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Lok Leipzig: Neu-Vorstand prüft Finanzen – „Keine Leichen im Keller“ – AoMV abgesagt

Lok Leipzig: Neu-Vorstand prüft Finanzen – „Keine Leichen im Keller“ – AoMV abgesagt

Nach dem Machtwechsel beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Lokomotive haben die neuen Führungsmitglieder erstmals Einblick in die angeschlagenen Finanzen des Vereins genommen.

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Zwei von vier Neuen im Vorstand des 1. FC Lokomotive Leipzig: Heiko Spauke (links) und René Gruschka.

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Wie René Gruschka, Vorstandssprecher der Blau-Gelben, am Dienstag gegenüber LVZ-Online erklärte, hätten seine Kollegen Jens Kesseler und Heiko Spauke Kopien der Buchhaltungsbelege geprüft, weil sich die Originale derzeit noch bei einer Kanzlei in Westdeutschland befinden. „Die Lage scheint tatsächlich so, wie schon bekannt. Allerdings befinden sich wenigstens keine weiteren Leichen im Keller“, so Gruschka.

Das Entscheidungsgremium will nun Gespräche mit potentiellen Sponsoren führen, um die Situation zu entschärfen und die prognostiziert noch fehlenden 325.000 Euro aufzutreiben. „Ob wir im April schon wieder volle Gehälter zahlen können, ist noch nicht sicher. Aber wir probieren alles“, so der Vereinssprecher, der noch keine Sponsorennamen nennen wollte. Bei einem Vorstandstreffen am Montagabend sei das weitere Vorgehen beraten und unter anderem die Bildung eines Wirtschaftsbeirates beschlossen worden.

Oppositioneller Mieth nun auch Vorstand – Präsident Notzon bleibt noch bis Juni im Amt

Mit am Tisch saß dabei auch Martin Mieth, der an der Seite von Gruschka, Kesseler und Spauke einst zum Sturm auf die Lok-Zentrale blies und nun in den noch vakanten Vorstandsplatz nachgerückt ist. Die einstigen Oppositionellen halten somit vier von fünf Stimmen in der Machtzentrale des Clubs. Am Montag blieb das Quartett auch erst einmal unter sich, denn der Fünfte im Bunde, Lok-Präsident Michael Notzon, erschien nicht zum Treffen. „Er hat von uns natürlich eine Einladung erhalten, ist aber nicht gekommen“, so Gruschka. Ohnehin sei die Kommunikation mit dem bisherigen Verantwortungsträger nicht besonders gut. „Dabei sollte doch nun eine geordnete Übergabe stattfinden“, so der Sprecher.

Notzon war am Dienstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Sollte der Präsident weiter im Amt bleiben wollen, müssen sich alle Beteiligten wohl noch bis Ende Juni mit dieser Situation abfinden. Denn die eigentlich für kommenden Samstag geplante Außerordentlich Mitgliederversammlung (AoMV) wurde jetzt abgesagt. „Es hat einfach die Notwendigkeit dafür gefehlt“, sagte Gruschka angesichts der bereits in Verantwortung gelangten Opposition und fügte an: „Es ist auch eine Kostenfrage und so bliebt uns mehr Zeit, um alles auf die Reihe zu kriegen.“ Die gut 1800 Mitglieder im Verein werden so erst bei der turnusmäßigen Versammlung im Frühsommer über die personelle Zukunft des 1. FC Lokomotive abstimmen.

Matthias Puppe

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