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Testspiel mit zwei Gewinnern: 5000 Zuschauer sehen tapferen Lok Leipzig gegen FC Fulham

Testspiel mit zwei Gewinnern: 5000 Zuschauer sehen tapferen Lok Leipzig gegen FC Fulham

Leipzig. Es war ein Freundschaftsspiel, aber auf die leichte Schulter nahm Marco Rose die Begegnung gegen den englischen Erstligisten FC Fulham nicht.

Als der Trainer des 1. FC Lokomotive Leipzig in Hälfte eins den Spielball in der Hand hielt, ließ er John-Arne Riise einfach ins Leere laufen, anstatt ihm die Kugel zum Einwurf zu reichen. Der Abwehrspieler der Londoner, immerhin 102-facher norwegischer Nationalspieler, reagierte verwundert, Rose wurde vom Schiedsrichter ermahnt.

„Jeder weiß doch, dass der den Ball bis hinter das Tor werfen kann. Dann hätte das ganze Stadion über mich gelacht“, erklärte Rose am Mittwochabend nach dem 0:4 (0:2) gegen den Premier League-Club. Hinterher entschuldigte sich der Lok-Coach beim Fulham-Trainer Martin Jol und bei Riise für diese leichte Unsportlichkeit – beide nahmen es gelassen.

Vier Gegentore – auch wenn es gegen einen höherklassigen Gegner ging, war Rose nach dem Spiel nicht recht zufrieden. „Es war okay, nicht mehr und nicht weniger“, sagte der Lok-Trainer. Er habe vieles gesehen, was seine Spieler besser machen können. Dann relativierte er: „Allerdings war dies auch eine besondere Situation – und es ist immer schön, von den Besten zu lernen.“

Bilder vom Spiel:

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Leipzig. Mit einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 im Juli wollen die Fans von Lok Leipzig ihrem Verein aus der Krise helfen. Unterdessen halten sich hartnäckige Gerüchte, dass der Fußball-Regionalligist wegen finanzieller Unterstützung bei RB Leipzig vorstellig geworden ist. Dementieren will das Lok-Präsident Heiko Spauke nicht. „RB wird nicht unser Retter sein“, sagte Spauke am Donnerstag jedoch im Gespräch mit LVZ-Online.

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Wie eine Lehrstunde sah das Duell zwischen Regional- und Erstligist jedoch selten aus. Meist machte Lok durch viel Laufarbeit den Klassenunterschied vergessen. Auch im Spiel nach vorne zeigten die Blau-Gelben keine Angst und kombinierten teilweise ordentlich bis zum Strafraum der Gäste. Ein eigenes Tor blieb ihnen allerdings verwehrt, weil es an letzter Konzentration und Genauigkeit fehlte.

Wenn Gefahr von Fulham kam, dann durch schnelle Tempovorstöße über die Außen. Auch der Ex-HSV-Coach Martin Jol stellte nach dem Spiel fest: „Lok war gut organisiert, hat das Zentrum dicht gemacht, deshalb mussten wir über die Flügel spielen.“ Einen Ballverlust in der 22. Minute nutze Fulhams Sascha Riether. Er spielte Marcelo Trotta an, der trocken aus 14 Metern zur Führung für die Briten abschloss. Der gleiche Spieler war es auch, der einige Minuten vor der Pause nach einem zu kurz abgewehrten Eckstoß den Ball perfekt traf und Christopher Gäng im Tor der Probstheidaer keine Chance ließ.

Lok-Stürmer Benjamin Fraunholz stellte fest, dass seine Mannschaft nicht wegen der technischen Unterlegenheit verloren hat. „Der Gegner macht die einfachen Sachen besser, läuft nur, wenn er muss, spielt effektiver.“ Mit der Einstellung vom Spiel gegen Fulham sollte sein Team auch in der Regionalliga keine Probleme bekommen, so Fraunholz.

Fanumfrage vor dem Spiel:

Trotz des Rückstandes versteckte sich die „Loksche“ auch in der zweiten Hälfte nicht. Jedoch war es in der 68. Minute der eingewechselte Mladen Petric, der sich im Lok-Strafraum mit dem Ball durch mehrere Beine hindurchschlängelte und, schon weit abgedrängt und in Rücklage, auf das Tor schoss. Die Kugel trudelte im Schneckentempo neben dem Pfosten hinter die Linie – 3:0 für Fulham. „Ich habe darauf gewartet, dass der Torwart sich hinschmeißt, aber er blieb einfach stehen“, erklärte der Kroate den glücklichen Treffer aus seiner Sicht.

Rose schaute bei Petric’ anschließendem Jubel gar nicht richtig hin, sondern gab Marcus Brodkorb an der Seitenlinie taktische Anweisungen. Der Verteidiger resümierte später: „Ich habe heute einiges gelernt.“ Auf seiner Seite hatte er es mit zwei flinken Gästespielern zu tun, die ihm alles abverlangten. „Wir sind an unsere Grenzen gegangen, haben uns aber gut verkauft“, sagte Brodkorb. Als die Kondition bei den Blau-Gelben etwas nachließ, fiel noch das vierte Tor. Nach einer Ecke köpfte Mahamadou Diarra auf Lauri Dalla-Valle, der aus einem Meter den Ball nur noch im leeren Kasten unterbringen musste (82.).

Trotz mehr als 5000 Zuschauer im Bruno-Plache-Stadion war von den Fans wenig zu hören, erst zum Ende kam etwas Stimmung auf. Während Rose bei der Atmosphäre noch „Luft nach oben“ sah, hatte Benjamin Fraunholz eine einfache Erklärung: „Die wollten einfach Fußball gucken und nicht rufen.“

Lok Leipzig – FC Fulham 0:4 (0:2)

Tore:

0:1, 0:2 Trotta (22., 38.), 0:3 Petric (68.), 0:4 Dalla-Valle (82.)

Lok Leipzig:

Gäng – Krug (Bury, 63.), Bachmann (Oechnser, 46.), Werner (Schulz, 46.), Kittler, Stratmann (Fraunholz, 57.), Walthier (Seipel, 84.), Grandner (Brumme, 80), Engler, Wendschuh (Saalbach, 76.), Brodkorb

FC Fulham:

Stockdale – Riether (Bristel, 71.), Hughes (Bangeland, 46.), Halliche (Baird, 46.), Riise (Briggs, 46.), Kacaniklic (Dalla-Valle, 71.), Gecov (Dembélé, 46.), Etuhu (Diarra, 46.), Sidwell (Davies, 46.), Bangnac (Frei, 46.), Trotta (Petric, 46.)

Zuschauer:

5012

Robert Berlin

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