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Präsidium legt Finanzen offen – schonungslose Abrechnung bei Lok-Mitgliederversammlung

Präsidium legt Finanzen offen – schonungslose Abrechnung bei Lok-Mitgliederversammlung

Die Zahlen sagen alles: 365.000 Euro Schulden aus der Saison 2012/2013, 618.000 Euro Verbindlichkeiten, das Vermögen des Vereins ist gleich Null. Die prekäre Finanzlage präsentierte der neue Vorstand des 1. FC Lok am Freitagabend vor 330 stimmberechtigten Mitgliedern in der alten Wollkämmerei.

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Wer wird neuer Hauptsponsor bei Lok Leipzig?

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Vielen Anwesenden dürften bei diesen Summen die Ohren geschlackert haben. Denn es kam heraus: Die Zahlen der letzten Mitgliederversammlung waren geschönt. Das erklärte ein Vereinsmitglied am Freitagabend gegenüber LVZ-Online. Die Mitglieder bekamen die Wahrheit zu hören und die klang nicht gerade beruhigend.

Vereinsvermögen gleich Null

Schatzmeister Jens Kesseler verlas den Jahresbericht der vergangenen Saison: Der Verein hat einen Verlust von 365.000 Euro gemacht. Die aktuellen Verbindlichkeiten der Probstheidaer betragen, Stand April, 618.000 Euro. Und das Vereinsvermögen ist in der Spielzeit 2012/2013 von 16 Prozent auf 0 Prozent gesunken.

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Lok-Präsident Heiko Spauke.

Quelle: Andreas Döring

In diesem Zusammenhang griff Aufsichtsratsvorsitzender Olaf Winkler das alte Präsidium um Michael Notzon, Hartmut Dischereit und Bernd Wickfelder an. Dieses habe die extremen Liquiditätsprobleme verursacht. Präsident Heiko Spauke kritisierte auch die verfehlte Personalpolitik. Spieler hätten in der vergangenen Saison Verträge erhalten, die der Finanzsituation nicht angepasst gewesen wären.   

Kein Finanzplan - keine Buchhaltung

Außerdem zeigte der Jahresbericht: Unter Notzon und Co. gab es in der Saison 2012/2013 weder einen Finanzplan, noch eine Buchhaltung. In diesem Zusammenhang plädierte Winkler dafür, in der anstehenden Abstimmung, das alte Präsidium nicht zu entlasten. So entschied dann auch die Mehrheit der Mitglieder. Bedeutet: Der Verein hat die Möglichkeit, gegenüber diesen Personen Haftungsansprüche geltend zu machen. Nur der aktuelle Schatzmeister Jens Kesseler, der aus dem alten Präsidium freiwillig zurückgetreten war, wurde entlastet.

 

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Die neuen Kandidaten für das Präsidium von Lok Leipzig stellten am 05.04.2013 den Fans erstmals ihre Pläne für den Verein vor.

Quelle: Dirk Knofe

Doch es gab auch Lichtblicke: 173.650 Euro sind durch die Fanaktion in die Vereinskassen gespült worden, 16.110 Euro freiwillige Umlagen eingegangen. Und es blieb trotz der vielen schlechten Nachrichten ruhig. Denn das neue Präsidium versprach, die Liquidität des Vereins stärken zu wollen, ein neuer Hauptsponsor sei allerdings noch nicht gefunden. Dafür stimmten die Mitglieder bei der Versammlung für die vom Präsidium initiierte Umlage von 100 Euro (für Vollzahler) für jedes passive Vereinsmitglied. Eine große Aufgabe sei auch, das Ansehen des 1. FC Lok in der Stadt wieder zu beleben und durch junge Spieler aus dem Nachwuchs eine Bindung zum Publikum zu schaffen.

Die vier Mitglieder des Präsidiums Heiko Spauke, Rene Gruschka, Martin Mieth und Jens Kesseler wurden mit 296 Stimmen in ihren neuen Ämtern offiziell bestätigt. Gewählt wurde auch ein neuer Aufsichtsrat, Bernd Bienia ist nun Mitglied des Gremiums.

Anne Grimm

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