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Willi Kronhardt bestätigt Trainer-Vertrag beim 1. FC Lok: „Ich freue mich sehr auf Leipzig“

Willi Kronhardt bestätigt Trainer-Vertrag beim 1. FC Lok: „Ich freue mich sehr auf Leipzig“

Willi Kronhardt wird beim  1. FC Lok Nachfolger von Mike Sadlo, erhält beim Fußball-Oberligisten einen Vertrag bis Juni 2013. Dies bestätigte der 42-Jährige gestern gegenüber dieser Zeitung: „Ich freue mich sehr auf Leipzig, hatte ja schon als Spieler eine erfolgreiche Zeit in Probstheida, an die ich als Trainer anknüpfen möchte.

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Willi Kronhardt 1998 im Dress des VfB Leipzig. (Archivfoto)

Quelle: KlausDieter Gloger

Leipzig. “

Kronhardt, der heute bei einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt wird, hatte den Lok-Vorstand in der vergangenen Woche bei einem Dreistunden-Gespräch von seinem Konzept überzeugt. Am Freitagabend sagte Lok den anderen beiden Kandidaten Thomas Matheja und Patrick Falk ab.

Präsident Michael Notzon, auch Chef von Hauptsponsor Goldgas, ließ keinen Zweifel daran, dass der neue Trainer möglichst noch in dieser Saison den Aufstieg in die Regionalliga schaffen soll, spätestens aber 2013. Dann läuft auch das Engagement von Goldgas aus - und wird wohl nicht verlängert, falls Lok immer noch fünftklassig sein sollte.

Kronhardt, weiß, dass er unter Druck steht, und erklärte: „Ich trainiere anders, die Jungs werden viel mehr mit dem Kopf arbeiten müssen. Taktik ist für mich das A und O, macht im modernen Fußball den entscheidenden Unterschied aus.“ Zunächst will er sich einen Überblick verschaffen, „die Spieler kennenlernen“ und sich „dezent im Hintergrund“ halten.

Zum heutigen Trainingsauftakt wird noch Eric Eiselt, der Assistenzcoach bleibt, die Mannschaft betreuen, ebenso bei den folgenden Hallenturnieren in Chemnitz (morgen), Leipzig (4. Januar), Erfurt (6.) und Zwickau (7.). Kronhardt will aber aufmerksam zuschauen und zwei Tage später dann „den scharfen Start“ vornehmen.

Er spielte von 1998 bis 2000 bei Lok-Vorgänger VfB in der dritten Liga, übrigens gemeinsam mit Eiselt und dem heutigen Kapitän Thorsten Görke, die Trainer hießen Dragoslav Stepanovic, Uli Thomale und Achim Steffens. Letzterer soll künftig eng mit Kronhardt zusammenarbeiten, auch beim Scouting im Osten helfen. Steffens, noch krankgeschrieben und bis Juni 2012 bei Lok angestellt, könnte danach ins Präsidium aufrücken, den Sport-Part des zurückgetretenen Dirk Majetschak übernehmen. Auch Ex-Präsident Steffen Kubald, der heute im kleinen Kreis seinen 50. Geburtstag feiert, gilt als Kandidat für den Vorstand.

Kronhardt aber wird sich auch intensiv um den Nachwuchs kümmern, die besten Talente ins Männertraining integrieren, eine klare Linie von den Kindern bis zur ersten Mannschaft vorgeben. Dass im Vorjahr fast die gesamte A-Jugend den Verein verließ, soll sich nicht wiederholen.

Ob Lok in der Winterpause neue Spieler verpflichtet, darüber hüllte sich der neue Coach gestern noch in Schweigen. Doch er wird den Markt sondieren - und Präsident Notzon sicher seine wichtigsten Wünsche erfüllen. Kicker wie die Ex-Leipziger Timo Breitkopf (Halberstadt) oder Tommy Kind (Meuselwitz), die bei ihren Regionalliga-Klubs nicht glücklich sind, könnten ein Thema werden.

Kronhardt absolvierte 68 Zweitliga-Partien, kickte für Havelse, Fortuna Köln, Tennis Borussia und Energie Cottbus. Bei den Lausitzern wurde er berühmt, als er 1997 nach seinem Treffer im Pokal-Halbfinale gegen den Karlsruher SC ein Shirt mit der Aufschrift „Jule“ zeigte. Er hatte den Namen seiner damaligen Freundin erst in der Halbzeitpause auf das Leibchen geschrieben („Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich ein Tor schieße“), wurde so quasi zum Erfinden der Trikot-Grußbotschaft. Trainer-Erfahrungen sammelte er später bei Eintracht Braunschweig, dem VfL Wolfsburg II und zuletzt bei Alemannia Aachen.

Seine Familie (Frau und zwei Kinder, die Tochter besucht das Gymnasium) lebt in Braunschweig und wird vorerst dort bleiben. Willi Kronhardt bezieht heute zunächst Quartier im Parkhotel Brandis - bis Lok für ihn eine passende Wohnung in Leipzig gefunden hat.

Steffen Enigk

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