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Davis-Cup-Kapitän: Abstieg wäre Rückschritt gewesen

Tennis Davis-Cup-Kapitän: Abstieg wäre Rückschritt gewesen

Am Ende fiel der Sieg des deutschen Davis-Cup-Teams beim Außenseiter in der Dominikanischen Republik standesgemäß aus. Kapitän Michael Kohlmann lobte Führungsfigur Philipp Kohlschreiber und hofft nach dem geschafften Weltgruppen-Verbleib auf ein gutes Los für 2016.

Santo Domingo. Fragen an Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann nach dem 4:1-Sieg der deutschen Tennis-Herren im Relegationsspiel in der Dominikanischen Republik.

4:1 beim Außenseiter hört sich glatt an, war es das auch?

Michael Kohlmann: Dass so eine Davis-Cup-Partie immer ein paar Hürden hat, die man überspringen muss, ist ganz normal. Aber ich glaube, wenn man sich die Matches anguckt, die wir gewonnen haben, dann würde ich schon sagen, dass wir unserer Favoritenstellung ganz klar gerecht geworden sind. Es war schon ein Klassenunterschied, den der Philipp (Kohlschreiber) da gezeigt hat. Das Doppel war auch eine sehr gute Vorstellung. Insofern bin ich sehr, sehr zufrieden mit allen - nicht nur mit den Spielern. Das ist eine komplette Teamleistung, auch von allen Mann, die die ganze Woche für die Jungs da sind.

War Ihnen nach dem 0:1-Rückstand am Freitag auch mal bange?

Kohlmann: Es war mal eine Aufgabe für das Team, aber es hat sich dann gezeigt, wie wir doch zusammengewachsen sind, und das hat sich auch ausgezahlt. Dass der Benni (Becker) am Ende seinen ersten Punkt für Deutschland gemacht hat, da ist ihm auch eine Riesenlast von den Schultern gefallen. So was vergisst man nicht als Spieler.

Was bedeutet die Zugehörigkeit zur Davis-Cup-Weltgruppe der besten 16 Nationen für die Tennis-Nation Deutschland?

Kohlmann: Wenn man in den Geschichtsbüchern nachschaut, hat man die Grand-Slam-Siege der Herren und Damen, aber den gleichen Stellenwert haben Davis-Cup-Siege. Es wäre mit Sicherheit ein riesen Rückschritt für uns als Team gewesen, wenn wir hier abgestiegen wären. Insofern haben wir es uns ermöglicht, im nächsten Jahr wieder nicht nur oben mitzuspielen, sondern auch anzugreifen. Ich glaube, dass wir für's nächste Jahr wirklich eine schlagkräftige Truppe zusammenkriegen werden und dann mit der nötigen Auslosung vielleicht auch zwei, drei Überraschungen schaffen können.

Hat Philipp Kohlschreiber die Führungsrolle schon einmal so ausgefüllt wie am vergangenen Wochenende?

Kohlmann: Ja. Ich glaube, ich habe ihn schon häufig so gut spielen sehen. Er hat schon sehr gute Partien für Deutschland im Davis Cup erzielt. Dass das jetzt hier so überragend war, haben wir uns alle erhofft, aber dass man das auch so ausführt, ist dann nicht immer klar. Insofern bin ich sehr glücklich und stolz, dass er es so hingekriegt hat. Aber es hat mich jetzt nicht so aus den Socken gehauen, dass ich es nicht erwartet hätte. Was er seit Mitte der Woche geleistet hat, wie er sich diese Woche hier gegeben hat - wenn er das in den nächsten Jahren so weiterführt, dann braucht er sich nicht groß Gedanken machen.

Belgien steht im Finale, Argentinien war im Halbfinale - beide haben derzeit keine ganz großen Stars. Träumt man da bei einer guten Auslosung in dieser Woche selbst von mehr?

Kohlmann: Träumen ist erlaubt. Wobei man dazu sagen muss, dass man gegen Argentinien die letzten Jahre auch zweimal verloren hat. Klar kann man die schlagen, aber man kann auch verlieren. Dass das nötige Auslosungsglück immer dazu gehört, da gebe ich Ihnen recht. Dass wir mit Sicherheit eine Mannschaft haben, die genauso gut im Halbfinale stehen könnte, sehe ich genauso. Die Auslosung können wir leider nicht beeinflussen. Insofern kann man nur zu Hause sitzen und Daumen drücken.

dpa

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