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Herbe Niederlage für Lok Leipzig im Landespokal – 0:5 gegen Chemnitz

Herbe Niederlage für Lok Leipzig im Landespokal – 0:5 gegen Chemnitz

Im sächsischen Landespokal hat der 1. FC Lok Leipzig eine herbe Niederlage kassiert. Die Blau-Gelben unterlagen am Sonntagnachmittag im heimischen Bruno-Plache-Stadion dem Chemnitzer FC mit 0:5. Bis zur Halbzeit hatte es vor 3892 Zuschauern noch 0:0 gestanden.

Leipzig. „Der sächsische Verband soll einmal einen offenen Brief schreiben, in dem sie deutlich machen, ob sie Lok schaden wollen oder nicht“, sagte Lok-Torhüter Jan Evers nach der Partie und spielte damit auf die aus seiner Sicht umstrittenen Situationen an, die jeweils zum 0:1 und 0:2 geführt hatten.

„Vor dem 0:1 war der Ball niemals im Aus. Das war kein Eckball“, sagte Evers gegenüber LVZ-Online. Pavel Dobry traf für den Tabellenführer der Regionalliga nach dieser Ecke in der 62. Minute zur Führung. Der Lok-Torwart kam dabei zwar noch an den Ball, konnte den Aufsetzer jedoch nicht festhalten.

Dobry war kurz zuvor eingewechselt worden. Chemnitz-Trainer Gerd Schädlich hatte ihm eine Botschaft mitgegeben: „Ich habe ihm gesagt, er soll endlich mal ein Tor machen.“ Auftrag erfüllt und damit dem CFC das Leben etwas leichter gemacht, nachdem es in einer ersten mässigen Halbzeit nicht nach einem Klassenunterschied zwischen den Kontrahenten ausgesehen hatte. Dem Spitzenreiter der Regionalliga Nord unterliefen Stockfehler, vieles blieb beim Favoriten Stückwerk. „Mit der ersten Hälfte war ich nicht zufrieden. Da waren wir vom robusten Spiel der Leipziger beeindruckt“, sagte der CFC-Trainer.

Das 0:2 half den Chemnitzern dann endgültig, lockerer zu werden und ihr Spiel zu spielen (67. Minute). Doch war der Treffer mehr als strittig. Wieder Dobry. Sein Ball trudelte nach leichtem Chaos im Lok-Strafraum auf die Torlinie zu, wurde scheinbar davor geklärt. Nicht so aus Sicht des Linienrichters, der ein Tor gesehen haben wollte. Die Folge: Rudelbildung. Vereinsvorsitzender Steffen Kubald, das halbe Lok-Trainergespann und einige Spieler berannten den Schiedsrichterassistenten.

„Das war die zweite extreme Fehlentscheidung in diesem Spiel. Wir haben über 45 Minuten mitgehalten, und der Schiri macht unsere Arbeit zunichte“, sagte der aufgebrachte Evers. Sein Chef Kubald ergänzte: „Der Linienrichter konnte den Ball doch gar nicht sehen. Die Entscheidung war eine absolute Frechheit. Das hat das Spiel entschieden.“

Gelassener war hingegen Lok-Trainer Achim Steffens. Er sei zwar maßlos enttäuscht, doch „nach einem 0:5 muss man über den Schiedsrichter gar nicht sprechen.“ Bei einem 0:2 hätte er auch mitdiskutiert, doch diese hohe Niederlage habe man sich selbst zuzuschreiben. Nach dem strittigen Treffer war die Lok-Elf eingebrochen, so dass die Chemnitzer Ronny Garbuschewski (71. und 89. Minute) und Kevin Hampf (76. Minute) noch zum 0:5-Endstand treffen konnten. „Wir sind halt noch nicht so weit, um solche Opposition wie nach dem 0:2 wegzustecken und weiter zu spielen“, analysierte Steffens. Er hadere aber nicht mit der Mannschaft. Die Fans auch nicht. Die hatten eher Probleme mit dem Unparteiischen.      

Michael Dick

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