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Leipziger Fußball-Fanprojekt: Sachsens Grüne unterstützen Trägerwechsel

Leipziger Fußball-Fanprojekt: Sachsens Grüne unterstützen Trägerwechsel

Im Streit um das Leipziger Fußball-Fanprojekt erhält die Stadtverwaltung Rückendeckung durch die Landtagsfraktion der sächsischen Grünen. Miro Jennerjahn, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, forderte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Mittwoch auf, sich einem Trägerwechsel beim Fanprojekt nicht länger in den Weg zu stellen.

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Ultras des 1. FC Lokomotive nach dem Trauermarsch im Mai 2011. (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage von mir wird deutlich, dass der derzeitige Träger, die Leipziger Sportjugend, nur eine geringe Distanz zur rechtsextremen Fanszene hat", erklärte Jennerjahn in einer Mitteilung.

Laut des Grünen-Sprechers habe der seit langem umstrittene bisherige Träger des Fanprojekts, die Leipziger Sportjugend, erst kürzlich einen Trauermarsch für einen verstorbenen Fan des 1. FC Lokomotive angemeldet, an dem sich auch Anhänger der Fangruppierung „Blue Caps LE“ beteiligten. Die Vereinigung mit Sitz im Leipziger NPD-Bürgerbüro habe eigentlich Haus- und Stadionverbot beim Oberligisten. Wie Jennerjahn bekannt gab, habe die Leipziger Sportjugend allerdings für das Spiel nach dem Trauermarsch eine Aufhebung der Verbote durchgesetzt und sei somit auch dafür verantwortlich, dass die „Blue Caps LE“ ihre menschenfeindliche Gesinnung wieder im Stadion zeigen konnten.

„Die Fanszene im Leipziger Fußball ist seit langem ein Brennpunkt. Hier ist vernünftige, mit Augenmaß geführte Arbeit gefragt“, erklärte Jennerjahn weiter. Der Entschluss der Stadt Leipzig, das Fußball-Fanprojekt künftig auf die Outlaw gGmbH übertragen zu wollen, sei deshalb voll und ganz zu unterstützen. „Innenminister Ulbig sollte diese Vorfälle zur Kenntnis nehmen und der Stadt und dem DFB bei dem avisierten Trägerwechsel des Fanprojekts nicht länger im Wege stehen“, sagte der Grünen-Sprecher.

Anfang des Jahres hatte der Jugendhilfe-Ausschuss der Stadt Leipzig einen Wechsel bei der Anlaufstelle für die bisweilen problembehafteten Fußballszenen von 1. FC Lok, FC Sachsen und BSG Chemie beschlossen, erhielt dabei auch Unterstützung von Experten des Deutschen Fußball-Bundes. Kurz vor Inkrafttreten des Beschlusses stärkte allerdings das Sächsische Innenministerium dem geschassten bisherigen Träger demonstrativ den Rücken und drohte mit Entzug der Fördermittel.

mpu

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