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Initiative 1903: Lok-Anhänger wollen dem ersten deutschen Meister ein Denkmal setzen

Initiative 1903: Lok-Anhänger wollen dem ersten deutschen Meister ein Denkmal setzen

Die bittere Gegenwart für Lokomotive Leipzig heißt Oberliga-Fußball. Die Tradition, auf die sich die Probstheidaer berufen, ist hingegen legendär: Der Vorgängerverein VfB Leipzig gewann 1903 die erste deutsche Meisterschaft und schrieb Geschichte.

Leipzig. Daran will eine Gruppe von Lok-Anhängern erinnern - mit einem Gedenkstein.

„Bei Lok brüstet man sich zwar mit der Tradition, die wird aber nicht gepflegt. Und auch beim Deutschen Fußball-Bund gibt es viel Nachholbedarf", sagt Sebastian Bona, Kopf der fünfköpfigen Denkmal-Gruppe. In 108 Jahren sei schlicht zu wenig passiert.

Laut Bona ist unter dem ehemaligen Lok-Vorsitzenden Steffen Kubald der Schwung der „Initiative 1903" ins Leere gelaufen. Auf erneute Anfrage habe er aber das Gefühl gehabt, dass Präsidiumsmitglied Katrin Pahlhorn „Feuer und Flamme gewesen ist".

Auch Aufsichtsratvorsitzender Gunter Weißgerber freut sich über die Aktion: „Jede Form von Eigeninitiative für unsere Gesellschaft ist zu begrüßen." Nur: „Der Klub kann keine Leistung erbringen." Der Verein müsse ins Bruno-Plache-Stadion investieren und die Finanzierung für die Herren-Mannschaft und die Lok-Frauen, die nächste Saison in der 1. Bundesliga spielen, sicherstellen.

Für die geschichtsbewußten Lok-Anhänger stellt das kein großes Problem dar. Schon von Anfang an hat die Initiative Spenden gesammelt: Zwischen 5000 und 10.000 Euro sollen bis zum Sommer zusammen kommen, um ein dem Anlass entsprechendes Denkmal zu schaffen. Bis dato sind erst knapp über 500 Euro auf dem Spendenkonto eingegangen. Auch Weißgerber hat nach eigener Aussage schon einen kleinen Beitrag geleistet.

Von den Geldern plant die Initiative einen Gedenkstein auf dem Gelände des Austragungsorts der Finalpartie zwischen dem VfB Leipzig und dem Deutschen Fußballclub Prag (6:3) in Hamburg-Altona zu errichten. Heute ist dort eine Firma angesiedelt, mit der „wir in Gesprächen sind", sagt Bona.

Außerdem wird darüber nachgedacht, Replik-Steine auf dem Gelände des damaligen Ausrichters Altona 93 und in Probstheida aufzustellen oder Informationstafeln aufzuhängen, die an die Finalrunde von 1902/03 erinnern soll - an eine große Zeit des Leipziger Fußballs.

www.initiative1903.de.tl

Michael Dick

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