Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
„RB wird nicht unser Retter sein“: Lok-Präsident schließt Finanzhilfe vom Lokalrivalen aus

„RB wird nicht unser Retter sein“: Lok-Präsident schließt Finanzhilfe vom Lokalrivalen aus

Mit einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 im Juli wollen die Fans von Lok Leipzig ihrem Verein aus der Krise helfen. Unterdessen halten sich hartnäckige Gerüchte, dass der Vorstand des Fußball-Regionalligisten wegen finanzieller Unterstützung beim Lokalrivalen RB Leipzig vorstellig geworden ist.

Voriger Artikel
Präsident Spauke: "Einen Untergang von Lok Leipzig wird es nicht geben"
Nächster Artikel
Neuer Geschäftsführer bei Lok Leipzig – eine Million Euro Etat für kommende Saison

Eine finanzielle Unterstützung durch RB Leipzig wird es nicht geben, sagen Lok-Präsident Heiko Spauke (links) und Vorstand René Gruschka.

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Dementieren will das Lok-Präsident Heiko Spauke nicht. „RB wird nicht unser Retter sein“, sagte Spauke am Donnerstag jedoch im Gespräch mit LVZ-Online.

Zu Medienberichten, dass es eine Anfrage zu einer Soforthilfe in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro gegeben hat, wollte sich der Lok-Präsident nicht im Detail äußern. Es werde „in keiner Form“ Geld von RB fließen, versicherte Spauke lediglich. Was Raum für Spekulationen lässt: Senkte RB für die Unterstützung des klammen Lokalrivalen den Daumen?

Mögliche Kooperation bei den Fans höchst umstritten

Eine Finanzspritze für Lok stehe „nicht zur Diskussion“, ließ RB-Sprecher Sharif Shoukry auf Anfrage von LVZ-Online wissen. Ansonsten gab aber auch er sich bei dem Thema äußerst zugeknöpft. Über die Inhalte des Gesprächs in der vergangenen Woche sei Stillschweigen vereinbart worden. „Daran halten wir uns“, so Shoukry. Nach Angaben von Lok-Vorstandssprecher René Gruschka sei es bei dem Trefffen vor allem um die Organisation des Derbys am 8. Mai gegangen. „An der Rivalität der beiden Vereine ändert das nichts“, so Gruschka.

„Es würde sowieso nichts passieren, ohne unsere Mitglieder zu befragen“, betonte Spauke. Bei vielen Anhängern ist das Anbändeln mit dem Ortsrivalen höchst umstritten. Eher würden sie die Loksche freiwillig ins Grab tragen, als den von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz reich gesegneten Dosenklub um Almosen zu bitten.

Die Hoffnungen in Probstheida ruhen stattdessen auf einem potentiellen Gastspiel eines Bundesligisten im Sommer. Der FC Schalke 04 verlost derzeit über einen Sportwetten-Anbieter im Internet ein Freundschaftsspiel im Juli. Die Fans des 1. FC Lok haben ihren Klub dort inzwischen mit großem Abstand an die Spitze gevotet – vor weiteren deutschen Vertretern wie dem Wuppertaler SV oder Rot-Weiß Oberhausen. Das Gewinnspiel läuft noch bis zum 26. Mai. „Die Hoffnungen sind groß, dass es klappt“, sagt Spauke.

Schalke-Gastspiel in Probstheida soll rund 50.000 Euro bringen

dpa64a74ebb081367182801.jpg

Könnten im Juli in Leipzig auflaufen: Schalkes Sead Kolasinac, Klaas-Jan Huntelaar und Raffael (von links).

Quelle: dpa

Sollten die Gelsenkirchener zu einem Freundschaftsspiel kommen, erhofft sich der Verein Einnahmen von rund 50.000 Euro – was die aktuelle Finanzlücke von geschätzt mehr als 300.000 Euro zumindest teilweise stopfen könnte. Gespielt würde höchstwahrscheinlich in Probstheida. „Wir wollen unseren Fans ein Spiel im Bruno-Plache-Stadion schenken. Außerdem testet RB schon in der Red-Bull-Arena, da wird es mit Terminen schwierig“, erklärte Spauke. Mit Erlaubnis der Behörden könnten 7000 bis 9000 Zuschauer Einlass finden, hofft er.

Klappt das Schalke-Gastspiel nicht, dürfte es schwer werden, in der Sommerpause noch einen Bundesligisten zum „Retterspiel“ nach Probstheida zu locken. Eine Antrittsprämie können sich die Blau-Gelben derzeit nicht leisten. „Viele Vereine sind mit den Planungen für Testspiele auch schon durch“, berichtete Spauke aus den Gesprächen. Möglicherweise müsse man sich dann erneut auf internationaler Ebene nach einem attraktiven Gegner umschauen. Im Juli 2012 hatte der Premier-League-Club FC Fulham im Bruno-Plache-Stadion gastiert. Mehr als 5000 Zuschauer kamen, Lok unterlag mit 0:4.

„Wir werden es auch ohne finanzielle Hilfe anderer Vereine schaffen“, ist Spauke überzeugt. In den nächsten Tagen will er verlässliche Zahlen zum Etat auf den Tisch legen. Die Finanzplanung für die kommende Saison werde voraussichtlich deutlich nach unten geschraubt – auch weil sich der Klub von der Frauen-Abteilung trennen will. „Oberstes Ziel ist jetzt, dass der Verein überlebt“, sagte der Lok-Präsident. „Da wird es auch Abstriche geben müssen.“

Robert Nößler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus 1. FC Lok

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.