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Lok-Frauen verlieren gegen HSV II die Partie und die Meisterschaft

Lok-Frauen verlieren gegen HSV II die Partie und die Meisterschaft

Leipzig. Die Frauen des 1. FC Lokomotive Leipzig haben am Sonntagnachmittag in der zweiten Bundesliga das Ziel Meisterschaft verpasst.

Sie verloren gegen den Hamburger SV II 2:5. Die Partie sahen im Bruno-Plache-Stadion in Probstheida 1078 Zuschauer.

"Wir hätten die Meisterschaft gerne mitgenommen", sagte Lok-Trainer Jürgen Brauße, der die Leipzigerinnen trotz der Niederlage in Liga 1 führte, nach der Partie. "Aber der HSV hat eine starke Mannschaft und es war schönes Endspiel." Die Lok-Spielerinnen nahmen die Pleite mit Humor: "Erste Liga - und keiner weiß, warum", riefen sie kurz vor der Siegerehrung und tanzten im Kreis. Leipzigs Torjägerin Safi Nyembo sagte, sie sei enttäuscht, aber die Elf werde am Abend trotzdem den Aufstieg feiern.

In den ersten 20 Minuten bei bestem Fußball-Wetter zeigten sich die beiden Mannschaften bemüht, es kam zu vereinzelten Situationen vor den Toren, jedoch wirklich Zwingendes war nicht dabei.

Dann die erste Chance für Lok: Der Ball wurde zu Safi Nyembo durchgesteckt, die Lok-Spielerin lief auf die Hamburger Schlussfrau Jennifer Weber zu, das Leder schien zu weit weg, Nyembo versuchte, es noch zu erreichen, traf mit den Stollen nur die HSV-Torhüterin. Weber blieb kurz liegen.

Kurz darauf segelte ein Freistoß in den Hamburger Sechzehner, an allen Gäste-Spielerinnen vorbei. Der Ball setzte auf und Loks Josefine Krengel hatte keine Mühe einzunicken: 1:0 für die Leipzigerinnen (33.). Sieben Minuten später hatte der Tabellen-Zweite eine gute Einschussmöglichkeit, doch Loks Schlussfrau Carolin-Sophie Härling hielt glänzend.

Die Hamburger Trainerin Claudia von Lanken wechselte zur Pause aus, brachte Christine Schoknecht, die nach einem feinen Pass in die Spitze gleich als Joker stach und zum 1:1 einschob (46.). Die Lok-Frauen zeigten sich unbeeindruckt: Anja Hädrich kam über links, passte den Ball in die Mitte. Torjägerin Safi Nyembo schob im Fallen unbedrängt ein (48.).

Wieder vier Minuten später holte Katharina Freitag eine Hamburgerin im Strafraum von den Beinen. Die Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Kathrin Patzke verwandelte sicher zum 2:2. "Das war der Knackpunkt. Danach war der HSV besser", sagte Loks Kapitän Anne Heller. Ein Unentschieden hätte den Gastgeberinnen zum Titel gereicht.

Anschließend beruhigte sich die Partie etwas. Bis in der Lok-Abwehr etwas Verwirrung herrschte, eine Hamburgerin schien im Abseits, doch der Pfiff ertönte nicht. Der Ball wurde zu Schoknecht gepasst, die ihn annahm und ohne Gegenwehr zur HSV-Führung einschob (73.). Kurz vor Schluss der Partie traf erneut Schoknecht (86.). Schließlich fiel sogar ein fünftes Tor für Hamburg durch Kathrin Patzke (90.).

"Das Ergebnis fiel insgesamt zu hoch aus", befand die alte HSV- und neue Lok-Trainerin Claudia von Lanken. "Aber ich hätte in die Graskante gebissen, wenn wir hier 2:2 gespielt und so die Meisterschaft verloren hätten, nachdem wir in der Liga zuvor keine Partie verloren haben."

Statistik:

Aufstellung

Lokomotive Leipzig

22 Carolin-Sophie Härling, 2 Katharina Freitag, 3 Franziska Mötting, 4 Marie-Luise Hermann, 5 Gabriella Toth, 6 Anja Hädrich, 7 Janine Ganser, 13 Anne Heller, 15 Josefine Krengel, 18 Lysann Schneider, 21 Safi Nyembo

Hamburger SV II

1 Jennifer Weber, 2 Nadine Moelter, 5 Kathrin Patzke, 6 Anika Höß, 10 Imke Wübbenhorst, 13 Henrike Meiforth, 14 Carina Wolfgramm, 16 Anna Hepfer, 17 Angelina Lübcke, 21 Nina Brüggemann, 22 Denise Lehmann

Auswechslungen:

Erika Szuh für Krengel (35.)/ Christine Schoknecht für Höß (46.)/ Marlene Ebermann für Ganser (56.)/ M. Timmermann für Wübbenhorst (58.)/ Vera Homp für Meiforth (69.)

Gelb:

Brüggemann

Rot:

Fehlanzeige

Tore:

1:0 Krengel (33.), 1:1 Schoknecht (46.), 2:1 Nyembo (48.), 2:2 Patzke (52.), 2:3 Schoknecht (73.), 2:4 Schoknecht (86.), 2:5 Patzke (90.)

Zuschauer:

1078

Schiedsrichterin:

Angelika Söder

Michael Dick

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