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Vom Heim- in den Gästeblock: Fantrennung beim Derby zwischen BSG Chemie und SG Leutzsch

Vom Heim- in den Gästeblock: Fantrennung beim Derby zwischen BSG Chemie und SG Leutzsch

Die aktuelle Saison der Fußball-Landesliga gehört nicht nur zu den sportlich reizvollsten und publikumsträchtigsten seit Jahren. Aufgrund der beiden konkurrierenden, dem verblichenen FC Sachsen entsprungenen Vereine aus dem Westen Leipzigs sieht der Spielplan auch zwei ungewöhnliche Derbys vor.

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Blick auf die Haupttribüne des Alfred-Kunze-Sportparks. (Archivfoto)

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Am 26. November und 9. Juni treten BSG Chemie Leipzig und SG Leipzig Leutzsch (SGLL) gegeneinander an.

Beide Clubs spielen im Alfred-Kunze-Sportpark, beide sehen sich der Tradition des dortigen Fußballs verpflichtet. Und beide haben Fans, die mitunter seit Jahrzehnten ins Stadion pilgern und dort angestammte Plätze haben. Während der Derbys müssen sie diese allerdings notgedrungen auch mal verlassen. Denn auf der ersten Sicherheitsberatung von Stadt, Polizei und den beteiligten Vereinen wurde am Montag festgelegt, dass die jeweiligen Gäste bei den Spielen auch im entsprechenden Auswärtsblock Platz nehmen sollen.

Als erstes müssen am 26. November die Fans der SG Leipzig Leutzsch den ungeliebten Weg ans südliche Ende des Stadions antreten. „Im Rückspiel trifft das dann auf unsere Fans zu“, sagte BSG-Präsident Oliver Krause am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Laut SGLL-Vorstandsprecher Jamal Engel soll es wahrscheinlich auf dem angrenzenden Dammsitz noch einen weiteren Bereich für SGLL-Fans geben. Das kann sich auch Engels BSG-Pendant vorstellen: „Man kann sicher nicht von einem Fan verlangen, der jahrelang auf dem Dammsitz saß, dass er nun so einfach in den Gästeblock geht“, sagte Oliver Krause, der in diesem Bereich allerdings eher nur „Mainstream-Fans“ der SGLL sehen möchte und zur Sicherheit auch eine Pufferzone einrichten lassen wird. Krause stellte am Dienstag aber fest: „Der Norddamm wird am 26. auf jeden Fall nur unseren Fans vorbehalten bleiben.“

Bei allen Überlegungen ist beiden Clubverantwortlichen  klar, dass die Trennung der einstmals zusammen dem FC Sachsen die Daumen drückenden Fans nicht ganz leicht werden wird. Hier wie dort werden mitunter noch Schals des FC Sachsen getragen, glänzt das Logo des zweifachen DDR-Fußballmeister BSG Chemie auf Kutten und Seidenschals. Deshalb sollen vor allem präventive Maßnahmen fruchten. Wie Jamal Engel gegenüber LVZ-Online sagte, will der Verein den SGLL-Fans ein Empfehlung aussprechen, in den Gästeblock zu gehen. „In der nächsten Woche treffen wir uns dazu mit dem Fanclub-Dachverband. Für beide Seiten steht doch das Gleiche an, im Rückspiel müssen schließlich die Fans der BSG in den Gästeblock“.

Nach den Wünschen der Stadt sollen insgesamt 50 Ordner – doppelt so viele wie sonst bei Spielen der BSG Chemie – die Lage im Stadion kontrollieren. Die Namen der Mitarbeiter müssen vorher der Kommune Leipzig übermittelt werden, erklärte Krause. Unterstützt werden die Security-Mitarbeiter von einem Aufgebot der Polizei, das einem Regionalliga-Spiel würdig wäre. Die Beamten zerstreuten am Montag zumindest Befürchtungen, die Partie müsse ob eines mitteldeutschen Castortransports an jenem Wochenende vielleicht abgesagt werden.

Matthias Puppe

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