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Sicherheitsspiel: Lok Leipzig empfängt Jena – Verein startet „Mitgliederoffensive“

Sicherheitsspiel: Lok Leipzig empfängt Jena – Verein startet „Mitgliederoffensive“

Acht Jahre ist sie her – die letzte Begegnung zwischen den beiden Traditionsvereinen 1. FC Lok Leipzig und FC Carl Zeiss Jena. Damals gewann Jena mit 4:0. Aufgrund der Insolvenz des damaligen VfB Leipzig wurde das Ergebnis letztendlich annulliert und fand keinen Einfluss in die Tabelle der Oberliga-Saison 2003/2004. Am Samstag (13.30 Uhr) kommt es nun nach langer Pause zur nächsten vielversprechenden Auflage.

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Lok Leipzig im Training, Coach Marco Rose gibt die Richtung vor.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Dieses Mal jedoch in der Regionalliga.

Dabei reist Jena mit gestärktem Selbstbewusstsein nach Leipzig, gewannen die Thüringer doch zwei Spiele hintereinander. „Das war natürlich sehr gut für die Moral“, freut sich Jenas Coach Petrik Sander. Dennoch gibt es für ihn noch einige Baustellen zu beheben. „Wir haben eine Mannschaft zusammengestellt, die sich erst finden muss“, erklärt er. Denn das komplette Team stünde ihm erst seit August zur Verfügung. Deshalb hätten einige der Spieler körperliche Defizite und würden leistungsmäßig noch nicht auf dem gewünschten Level spielen. Demzufolge „gibt es Entwicklungspotenzial in allen Bereichen und wir sind noch lange nicht an der Grenze angelangt“.

Doch genau das sei das Schöne, dass die Entwicklung eines einzelnen Spielers die ganze Mannschaft vorantreiben könne – was Sander als das „Prinzip der kleinen Schritte“ bezeichnet.

Trotz des Umbruchs und enormen Entwicklungspotenzials, was er in seiner Mannschaft sieht, „gelten wir als Favorit“. Dabei erwartet Sander ein kampfstarkes Leipzig, das vordergründig über seine körperlichen Vorteile kommt. Für seine Mannschaft gelte es hingegen, an die Effektivität der vergangenen Partien anzuknüpfen.

Lok will diese Pläne durchkreuzen und selbst punkten. Der Verein setzt dabei auf die Unterstützung der Fans und verteilt vor dem Spiel Flyer. Damit beginnt eine „Mitgliederoffensive“, die der Club für den Oktober geplant hat. Ziel ist es, dass mindestens 2000 Anhänger im Verein organisiert sind. Derzeit sind es 1733. „Wir möchten mit dieser Aktion ein Zeichen setzen, uns von den aktuellen Negativschlagzeilen distanzieren und betonen, dass die jüngsten Geschehnisse in keiner Weise die Interessen des Vereins widerspiegeln“, sagt Aufsichtsratsmitglied Frank Müller. Das Spiel gegen Jena solle unter der Botschaft des Flyers stehen: „Du hast es in der Hand – Wende das Blatt. Gewalt? NEIN danke!“

Für das Duell muss Lok erneut in die Red-Bull-Arena umziehen. Denn sämtliche Spiele, die als Sicherheitsspiele eingestuft und Partien, zu denen mehr als 5000 Zuschauer erwartet werden, werden grundsätzlich nicht im Bruno-Plache-Stadion ausgetragen. Zudem sitzen die Leipziger Fans dieses Mal in Block B – dem der Bullen-Anhänger – um eine ungefährdete An- und Abreise der Jenaer zu gewährleisten. „Wir setzen auf strikte Fan-Trennung“, sagt Polizeisprecherin Uta Barthel. „Aber wir können auch keine Mauer bauen. Jeder hat das Recht, sich frei zu bewegen und wir wollen mit unserem Einsatz auch nicht provozierend wirken.“

Darüber hinaus unterliegt das Spiel der höchsten Sicherheitsstufe. Demzufolge wird es im Stadion auch keinen Alkohol geben. Laut Barthel ist am Sonnabend mit  Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Ob und welche Straßen gesperrt werden müssen, war am Donnerstag noch nicht klar.

Nachdem es nach dem Derby gegen RB Leipzig zu Ausschreitungen zwischen Lok-Anhängern und der Polizei gekommen war, gebe es für den Verein keine zusätzlichen Vorgaben, um beispielsweise eine besser Fan-Abtrennung zu gewährleisten, erklärt Steffen Kubald, Sicherheitsbeauftragter von Lok. „Es gibt keine Auflagen oder Nachbesserungen. Das ist ein ganz normales Sicherheitsspiel“, erklärt er.

Anne Kunze / maf

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