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SSV-Coach Jürgen Raab freut sich auf Chemie Leipzig – bizarres Obst-Verbot im Stadion

SSV-Coach Jürgen Raab freut sich auf Chemie Leipzig – bizarres Obst-Verbot im Stadion

Am kommenden Samstagnachmittag tritt die BSG Chemie Leipzig beim unbestreitbaren Spitzenteam der Landesliga an. Der SSV Markranstädt verpasste in der vergangenen Saison nur knapp den Aufstieg und dominiert die Spielklasse nun fast nach Belieben.

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Jürgen Raab steht seit Saisonbeginn beim SSV Markranstädt an der Linie. (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. In elf Partien haben die Randleipziger schon sieben Punkte zwischen sich und den Rest der Liga gebracht. Grund für den Höhenflug sind neben den Erfahrungen, die der SSV als Türöffner für Red Bull in den hiesigen Fußball sammeln konnte, auch das mit einigen ehemaligen Profis gespickte SSV-Team und ihr erfahrener Übungsleiter.

Zusammen mit einigen seiner Kicker hat Jürgen Raab dabei auch eine wechselhafte Leutzscher Vergangenheit. Im Sommer 2003 stieg der gebürtige Zeulenrodaer als Chefcoach mit dem FC Sachsen Leipzig in die Regionalliga auf. Tausende Fans trugen den früheren DDR-Nationalspieler damals nach dem entscheidenden Sieg gegen den FC Schönberg durch den Alfred-Kunze-Sportpark. Die „Hoffnung Mitteldeutschlands“ wurde geboren. Ein Jahr und 18 Regionalliga-Niederlagen später war der Traum geplatzt und Raab Co-Trainer beim Bundesligsten 1. FC Nürnberg.

„Es hat sich ja einiges verändert in Leutzsch und man rätselt, wer da nun eigentlich wer ist“, sagte der 52-Jährige in Anspielung auf die inzwischen getrennte grün-weiße Realität im Kunze-Sportpark. Eine Konstante sei trotzdem geblieben: „Bei meinen Spielbeobachtungen im Stadion hatte ich sehr angenehmen Kontakt mit den Fans. Die sind mir ohnehin in sehr guter Erinnerung geblieben – sie leben regelrecht für den Fußball“, weiß Raab.

 

Entsprechend unverständig reagierte der SSV-Coach am Donnerstag auch auf die fast bizarren Sicherheitsmaßnahmen, die am Samstag im Stadion am Bad in Markranstädt aufgestellt wurden. Vor allem eine Regelung schlägt derzeit Wellen: Den Chemie-Anhängern wird aus Angst vor fliegenden Äpfeln und Bananen am Samstag untersagt, Obst mit ins Stadion zu nehmen. Zumindest wenn es nicht geschnitten ist. Jürgen Raab hat dafür keine schlüssige Erklärung. „Ich habe keinerlei Befürchtungen, dass es zu Problemen mit den Chemie-Fans kommen könnte. Sie sind natürlich sehr enthusiastisch, aber ich kann mich in meiner Zeit in Leutzsch an keinen Fall erinnern, bei dem sie negativ aufgefallen sind. Sie haben sich immer ordentlich verhalten und das werden sie sicher auch am Samstag“, sagte Raab.

Trotzdem erwartet der Markranstädter Trainer keinen entspannten Nachmittag: „Ich denke, Chemie wird hoch motiviert auflaufen und so lange, wie möglich, das 0:0 halten wollen. Der berühmte Leutzscher Geist ist es schließlich, mit viel Leidenschaft zu kämpfen. Zusammen mit ihrem zahlreichen Anhang im Rücken werden sie alles versuchen, uns ein Bein zustellen.“

Die Partie im Markranstädter Stadion am Bad wird am Samstag um 14 Uhr angepfiffen. Per PKW anreisende Leipziger Fans sind angehalten, den Gästeparkplatz via Schwarzer Weg und Lützner Straße zu nutzen. Die Stadionordnung an diesem Tag sieht vor, dass nur geschnittenes Obst mit ins Stadion genommen werden darf, da ganze Früchte als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten.

Matthias Puppe

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