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Lok-Held beim Punktgewinn: Torhüter Christopher Gäng in Höchstform

Lok-Held beim Punktgewinn: Torhüter Christopher Gäng in Höchstform

Der Held des Mittwochabends reagierte bescheiden auf die Lobeshymnen. "Es ist schön, mal ein paar Bälle zu halten und der Mannschaft zu helfen", sagte Lok-Torwart Christopher Gäng, der beim 0:0 gegen den Berliner AK Glanzparaden im halben Dutzend gezeigt hatte.

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Lok-Torhüter Christopher Gäng.

Quelle: Andreas Doering

Trainer Marco Rose hatte schon beim Sonntag-1:0 gegen Union II "das Gefühl, dass Christopher wieder mehr Sicherheit ausstrahlt". Nun folgte die Bestätigung. "Ich komme langsam dazu, an meine alten Leistungen anzuknüpfen", meinte Gäng, "und es geht mir richtig gut."

Selbstverständlich ist das nach seiner Auszeit wegen Depressionen nicht. Der 24-Jährige nimmt keine Medikamente mehr, ist nicht mehr in Behandlung. Auch körperlich hat er ins Gleichgewicht gefunden. Von 113 Kilo hungerte sich der stämmige 1,88-Meter-Mann auf 92 herunter. "Ich habe aber zu schnell abgenommen, Kreislaufprobleme bekommen." Jetzt ist er bei 98 Kilo und trotzdem spritzig genug.

In der Oberliga-Saison war er fünfmal in Folge ohne Gegentor geblieben. "Aber es wird schwer, meinen persönlichen Lok-Rekord zu knacken, die Gegner sind viel stärker." Dennoch hofft Gäng morgen gegen Neustrelitz (13.30 Uhr, Plache-Stadion) und am Dienstag in Jena auf das dritte und vierte Zu-Null-Spiel in Serie. "Wir sind in der Defensive deutlich stabiler geworden, anders können wir unsere fußballerische Unterlegenheit auch nicht kompensieren."

Der Klassenerhalt wäre für ihn angesichts der Umstände eine kleine Sensation. "Wir haben dreimal nur das halbe Gehalt erhalten und werden wohl jetzt nur einen Bruchteil bekommen, das steckt in den Köpfen. Man kann sich auf nichts verlassen, das weckt bei vielen Spielern Existenzängste."

Gäng erlebte bereits bei Türkiyemspor eine Insolvenz nebst sportlichem Niedergang. "Aber diese Lok-Mannschaft hat mehr Charakter, das haben wir bereits bewiesen." Sein Vertrag läuft bis 2015, doch er weiß, dass er sich bei anderen Vereinen ins Gespräch bringen muss, falls die Lichter ausgehen. "Aber ich würde lieber bleiben, mit diesen Jungs und diesen Fans im Rücken macht es trotz der ungewissen Zukunft Spaß." Steffen Enigk

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2013

Enigk, Steffen

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