaligen Kollegen.

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Jan Evers hütete bis zum Sommer das Tor des 1. FC Lok Leipzig. Jetzt spielt er beim FC Grimma, gegen den sein früherer Verein am Sonnabend im Pokal antritt.

Quelle: Christian Nitsche

Grimma/Leipzig. "Natürlich bin ich besonders motiviert", sagt Evers, "ich will allen beweisen, dass ich noch ein sehr guter Torwart bin, vor allem den Leipziger Fans."

Die hatten ihn in seinen fünf Jahren in Probstheida zweimal zum Spieler der Saison gewählt. Evers, 27, marschierte mit Lok von der Bezirksliga in die Oberliga, wurde oft gefeiert, schwärmt bis heute von Lokalderbys vor 15.000 Zuschauern. "Das war meine schönste Zeit, das werde ich nie vergessen." Warum er Lok zornig und vorzeitig verließ (sein Vertrag lief bis 2012), darüber mag er immer noch nicht reden. "Aber dass ich vor dem Konkurrenzkampf gekniffen habe, wie behauptet wird, ist einfach lächerlich."

Grimma dümpelt in Liga sechs auf Rang 14, schwebt in Abstiegsgefahr. "Wir sind im Training oft nur elf, zwölf Mann, einige Leistungsträger sind wegen beruflicher Verpflichtungen nur einmal pro Woche da", versucht Evers zu erklären, "aber wir haben die Qualität, unten rauszukommen." Im Pokal hofft auf er auf eine Überraschung, will sich teuer verkaufen, hat sich auf Schwerstarbeit eingerichtet. "Ich weiß, was auf mich zurollen wird, eine Klatsche würde mich stinksauer machen."

Das gilt auch für Alexander Kunert. "Wir sind Außenseiter, aber im Pokal ist alles möglich", meint der Grimmaer Mittelfeldakteur, "die Chancen stehen 50 zu 50, wir werden Paroli bieten, uns nicht in die Hosen machen." Während Evers alle Kontakte zu Lok abgebrochen hat, spricht Kunert oft mit seinen Probstheidaer Freunden Benny Fraunholz, Stephan Knoof und Rico Engler. Vier Jahre lang hatte Kunert, 27, bei Lok gekickt. Auch er ging im Sommer, auch er grollt noch: "Der Mannschaft und den Lok-Fans gönne ich die jüngsten Siege, aber nicht dem Trainer und dem Sportdirektor." Mike Sadlo und Marcel Rozgonyi seien nicht ehrlich zu ihm gewesen, hätten versucht, ihn in die 2. Mannschaft abzuschieben.

Sadlo weist diese Vorwürfe zurück. "Ich habe stets mit offenen Karten gespielt, kann Kunert und Evers in die Augen sehen. Für mich ist das Kapitel abgeschlossen", betont der Coach. "Aber mir ist klar, dass beide gegen uns heiß sind, dass die ganze Grimmaer Mannschaft brennt." Ausreden mag Sadlo jedoch nicht gelten lassen. Das Weiterkommen sei Pflicht für Lok: "Deshalb verlange ich höchste Konzentration, wir sollten mit einem frühen Tor für Ruhe sorgen."

Im Achtelfinale müsste Lok erneut reisen und am kommenden Mittwoch (16.11.) bei Oberliga-Spitzenreiter FSV Zwickau antreten. Die ersten beiden Achtelfinals steigen bereits am Wochenende. Sachsenligist Kickers Markleeberg gastiert bei Bezirksligist Stahl Riesa (Samstag, 13 Uhr), Bezirksligist Bornaer SV erwartet am Sonntag (14 Uhr) Oberligist Budissa Bautzen.

Steffen Enigk

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