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Lok Leipzig verliert auch in Zwickau – Sieben Verletzte nach Fan-Randalen

Lok Leipzig verliert auch in Zwickau – Sieben Verletzte nach Fan-Randalen

Der 1. FC Lokomotive Leipzig steht weiter im Tabellenkeller der Fußball-Regionalliga. Die Blau-Gelben verloren am Samstagnachmittag beim FSV Zwickau mit 0:1 (0:0) und können somit nur drei Punkte aus fünf Spielen vorweisen.

Leipzig. Zu Spielbeginn lieferten sich etwa 50 Lok-Fans nach Angaben der Polizeidirektion Südwestsachsen eine Auseinandersetzung mit der Polizei, bei der sieben Personen leicht verletzt wurden.

Wie die Beamten mitteilten, seien von Leipziger Fans bereits während der Fahrt eines Shuttle-Busses vom Bahnhof Werdau ins Zwickauer Stadion zwei Scheiben des Fahrzeugs zerstört worden. Als der Gruppe dann am Sportforum "Sojus" Eckersbach ankam, sei die Situation eskaliert. Die Anhänger aus Leipzig hätten mit Gewalt versucht, eine Absperrung zu überwinden. Durch ein aufspringendes Tor sei eine Ordnerin von Lok am Kopf verletzt worden. Beamte seien mit Gegenständen beworfen worden. Die Polizei habe Pfefferspray eingesetzt, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Neben der Ordnerin zählen nach Angaben eines Polizeisprechers drei weitere Unbeteiligte sowie zwei Polizeibeamte und ein Lok-Fan zu den Verletzten.

Zwei der Randalierer nahm die Polizei in Gewahrsam genommen. Insgesamt wurden zehn Anzeigen gestellt: zwei wegen Beleidigung, zwei wegen Widerstands gegen die Polizei sowie jeweils drei Anzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Auch sportlich hat Lok am Sonnabend keinen positiven Eindruck hinterlassen. Schütze des goldenen Tores vor 2310 Zuschauern im Sportforum war der frühere Chemnitzer Steffen Kellig. Auszeichnen konnte sich ebenso FSV-Keeper Marian Unger, der mehrfach sehenswert gegen heranstürmende Gäste klärte.

Das von Trainer Marco Rose verletzungsbedingt neu formierte Leipziger Team, ging engagiert in die Partie und versuchte den Zwickauer Spielfluss mit frühem Pressing zu unterbinden. Die Gastgeber zeigten sich beeindruckt und entsprechend hatte Lok-Defensivspieler Partick Grandner in der vierten Minute die erste Chance. FSV-Torwart Unger zeigte aber keine Probleme mit dessen Schuss aus 15 Metern. Auf der anderen Seite stand Marco Wölfel in der 19. Minute urplötzlich frei vor Lukas Wurster, der für den verletzten Stammkeeper Christopher Gäng ins Lok-Gehäuse beordert wurde und hier gleich glänzend reagierte.

Mit Rückenwind aus dieser Möglichkeit kamen die Gastgeber nun zunehmend besser ins Spiel und obgleich Lok diszipliniert verteidigte, ergaben sich weitere Chancen. In der 40. Minute ging ein Kopfball von Kellig über den Leipziger Kasten, in der 44. Minute setzte Wölfel einen Freistoß aus aussichtsreicher Position ebenfalls zu hoch an. Somit blieb es torlos bis zum Pausenpfiff.

Mit Wiederanpfiff der Partie wurden die Sorgenfalten auf der Stirn von Lok-Trainer Rose immer größer. Die Zwickauer drängten von nun an unaufhörlich auf die Führung, Blau-Gelb konnte sich kaum noch entscheidend befreien. In der 55. Minute bekam Kellig den Ball im Strafraum vor die Füße und der Stürmer ließ Lok-Keeper Wurster keine Chance: 1:0 für Zwickau. Auch im Anschluss gelang es den Leipzigern nicht, ihre Ordnung der ersten Hälfte wiederzufinden. Die Gastgeber blieben am Drücker und tauchten mehrfach gefährlich vor dem Leipziger Kasten auf – ohne Zwingendes zu erreichen.

Als die Leipziger in der Schlussviertelstunde ihre defensiven Ketten lösten und Marco Rose André Stratmann und Raik Hildebrandt einwechselte, wurde es noch einmal spannend. Doch FSV-Keeper Marian Unger sicherte den am Ende verdienten dreifachen Punktgewinn für seine Mannschaft.

Während die Zwickauer damit auf Tabellenplatz fünf vorrücken, bleibt Lok im Tabellenkeller. In der kommenden Woche treffen die Probstheidaer in der Leipziger Red-Bull-Arena auf Drittliga-Absteiger FC Carl-Zeiss Jena.

Spielstatistik:

Lok Leipzig: Lukas Wurster, Markus Krug, Felix Bachmann, Albert Spahiu (77. Raik Hildebrandt), Steve Rolleder, Kevin Kittler, Albrecht Brumme, Sebastian Seifert, Kevin Walthier (65. Jens Werner), Patrick Grandner, Rico Engler (71. Andre Stratmann)

Trainer: Marco Rose

Tore: 1:0, 55. Spielminute, Steffen Kellig (FSV Zwickau)

Schiedsrichter: Oliver Lossius (Göttingen)

Zuschauer: 2310 im Sportforum „Sojus“ Eckersbach

mpu / rob

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