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Schönheitsfehler für RB Leipzig durch späten Lok-Treffer – Gäng: „Müssen Fehler abstellen“

Schönheitsfehler für RB Leipzig durch späten Lok-Treffer – Gäng: „Müssen Fehler abstellen“

Lok-Torhüter Christopher Gäng war am Sonntag nach dem Spiel begeistert. „So viele Zuschauer haben einige Vereine im ganzen Jahr nicht“, meinte der Keeper. Auf der Anzeigetafel leuchtete in der zweiten Halbzeit unter dem Jubel der Besucher die Zahl 24.795 – Rekord für die vierte Liga.

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Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Auch wenn sich die Probstheidaer achtbar gegen den Staffelfavoriten schlugen, Gäng war mit der Mannschaftsleistung nicht zufrieden. Vor allem seine Vorderleute in der Abwehr ließen den Schlussmann bei allen drei Treffern im Stich.

Gängs Gegenüber bei RB, Fabio Coltorti, beförderte nach einer knappen halben Stunde den Ball mit einem Abschlag tiefe in die Hälfte des 1. FC Lok. Andy Wendschuch und Sebastian Seifert waren sich da nicht einig und RB-Defensivexperte Juri Judt musste nur noch dazwischen sprinten und anschließend zum 1:0 für RB einlupfen.

Dicker Klops auch beim 0:3: Kevin Kittler bekam den Ball nicht aus dem Strafraum und Thiago Rockenbach musste von der Strafraumgrenze nur noch einschieben. „Die individuellen Fehler müssen wir abstellen“, analysierte Gäng. RB hält er aber für die „Übermannschaft der Liga“. Mehr will er zu seinem alten Verein nicht mehr sagen. „Ich konzentriere mich nur noch auf Lok“, so der Keeper.

Das macht auch Kevin Walthier. Der 21-Jährige durchlief die zweiten Mannschaften von Greuther Fürth, Mainz 05 und dem 1. FC Nürnberg. Im Sommer unterschrieb er bei Lok und lieferte gegen RB eine beherzte Leistung ab. Vor allem seine Ballsicherheit und seine Passideen in die Spitze fielen auf. „Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, die vielen Zuschauer haben mich beflügelt“, sagte der gebürtige Franke. Vielleicht habe er, so der Mittelfeldspieler, einige Bälle zu früh gespielt. Sonst wären die Angriffe über Stürmer Rico Engler noch gefährlicher geworden.

Engler hätte sich für die Blau-Gelben berühmt schießen können. In der ersten Hälfte stand er nach einer scharfen Walthier-Hereingabe bereits einschussbereit vor dem RB-Kasten. Abwehrrecke Fabian Franke klärte Zentimeter vor dem Angreifer. Sein Kopfball in der zweiten Hälfte knallte gegen den Pfosten. „RB hat in der zweiten Halbzeit nachgelassen. Hätten wir dort die erste Chance reingemacht, wären wir vielleicht zurückgekommen“, meinte Engler.

Die Bullen haben diese Hoffnung mit dem zweiten Treffer zerstört. „Das 2:0 kam zum richtigen Zeitpunkt“, so RB-Flügelflitzer Timo Röttger, der von der Stimmung in der Arena beeindruckt war. Die RB-Fans hätten den Lok-Anhängern in nichts nachgestanden. „Das war das Faszinierende, dass sie uns immer wieder nach vorne gepeitscht haben“, freute sich Röttger.

Nur einen kleinen Schönheitsfehler mussten die Bullen in der Nachspielzeit hinnehmen. Durch den Lok-Treffer hat RB die Tabellenführung verpasst. An der Spitze thront nun der wieder erstarkte 1. FC Magdeburg mit sieben Punkten und einer makellosen Torbilanz von 4:0 Treffern.

RB-Trainer Alexander Zorniger interessierte das überhaupt nicht. „Die Tabelle ist mir im Augenblick völlig egal“, sagte er. Anfang November müssen sich die Magdeburger gleich an zwei Spieltagen hintereinander gegen die Leipziger Teams beweisen. Am 4. November sind sie in der Red Bull Arena beim 1. FC Lok zu Gast. Am Wochenende danach muss dann Zorniger mit seinem Team an der Elbe spielen.

Matthias Roth

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