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Leutzscher Betriebskosten-Affäre: Chemie Leipzig erwägt Betrugsanzeige gegen SGLL

Leutzscher Betriebskosten-Affäre: Chemie Leipzig erwägt Betrugsanzeige gegen SGLL

Nach monatelangem Streit hat die SG Leipzig Leutzsch der BSG Chemie Leipzig doch noch Einsicht in ihre Betriebskostenabrechnung gewährt. Wie der Chemie-Vorstand am Freitag mitteilte, gingen die angeforderten Belege für den gemeinsam genutzten Alfred-Kunze-Sportpark in der vergangenen Woche per Post ein.

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Haupttribühne des Alfred-Kunze-Sportparks in Leipzig-Leutzsch. (Archivfoto)

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. In Wohlwollen wird sich dieser Konflikt nun trotzdem nicht auflösen. Denn Chemie will diverse Ungereimtheiten entdeckt haben, fordert alle seit 2011 gezahlten Zuschüsse an die SG Leutzsch zurück und erwägt eine Strafanzeige wegen Betrugs.

„Es gibt eine ganze Reihe von eklatanten Dingen. Beispielsweise erhält Jamal Engel (SGLL-Vizepräsident, Anm.d.Red.) offenbar ein Geschäftsführergehalt – das war so vorher mit uns nicht abgestimmt“, erklärte Chemie-Geschäftsführer Henry Aulich gegenüber LVZ-Online und fügte an: „Viele Belege sind kaum identifizierbar, andere kaum erklärbar. So gibt es eine Tankrechnung für den Rasenmäher – allerdings von einer Tankstelle an der tschechischen Grenze. Andere Beträge wurden nachträglich handschriftlich korrigiert. Nicht zuletzt wurden einige Rechnungen auch komplett an uns weitergereicht, nicht nur anteilig“, so Chemie-Vorstand Aulich.

Wie Aulich weiter erklärte, habe Chemie in den vergangenen Tagen durch einen externen Experten einen Prüfbericht der SGLL-Betriebskostenabrechnung erstellen lassen. „In dem wird uns nun angeraten, die Sache wegen Betrugs der Staatsanwaltschaft zu übergeben“, so Aulich. Dieser Schritt werde derzeit im Chemie-Vorstand diskutiert. „Allerdings wird uns kaum eine andere Wahl bleiben. Als Vereinsvorstand sind wir ja verpflichtet, zu reagieren, um uns selbst aus der Haftung zu nehmen“, sagte Aulich.

Sicher ist auf jeden Fall, dass Chemie alle bisher geleistetet Gelder an die SGLL zurück haben möchte. Laut Aulich handelt es sich um eine fünfstellige Summe. Ein entsprechende Mitteilung gehe über den Rechtsbeistand des Landesligisten an die SGLL. Auf direktem Weg geht derzeit im Leutzscher Holz ohnehin nichts. Seit zwei Wochen, seit die SG Leutzsch die Gespräche ob eines angeblichen Hacker-Angriffs von Chemie-Fans abgebrochen hat, herrscht Funkstille zwischen beiden Vorständen.

Matthias Puppe

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