Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Saisonauftakt bei Chemie Leipzig – Trainer Hammermüller beschwört Leutzscher Tugenden

Saisonauftakt bei Chemie Leipzig – Trainer Hammermüller beschwört Leutzscher Tugenden

„Du musst den Kampf annehmen, sonst wirst Du verlieren“, sagt Steffen Hammermüller. Der 46-Jährige ist nicht nur Fußball-Trainer, er ist auch personifizierte Leutzscher Fußball-Tugend.

Voriger Artikel
BSG Chemie Leipzig besiegt Oberligist Halle klar mit 3:0 – Bader trifft aus 40 Metern
Nächster Artikel
BSG Chemie Leipzig vom Aufsteiger überrascht: Döbeln siegt um Kunze-Sportpark mit 3:1

Steffen Hammermüller war in den 1990er Jahren Mittelfeldmotor beim FC Sachsen Leipzig und trainiert seit Mai 2012 die BSG Chemie Leipzig.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Kämpfen, rennen und weiter kämpfen – das waren schon immer die wesentlichen Bestandteile der Körperertüchtigung im Alfred-Kunze-Sportpark und Hammermüller ging als Spieler in den 1990er Jahren mit bestem Beispiel voran.

Seit drei Monaten ist „Hammer“ nun als Chefcoach der BSG Chemie Leipzig zurück an alter Wirkungsstätte und gibt sein Credo engagiert an die Aktiven weiter. Ein auf der Vereins-Homepage veröffentlichtes Vorbereitungs-Tagebuch berichtet seit Wochen praktisch nur von pausenlosen Konditions- und Schnellkraftübungen. Denn wer kämpfen will, braucht schließlich auch die Grundlagen dafür. „Körperliche Athletik schützt in erster Linie vor Verletzungen. Wir haben sicher viel Schnellkraft trainiert, aber das darf man auch nicht überbewerten, wir wollten Bedingungen schaffen, um erfolgreich sein zu können“, erklärte der Coach am Mittwoch gegenüber LVZ-Online.

Zum Erfolg gehört bekanntlich auch das Gewinnen dazu. In der abgelaufenen Spielzeit gelang das auswärts nicht immer, in neun von 15 Partien ging Chemie nicht als Sieger vom gegnerischen Platz. „In der vergangenen Saison gab es eine Diskrepanz zwischen Auswärts- und Heimspielen, das müssen wir nun auf die Reihe kriegen. Ich denke, das ist einzig Einstellungssache der Mannschaft, sie muss jede Woche das Maximale abrufen“, erklärt der 46-Jährige und fügte an: „Wir werden den Fußball nicht neu erfinden. Entscheidend bleibt immer: Nur über den Kampf geht es ins Spiel.“ Ähnlich klar strukturiert sind auch die spielerischen und taktischen Zielsetzungen: „Die erste heißt Tore verhindern und die zweite Tore schießen. Wenn das klappt, kann sich auch attraktiver Fußball entwickeln“, so die Chemie-Legende im Trainungsanzug.

Beim künftigen Überwinden des inneren Schweinehunds auch im hintersten Eckchen des Freistaates werden einige, bisherige Leistungsträger allerdings nicht mehr dabei sein. So haben Offensivallrounder Martin Gröbel und Flügelflitzer Stephan Schammer den Verein im Sommer verlassen. Dafür stehen nun unter anderem Bryan Sura (bisher Lok-Nachwuchs), Toni Pfeffing (RB Leipzig II), Nils Gräfe (SG Leutzsch) und Kreativkraft Marciano Voufack im Kader der Grün-Weißen. Hammermüller weiß trotz der namhaften Abgänge und mehrheitlich jungschen Lückenfüller um ein homogenes Team: „Wir haben die Mannschaft ja nicht wesentlich verändert, nur den Charakter“, sagte der 46-Jährige.

Bereits am kommenden Samstag wird sich zeigen, welche Charakterzüge die Betriebssportgemeinschaft im zweiten Jahr ihrer Landesliga-Zugehörigkeit auf den Rasen bringt. Chemie empfängt zum Saisonauftakt den Aufsteiger aus Döbeln im Leutzscher Holz. Anpfiff im Alfred-Kunze-Sportpark ist um 15 Uhr. Hammermüller hofft auf lautstarke und zahlreiche Unterstützung von den Rängen.

Matthias Puppe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus BSG Chemie

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.