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Lok-Neuzugang Anne van Bonn: "Hier geht es nicht um Titel, sondern um Punkte"

Lok-Neuzugang Anne van Bonn: "Hier geht es nicht um Titel, sondern um Punkte"

Erfolge gehörten für Anne van Bonn bisher zum Alltag. Die 25-Jährige Abwehrspielerin, die vom FCR Duisburg nach Leipzig wechselte, spielte bereits in der Champions League, war mehrfache deutsche Vizemeisterin.

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Anne van Bonn (li.), Neuzugang von Bundesligist Lok Leipzig, im Interview.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Beim Bundesliga-Aufsteiger Lok Leipzig wartet auf van Bonn nun ein ganz anderes Extrem. „Hier geht es nicht um Titel, sondern darum, Punkte mitzunehmen.“ Denn die Mannschaft von Neu-Trainerin Claudia von Lanken (ehemals Hamburger SV) spielt gegen den Abstieg.

Dass van Bonn nun ausgerechnet zum Saisonauftakt auf ihren alten Verein trifft, davon war die Abwehrspielerin anfangs nicht besonders begeistert. „Eigentlich wollte ich mit Leipzig erst einmal in die Liga reinschnuppern. Aber es kann auch von Vorteil sein, jetzt schon auf Duisburg zu treffen“, sagt sie, weil der Gegner noch nicht so eingespielt sei.

Dennoch: Mit Duisburg am Sonntag und dem FFC Frankfurt kommende Woche, warten zwei Mannschaften auf die Leipzigerinnen, die in der Bundesliga um den Meistertitel kämpfen. „Das werden ganz klar harte Spiele werden. Ich weiß, dass uns eine Menge Erfahrung entgegenschwappt. Aber wir nehmen die Spiele mit, um zu lernen“, sagt von Lanken. „Wichtig ist, dass wir den Respekt schnell ablegen. Auch dürfen wir nicht ins offene Messer rennen.“

Trotzdem sei es der gelernten Erzieherin lieber, jetzt Fehler zu machen, als beispielsweise gegen die Mitstreiter Jena oder Erfurt. Gerade gegen solche Mannschaften sei es wichtig, die Punkte zu sammeln. Denn: „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, sagt die Trainerin selbstbewusst.

Auch Vizepräsident Bernd Wickfelder ist sich der veränderten Rollenverteilung bewusst. Haben die Leipzigerinnen in der zweiten Liga noch eine bedeutende Rolle gespielt, werden sie in ihrem ersten Jahr im Oberhaus im unteren Drittel wiederzufinden sein. „Das ist eine ganz andere Herausforderung.“ Der Klassenunterschied sei einfach zu groß. Nicht nur was die Spielschnelligkeit und die Härte anbelangt. „Auch die Einstellung zum Fußball ist anders. Disziplin ist hier das A und O“, weiß van Bonn. „Du musst viel mehr trainieren, der Einsatz muss da sein.“ – was so manche Lok-Spielerin anfangs jedoch noch nicht realisiert hatte. Sehr zum Ärger der 25-Jährigen, die kurzerhand die Mannschaft zu einer internen Besprechung zusammen trommelte. „Mittlerweile haben die Spielerinnen ihre Einstellung gefunden, merken, worum es hier eigentlich geht.“

Dass die ehemalige Duisburgerin nicht nur Bundesliga-Erfahrung mitbringt, sondern zugleich eine Teamleaderin ist, bemerkte ihre Trainerin von Lanken ziemlich schnell. Deshalb ernannte sie die Abwehrspezialistin zum neuen Mannschaftskapitän. Eine Rolle, die van Bonn bewusst gesucht hat. „In Duisburg war ich nur eine von vielen. Hier bin ich eine absolute Führungsspielerin.“ Angst, dass die Entscheidung möglicherweise ein Rückschritt ist, hat sie nicht. „Der Schritt ist mutig. Sehr mutig sogar. Aber für mich ist es kein Rückschritt wie einige meinen, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung.“

Eine, die sich in den vergangenen Monaten bereits weiterentwickelt hat, ist Safi Nyembo. Allerdings wird die Toptorjägerin der Leipzigerinnen am Sonntag fehlen. Die 26-Jährige riss sich im Pokalspiel gegen Erfurt das Innenband im Knie. „Die Ärzte gehen davon aus, dass Safi drei Monate ausfällt. Ich denke, dass sie in acht Wochen wieder spielen kann“, hofft die Trainerin.

Anne Kunze

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