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Chemie Leipzig zu Fan-Schlägerei: "Neonazis wollten Konfrontation mit BSG-Anhängern"

Chemie Leipzig zu Fan-Schlägerei: "Neonazis wollten Konfrontation mit BSG-Anhängern"

Nach den Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans am Rande des Leutzscher Derbys vergangenen Sonntag, bei denen auch Neonazis beteiligt gewesen sein sollen, hat die BSG Chemie Kritik an der die Einsatztaktik der Polizei und den Berichten über die Schlägerei geübt.

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Nach der Schlägerei kesselte die Polizei die BSG-Fans ein, während die Anhänger der SG Leutzsch sowie die provozierenden Neonazis abziehen konnten.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Diese seien überzogen und die Schlägerei von der Polizei möglicherweise zu verhindern gewesen. Gleichzeitig betonten die Grün-Weißen, dass sie sich auch weiterhin klar gegen Rechtsradikalismus und Rassismus engagieren wollen, Gewalt dabei aber kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung der gesellschaftlichen Missstände sein könne.

Entgegen der verbreiteten Darstellung habe es sich laut der BSG-Verantwortlichen bei dem Vorfall am Sonntagvormittag an der Fußball-Kneipe „Abseitsfalle“ nicht um eine Schlägerei mit 150 randalierenden Chemie-Fans gehandelt, wie es die Leipziger Polizei bekannt gab. Vielmehr traf hier eine Fangruppe des Vereins bei der Anreise zum Spiel auf Anhänger der rivalisierenden SG Leipzig Leutzsch und „einige wenige Fans ließen sich durch die Anwesenheit von teils prominenten Personen aus der organisierten Neonazi-Szene provozieren, die aktiv die Konfrontation mit den Chemie-Anhängern suchten“, heißt es weiter in der Stellungnahme. Daraufhin sei es zu einer kurzen Auseinandersetzung vor der Gaststätte gekommen.

Die schon während der Schlägerei mit zivilen Einsatzkräften anwesende Polizei habe dann alle 150 Fans, unabhängig davon, ob sie an der Auseinandersetzung beteiligt waren oder nicht, einer Identitätsfeststellung unterzogen, so der Verein. „Die Provokateure hingegen nicht“, heißt es weiter.

Die Leipziger Polizei hatte am Sonntag berichtet

, dass 150 Personen in der Gaststätte auf der Georg-Schwarz-Straße randaliert haben, während sich darin vorwiegend Fans der SG Leipzig-Leutzsch befanden. Die Identitäten der 150 Randalierer wurden festgestellt, so die Mitteilung der Beamten.

Nach Ansicht des Fußball-Landesligisten hätte die Schlägerei womöglich sogar schon im Vorfeld verhindert werden können. „Es ist bekannt, welche Klientel sich mitunter in der besagten Gaststätte aufhält. Um das Fußballspiel hinreichend abzusichern, war eine sehr hohe Anzahl von Beamten und Fahrzeugen im Einsatz. Hätte eines dieser Fahrzeuge zum Zeitpunkt, als die Chemie-Fans die Gaststätte passierten, den Ort abgesichert, wäre das Aufeinandertreffen beider Lager mit Sicherheit vermeidbar gewesen“, mutmaßen die Grün-Weißen.

Darüber hinaus lobte der Verein aber auch die Polizeiarbeit während des brisanten Spiels im Kunze-Sportpark: „Die Polizei agierte über den gesamten Tag besonnen und deeskalierend, insbesondere während des Spiels, als sie den vor dem Stadion befindlichen Fans gestattete, die Partie von außerhalb des Stadions zu verfolgen."

Matthias Puppe

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