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BSG Chemie Leipzig und FC Sachsen ringen um Rettung von Stadion und Nachwuchs

BSG Chemie Leipzig und FC Sachsen ringen um Rettung von Stadion und Nachwuchs

Die BSG Chemie Leipzig hat Gespräche mit dem offenbar zusammenbrechenden FC Sachsen Leipzig und dessen Insolvenzverwalter Heiko Kratz bestätigt. Der Kreisklasse-Vertreter sei schon vor einigen Tagen über das baldige Ende der Sachsen informiert worden, hieß es am Mittwochmorgen aus Vorstandskreisen des Ballsportgemeinschaft.

Leipzig. Im Fokus der aktuellen Verhandlungen stehe nun die Rettung der Jugendteams des FCS und der legendären Spielstätte des Vereins. „Um den Nachwuchsmannschaften des FC Sachsen Leipzig eine Zukunft zu sichern, und den Fortbestand des Leutzscher Fußballs im Alfred-Kunze-Sportpark zu gewährleisten, arbeiten wir an einem tragfähigen Konzept“, ließ der Verein auf seiner Homepage verlautbaren.

Zu den Nachwuchsteams zähle auch die zweite Mannschaft des FC Sachsen, die derzeit noch um den Verbleib in der Landesliga kämpft. „Wir gehen davon aus, dass die U23 dabei ist und die Möglichkeit besteht, deren Spielrecht zu übernehmen“, sagte ein Mitglied des Vorstandes am Mittwoch gegenüber LVZ-Online.

Derzeit werde ein erster Etat-Vorschlag erstellt, mit dem eine Übernahme des Sachsen-Nachwuchses und ein Betrieb des Alfred-Kunze-Sportparks durch die Ballsportgemeinschaft möglich werden kann. Die Höhe der voraussichtlich benötigten Mittel liege im sechsstelligen Bereich. „Wir bräuchten pro Monat wohl allein 10.000 Euro zur Kostendeckung“, hieß es aus dem BSG-Vorstand.

Erste Erkenntnisse der Etat-Überlegungen sind nach Informationen von LVZ-Online auch, dass bei den Unterhaltskosten des Stadions gespart werden muss. „Der Alfred-Kunze-Sportpark ist inzwischen energietechnisch gesehen eine Ruine“, sagte ein Vereinssprecher am Mittwoch.

Während der Zeit, als der FC Sachsen seine Spiele im damaligen Zentralstadion ausgetragen hat, sei die Instandhaltung des Leutzscher Stadions vernachlässigt worden. Die BSG schaue sich deshalb nun nach Partnern mit einem alternativen Energiekonzept um. Zudem werde ein trainingsfreier Tag und ein Ausbau des Ehrenamts beim Personal in Betracht gezogen, um weitere Kosten zu senken.

Bei der angestrebten Rettung von Nachwuchs und Stadion hofft man bei der einstmals vom FC Sachsen Leipzig abgespaltenen BSG Chemie Leipzig auch auf breite Unterstützung aus dem gesamten Anhang des grün-weißen Fußballs in Leipzig. „Es gibt Gespräche mit Freunden und Förderern des Fußballs in Leipzig-Leutzsch. Mit dem offensichtlichen Aus des FC Sachsen Leipzig sind alle Chemiker in der Pflicht“, hieß es auf der Homepage der BSG. Nach Angaben des Vorstandssprechers sollen dabei auch die bisherigen Sponsoren des FC Sachsen angesprochen werden.

Grund für den Zusammenbruch des Oberligisten FC Sachsen Leipzig ist nicht nur eine sechsstellige Deckungslücke des laufenden Etats, sondern die offenbar aussichtslose Lage bezüglich einer kommenden Spielzeit in der fünften Liga. Der Wegfall von Sponsorengeldern, nicht gezahlte Mitgliedsbeiträge, die hohen Kosten des maroden Alfred-Kunze-Sportparks, die Abspaltung der Chemie-Leipzig-Fraktion und ein schmerzhafter Zuschauerrückgang sollen Insolvenzverwalter Heiko Kratz zu seiner Entscheidung gezwungen haben.

Wie die LVZ erfuhr, soll die Oberliga-Spielberechtigung der Leutzscher zu Geld gemacht werden. Dem Vernehmen nach hat der in der Bezirksliga aktive Unterbau des Regionalligisten Rasenballsport Leipzig Interesse signalisiert, könnte so sofort zwei Klassen überspringen und seine Aufgabe als Zulieferer für die Profis besser nachkommen.

Matthias Puppe / gs

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