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Lok Leipzig unter Dampf: Oberligist bei Hallen-Masters erst im Finale von Schalke 04 gestoppt

Lok Leipzig unter Dampf: Oberligist bei Hallen-Masters erst im Finale von Schalke 04 gestoppt

Um 20.57 Uhr vollzog sich am Mittwoch beim Ur-Krostitzer-Cup in der altehrwürdigen Ernst-Grube-Halle Historisches. In jener Minute schoss der nur in Insiderkreisen bekannte Stadtliga-Fußballer Dennis Arbeiter seinen SV Nordwest zum 2:1-Sieg gegen den FSV Krostitz.

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Ur-Krostitzer Hallen-Masters 2012 in der Ernst-Grube-Halle (4. Januar 2012). Schalke 04 gelang im Finale ein Sieg über Lok Leipzig.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Kurz später war das fürs große Ganze bedeutungslose Spiel der Gruppe B beendet, feierten die Gastgeber den ersten Sieg im elften Jahr. Nordwest-Ikone Ralf Heine, seit 1975 in verschiedenen Funktionen beim Club aktiv: „Ich hatte vor dem Spiel so ein Ziehen in der Wade. Da wusste ich: Wir ziehen das Ding.“ Sprach’s und lud die Helden zum kühlen Bier des Titelsponsors.

Vom Turniersieg war Heines Liebe vor knapp 2000 Fans selbstverständlich Lichtjahre entfernt. Den holte sich die flinke und topfitte U23 des FC Schalke 04 mit einem 4:0-Finalsieg gegen zuvor bärenstarke Lok-Kicker. Betreut wurden die jungen Königsblauen von Cheftrainer Bernhard Trares (früher für 1860 München und Darmstadt 98 am Ball) und Bundesliga-Urgestein Manfred Dubski, der für den MSV Duisburg und Schalke aktiv war.

Lok-Kapitän Thorsten Görke, der im einseitigen Endspiel eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte und damit die Niederlage manifestiert: „Gegen Schalke ging bei uns nicht mehr viel, die jungen Kerle können wahrscheinlich drei Turniere hintereinander rennen. Aber es war insgesamt ein tolles Turnier von uns.“ Beste unter vielen guten Blau-Gelben waren Edeltechniker und Publikumsliebling Djibril „Dieter“ N´Diaye und der fünffache Torschütze Andreas Streubel. Turnier-Dritter wurde der VFC Plauen nach einem 2:1-Sieg im Neunmeterschießen gegen den Halleschen FC. Keine tragende Rolle spielten Drittligist Carl Zeiss Jena und der viertklassige ZFC Meuselwitz, die sich nach dem Vorrunden-Aus dem gemütlichen Teil des Abends widmen konnten. 

Die Leistungen unterm Hallendach darf/soll man nicht überbewerten. Insofern sind die mitreißenden Darbietungen der Lok-Fußballer bei den Turnieren in Chemnitz (Platz zwei) und in der Grube-Halle mit Vorsicht zu genießen, natürlich nicht repräsentativ für das Kommende in der Oberliga. Und doch scheint mit dem neuen Trainer-Duo Willi Kronhardt/Eric Eiselt ein neuer Zug in der Truppe. Augenzeuge Achim Steffens, bekanntlich ein intimer Kenner der Szenerie: „Das sah schon nach Fußball aus. Diese Begeisterung wünschen wir uns auch auf dem Feld.“

Auch der frühere Vereinschef Steffen Kubald biss wenige Tage nach seinem 50. Geburtstag vergnügt in die Wiener Wurst. „Keiner hat sich verletzt, Lok war gut drauf, alle haben sich benommen. Hat Spaß gemacht.“

Ja, hat es. Dass die Organisatoren bei der Gruppenauslosung ein klein wenig, nun ja, gedribbelt haben, ist zu entschuldigen. So fand sich Publikumsmagnet Lok völlig überraschend in einer Gruppe mit Nordwest, Krostitz und Schalke, wäre wohl auch ohne Galaform ins Halbfinale gezogen.

Dass im nächsten Jahr RB Leipzig und die beiden Leutzscher Clubs mitmachen und im blau-gelben Hallen-Revier wildern, ist einstweilen nur ein Gerücht.

Guido Schäfer

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