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Wunschtrainer René Müller sagt Lok Leipzig überraschend ab

Wunschtrainer René Müller sagt Lok Leipzig überraschend ab

Es ist seit der exklusiven Berichterstattung der LVZ das Thema in Fußball-Leipzig: Kehrt René Müller, berühmter Sohn der Stadt, zurück zu seinem Stammverein Lok Leipzig? Nach einem mehrstündigen Sonntag-Treffen am Flughafen Leipzig/Halle waren die Lok-Bosse um Präsident Michael Notzon begeistert vom Ex-Nationaltorhüter und überzeugt, dass er schon das Montag-Training leitet.

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Torwart-Legende René Müller (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Eine irrige Annahme. Am späten Sonntagabend sagte Müller telefonisch ab. Mike Sadlo bleibt Trainer.

Hinter dem sportlich kriselnden Oberligisten liegt ein bewegtes Wochenende. Am Freitag kassierten die Blau-Gelben ein 0:5 in Aue, wuchs der Druck auf den jungen Cheftrainer Mike Sadlo, 40, wurde die Suche nach einem routinierten Nachfolger intensiviert. Die Wunschliste der Lok-Chefetage umfasst nur zwei Namen, hat es aber in sich. Ikonen des DDR-Fußballs, verdiente Nationalspieler der DDR, die beide beim 1. FC Lok Spuren hinterlassen haben und aktuell ausnahmsweise nicht in Amt und Würden sind. René Müller, 52, und Damian Halata, 49.

Mit Müller, dem neuen starken Mann in spe, schien nach dem Sonntag-Gespräch schon alles klar. Man hatte über die ehrgeizige künftige Ausrichtung gesprochen (starke zweite Kraft in Leipzig im Windschatten von RB) und sogar schon in Gehaltsfragen Einigkeit erzielt. Der Fußball-Lehrer bat unter Hinweis an den abends tagenden Familienrat um Bedenkzeit und verabschiedete sich per Handschlag von Notzon, Sportvorstand Dirk Majetschak und Aufsichtsrat-Boss Olaf Winkler.

Als dann Stunden später die telefonische Absage des Coaches kam, fielen die drei Lok-Chefs aus allen Wolken. Der Familienrat hatte den Daumen gesenkt.

Weil der Club zu oft und nicht immer in positivem Zusammengang in der Zeitung steht? Weil sich das Familien-Oberhaupt um kranke Familien-Mitglieder kümmern muss? Müller gegenüber der LVZ kurz angebunden: „Das Thema ist durch.“ Die anderen Beteiligten schwiegen am Montag allesamt eisern.

Auch Kandidat Damian Halata hatte kein großes Mitteilungsbedürfnis. Das liegt weniger am blau-gelben Interesse, sondern an Halatas letzter Trainer-Station. Der 49-Jährige war beim ZFC Meuselwitz über Jahre hinweg überaus erfolgreich, wurde Anfang Mai zur allgemeinen Überraschung fristlos entlassen. Vorwurf von „Mister ZFC“ Hubert Wolf: Halata habe sich gegenüber seinen Fußballern danebenbenommen. Der Trainer wies die Anschuldigungen von sich. „Ich habe mir nie etwas zu Schulden kommen lassen.“ Über die (Abfindungs-)Modalitäten der geräuschvollen Scheidung entscheiden jetzt Gerichte. Folge dieser zähen Nummer: Halata ist bis zur Entscheidung vor dem Kadi nicht frei in seinen Entscheidungen, musste seit Mai schon zwei Angebote ablehnen. Eines soll vom FC Magdeburg gewesen sein.      

Die Lage des 1. FC Lok ist eine verzwickte. Der Club will aufsteigen, das Vertrauen in Sadlo ist seitens der Bosse aber dahin. Der Coach bleibt vorerst im Amt, hat dies einzig dem Umstand zu verdanken, dass Müller/Halata nicht wollen/können. Es gibt bessere Voraussetzungen, um besser Fußball zu spielen – und spielen zu lassen.

Am Samstag, 13.30 Uhr, spielt der 1. FC Lok beim FSV Wacker Gotha.

Guido Schäfer

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