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Sachsenligist BSG Chemie Leipzig gerät immer mehr unter Druck

Sachsenligist BSG Chemie Leipzig gerät immer mehr unter Druck

Der Filius meinte verbale Attacken, die sich die in Abneigung verbundenen Fangruppen zubrüllten. Kann man eigentlich nicht, die skurrile Situation in Leutzsch begreifen ja nicht einmal die Erwachsenen.

Leipzig. rum schreien die sich denn so an, ich denke, das sind alles Chemiker?"

Der Filius meinte verbale Attacken, die sich die in Abneigung verbundenen Fangruppen zubrüllten. Der Vater fühlte sich arg in der Klemme, atmete tief durch und fragte dann - halb Hilfe suchend - an die Umstehenden: "Wie soll man das einem Neunjährigen erklären?"

Kann man eigentlich nicht, die skurrile Situation in Leutzsch begreifen ja nicht einmal die Erwachsenen. Dennoch spielen die grün-weißen Teams, die sich auf die gleiche Tradition berufen, weiter gegen- statt miteinander, nun schon seit fast zwei Jahren. Das vierte Landesliga-Duell der beiden ging am Mittwochabend mit 3:2 an die SG Leutzsch.

Durchaus verdient, wie sogar manch eingefleischter Chemie-Fan eingestand. SG-Trainer Dirk Havel hatte es ohnehin so gesehen: "Besonders hat mich die abgeklärte Reaktion meiner Mannschaft nach dem frühen 0:1 gefreut. Das hat uns keineswegs aus dem Konzept gebracht." Chemie war durch einen schönen Treffer von Norman Lee Gandaa bereits in der zweiten Minute in Front gezogen. Allerdings verpasste es die an diesem Tage als Gastgeber fungierende BSG, nachzuwaschen, Lee Gandaa selbst vergab die Möglichkeit, und im Gegenzug "klingelte" es auf der anderen Seite. So erwies sich die SGL auch in vielen anderen Szenen als die reifere sowie spielerische bessere Mannschaft, die vor allem in den entscheidenden Momenten cleverer agierte. "Das geht uns eigentlich schon die ganze Saison so, dass die Gegner konsequenter und taktisch besser als wir spielen", ärgerte sich Chemie-Coach Gregor Schoenecker. "Nach perfektem Start haben wir in der zweiten Halbzeit einfach nicht landesligatauglich gespielt."

Chemie-Vorstand Frank Kühne war vor allem das stümperhafte Abwehrverhalten vor dem ersten und zweiten Gegentor in die Nase gefahren. "In der Defensive müssen wir unbedingt etwas ändern", kündigte er verärgert an.

Gelegenheit besteht in den nächsten Tage zur Genüge, denn die BSG muss am Sonnabend (15 Uhr zu Hause gegen Freiberg), am Montag (15 Uhr in Döbeln und Donnerstag (19 Uhr bei Zwickau II) gleich dreimal ran. Die Lage ist mittlerweile prekär, wenn Schoeneckers Männer aus diesem Mammutprogramm nichts holen, droht der Abstieg.

Diese Gefahr ist für die SGL wohl gebannt. Am Sonnabend geht es nach Neugersdorf, wo Havel selbst fast zwölf Jahre als Spieler, Trainer und Manager aktiv war, folglich viele alte Bekannte wiedersehen wird. "Die Punkte wollen wir trotzdem mitnehmen, die können ja nicht immer gewinnen", richtet er schon mal einen Gruß an den Spitzenreiter. Am Pfingstmontag, 14 Uhr, geht es dann zu Hause gegen Bautzen II. SG-Vorstand Jamal Engel ist optimistisch: "Unsere Truppe hat am Mittwoch gezeigt, wie gut sie eingespielt ist, wie gut sie funktioniert, wenn alle wichtigen Akteure an Deck sind."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.05.2013

Frank Müller

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