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„Oli ist quasi auch ein Ultra“: BSG Chemie integriert Landesliga-Elf – Gespräche mit SGLL

„Oli ist quasi auch ein Ultra“: BSG Chemie integriert Landesliga-Elf – Gespräche mit SGLL

Im schwelenden Machtkampf um die Zukunft des grün-weißen Fußballs geht es weiterhin eher getrennt, als gemeinsam. Ein Blick in die verschiedenen Internetforen der Fanschar offenbart die fortschreitende Entzweiung.

Leipzig. Von Dialog kann kaum noch die Rede sein, von Anstand ohnehin nicht. Trotzdem haben die Handlungsträger von BSG Chemie Leipzig und SG Leipzig-Leutzsch zumindest die Kontaktdaten des Gegenübers noch nicht aus dem Adressbuch gestrichen.

Grund dafür ist vor allem der Alfred-Kunze-Sportpark – das zwar inzwischen marode aber heiß verehrte Allerheiligtum der Grün-Weißen. Beide Clubs wollen hier künftig spielen und trainieren, beide Clubs sind aber auf das Wohlwollen des Vermieters angewiesen, auf die Stadt Leipzig. In Person von Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes hatte diese in der vergangenen Woche auf ein gemeinsames Nutzungskonzept der Vereine gedrängt und somit eine Verständigung unabdingbar gemacht.

Diese kommt eher langsam in Fahrt: „Wie haben für diese Woche ein Treffen mit der SG Leipzg Leutzsch vereinbart“, sagte Wolf-Peter Hoffmann, Vorstandsprecher der BSG Chemie Leipzig, am Dienstag auf Anfrage von LVZ-Online. Dort wollen sich die Grün-Weißen aus der Kreisklasse mit der erst kürzlich entstandenen Konkurrenz über eine mögliche gemeinsame Nutzung des Stadions verständigen. „Allerdings haben wir der Stadt auch bereits ein eigenes Konzept unterbreitet“, gestand Hoffmann, dem das Unverständnis über die SGLL buchstäblich immer noch auf die Stimme schlägt.

Neue Landesliga-Mannschaft soll integriert werden

Das Konzept der Ballsportgemeinschaft beinhaltet dabei auch Spiele auf Landesliga-Niveau. Denn vor wenigen Tagen ist die vom Ur-Chemiker Oliver Krause verantwortete erste Herrenmannschaft des VfK Blau-Weiß Leipzig zur BSG übergetreten und will künftig für deren Anhang auf Punktejagd gehen. Dadurch rückt die erfolgreiche bisherige erste Mannschaft des Vereins ins zweite Glied. Das schafft naturgemäß Reibungspunkte, bei Spielern, als auch bei den enthusiastischen Fans des Vereins.

Laut Wolf-Peter Hoffmann sollen die nach und nach ausgeräumt werden. „Wir versuchen, Harmonie reinzubringen, Befürchtungen zu entkräften“, sagte Hoffmann. Beispielsweise seien im Zukunfstplan der BSG für die Nutzung des Alfred-Kunze-Sportparks Doppelspieltage angedacht, um den Fans einen problemlosen Besuch von Landes- und Stadtliga zu ermöglichen. „Oli hat mit unseren Fans gesprochen – er ist ja quasi auch ein Ultra, findet die Unterstützung einfach super“, sagte Hoffmann.

Chemie auf Landesliga-Niveau bedeutet für den Verein aber auch, dass die Nachwuchsförderung laut Statuten des Sächsischen Fußballverbandes ausgebaut werden. Bisher treten eine A- und eine B-Jugend für die BSG gegen den Ball. „Wir werden hier noch nachlegen“, sagte Hoffmann. Am Dienstagabend mögen sich beispielsweise interessierte Kinder und Jugendliche auf dem Willi-Kühn-Sportpark zum Probetraining vorstellen.

Weitere Nachwuchsteams gesucht - Kooperation mit SG Leipzig Leutzsch?

Weitere Teams könnten allerdings auch über Spielgemeinschaften mit anderen Clubs entstehen, wie es bisher schon bei den A- und B-Junioren der Fall ist. Mit Blick auf das an Jugendteams reichhaltige Nachwuchszentrum des FC Sachsen Leipzig, das vom Verband kürzlich auf die konkurrierende SG Leipzig übertragen wurde, ergeben sich neue Themen für gemeinsame Verhandlungsgespräche für die Konkurrenten um den Leutzscher Fußball.

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Screenshot der Facebook-Seite der SG Leipzig Leutzsch mit neuem Vereinslogo.

Quelle: Screenshot Facebook

Die am vergangenen Mittwoch ins Vereinsregister aufgenommene und vom ehemaligen Sachsen-Trainer Jamal Engel verantwortete SG Leipzig Leutzsch arbeitet derweil auch am eigenen Selbstverständnis. Auf der Facebook-Domain des Clubs und in den Internetforen wurde kürzlich ein Vereins-Logo vorgestellt, das an die vom ehemaligen Sachsen-Geschäftsführer Jens Ellinger ins Spiel gebrachte runderneuerte Optik des FC Sachsen Leipzig erinnert.

Matthias Puppe

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