Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Lok-Leipzig-Boss Spauke: Nie mehr Pyrotechnik - Folgen für Heimspiele befürchtet

Lok-Leipzig-Boss Spauke: Nie mehr Pyrotechnik - Folgen für Heimspiele befürchtet

Noch zwei Tage nach dem Pyrotechnik-Missbrauch mit daraus folgendem Brand von Plakaten während des Testspiels gegen Drittligist Hallescher FC (0:3) war Heiko Spauke sauer.

Voriger Artikel
„Wollen gut dagegen halten“ – Lok Leipzig freut sich auf den Test gegen den Halleschen FC
Nächster Artikel
Lok Leipzig verliert Test vor heimischer Kulisse gegen Erfurt II – Ultras nicht im Stadion

Flammen im Innenraum: Das Testspiel von Lok Leipzig gegen den Halleschen FC am Freitagabend wurde von einer missglückten Pyro-Aktion überschattet.

Quelle: Bernd Scharfe

Leipzig. "Das ist schon schlimm genug, was da passierte", sagte der Präsident des 1. FC Lok am Sonntag auf der Fahrt zum nächsten Test bei Bezirksligist Hartenfels Torgau, den die Probstheidaer mit 4:0 (2:0) gewannen. "Aber noch ärgerlicher ist, dass ich Gäste eingeladen hatte, die sehen sollten, wie friedlich es inzwischen bei uns zugeht. Schließlich gab es in dieser Hinsicht seit Februar 2008 keine Probleme." Das, was die neue Führung des Klubs in den drei Monaten aufgebaut habe, sei durch das Verhalten dieser Chaoten zum Teil zerstört worden. "Zum Glück ist nicht mehr passiert, wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Trotzdem wird es Konsequenzen geben, die einigen Leuten nicht gefallen werden."

Gelernt habe die Chefetage des 1. FC Lok daraus, sagte Spauke. "Eine Ausnahmeregelung Pyrotechnik wird es bei uns nicht mehr geben", sagte der Probstheidaer Vereinschef am Sonntag noch vor der abendlichen, außerordentlichen Präsidiumssitzung gemeinsam mit dem Aufsichtsrat, bei der die Vorkommnisse des Freitags ausgewertet und entsprechende Beschlüsse gefasst wurden. Obwohl die Polizei es genehmigt hatte, sei es Fehler gewesen, die Pyrotechnik-Choreografie vor dem Spiel zu erlauben.

Ob es eine Verhandlung vor dem Sportgericht gibt, konnte Spauke am Sonntag nicht sagen. Er rechnet aber mit Folgen. "Die Regionalliga-Heimspiele gegen den FC Carl Zeiss Jena und den 1. FC Magdeburg in unserem Plache-Stadion auszutragen, können wir bestimmt vergessen." Das wiederum bedeutet für den finanzschwachen 1. FC Lok zusätzliche Kosten, weil er die Miete für die Austragung in der Red-Bull-Arena aufbringen müsste. In dieser Woche trifft sich der Lok-Vorstand mit Verantwortlichen des Ordnungsamtes der Stadt und der Polizei. Dann werden die Probstheidaer wissen, ob sich ihre Befürchtungen bewahrheiten.

Die Aufwendungen, die dem 1. FC Lok durch das Gastspiel in der Arena entstehen, würde sich der Verein von den Schuldigen des "Freitag-Feuerwerks" zurückholen, meint Spauke. Das könnte schwierig werden, denn die meisten Chaoten hatten sich vermummt. Doch der Lok-Chef vertraut den Ordnungshütern. "Das ist Polizeiarbeit. Es gibt ja viele Bilder. Das Spiel wurde aufgezeichnet. Und Halle-TV war auch da. Der Kameramann hat die ganze Zeit voll draufgehalten, als die Leute in der 75. Minute, diesmal unerlaubt, die Pyrotechnik gezündet hatten. Jetzt hoffen wir, dass wir die Chaoten erkennen, bevor sie sich maskierten."

Gedanken, das von den Lok-Fans ersteigerte Match gegen Schalke 04 (29. Juli, 17.30 Uhr) nun aus Sicherheitsgründen abzusagen, hat das Lok-Präsidium schnell wieder verworfen. "Aus der Emotion heraus besteht die Gefahr, falsche Entscheidungen zu treffen. Da ist es gut, erst mal eine Nacht drüber zu schlafen, um dann die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Wenn wir solch ein Spiel absagen, würden die Falschen bestraft", erklärt Spauke.

Der gestrige Test in Torgau bewies, dass der 1. FC Lok noch immer eine gewisse Anziehungskraft besitzt. 450 Zuschauer zog es ins Schmuckkästchen Hafenstadion. Beim 4:0-Erfolg der Gäste, die den Torgauern auch drei hochkarätige Chancen gestatteten, trafen Raik Hildebrandt (39.), Marcel Trojandt (43.), Steve Rolleder (83.) und Patrick Lunderstädt (87.). Norbert Töpfer

Lok in Torgau: Glaser - Wendschuch, Krug, Muwanga, Kilz - Schulz, Seifert, Hildebrandt, Trojandt - Bochmann, Engler. Eingewechselt wurden: Scheibe, Kittler, Zerbe, Schönitz, Lunderstedt, Rolleder, Langner.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.07.2013

Norbert Töpfer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus 1. FC Lok

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.