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Davis Cup im Dampfbad: Auch Karibik-Wetter ist ein Gegner

Tennis Davis Cup im Dampfbad: Auch Karibik-Wetter ist ein Gegner

Heiß und schwül war es für die deutschen Tennisprofis schon bei den US Open in New York, noch feuchter ist es in der Dominikanischen Republik. Das DTB-Team sieht sich für die schwierigen Bedingungen beim Davis-Cup-Relegationsspiel am Wochenende aber gerüstet.

Santo Domingo. Heiß wird es für das deutsche Davis-Cup-Team in der Dominikanischen Republik auf jeden Fall. Mehr als ohnehin schon nötig wollen die deutschen Tennis-Herren beim Relegationsspiel aber nicht ins Schwitzen kommen.

Kapitän Michael Kohlmann hat vor der Partie um den Weltgruppen-Verbleib die Devise ausgegeben, dass sich seine Schützlinge in der Hauptstadt Santo Domingo von Freitag bis Sonntag behaupten müssen, egal unter welchen Umständen.

"Wir müssen gegen die Dominikanische Republik gewinnen, um nächstes Jahr in der Weltgruppe zu spielen - das ist Pflicht!", unterstrich auch der einstige deutsche Kapitän und jetzige Berater Niki Pilic zwölf Jahre nach dem bislang letzten deutschen Abstieg. Schlimmer als die Temperaturen von mindestens 30 Grad ist die extrem hohe Luftfeuchtigkeit. "Wir sind gut vorbereitet", unterstrich Kohlmann am Dienstag in Santo Domingo mit Blick auf das Trainingslager nach den US Open in Florida. Dort sei es ähnlich und noch ein bisschen luftfeuchter gewesen. "Von der Hitze her ist das hier nicht so unangenehm", fügte Kohlmann hinzu. Auch Philipp Kohlschreiber gab sich gelassen: "Wir sind an diese Bedingungen gewöhnt."

Von einem Dampfbad sprach Mannschaftsarzt Tim Kinateder. Um verschwitzt zu sein, genügt ein flotter Spaziergang. Das wird die Partie vor bis zu 4000 fanatischen Fans im Centro National de Tenis im Parque Del Este auf keinen Fall.

Davor warnte auch Pilic. "Das wird nicht so einfach, wie viele vielleicht denken", sagte er mit Blick auf das Klima, das euphorische Publikum und Spitzenmann Victor Estrella Burgos. Der 35-Jährige hat als Weltranglisten-57. nur den auf Rang 34 platzierten Philipp Kohlschreiber vor sich und soll die ansonsten klar schwächer besetzten Gastgeber erstmals in die internationale Erstklassigkeit führen. "Ihn müssen wir schlagen und dazu einen Punkt im Doppel holen", lautet die Vorgabe der deutschen Nummer eins, doch: "Auf dem Papier ist immer alles leicht."

Pilic favorisiert Kohlschreiber und Doppel-Spezialist Philipp Petzschner als Doppel, Dustin Brown beherrscht ebenso beide Disziplinen wie Benjamin Becker, der für den erkrankten Alexander Zverev ins Team rutschte. Kohlmann ließ am Dienstag noch keine Tendenz erkennen, wen er als zweiten Einzelspieler aufbieten wird.

Neben Estrella Burgos soll der Weltranglisten-200. José Hernandez-Fernandez die Dominikaner in die Weltgruppe bringen, Roberto Cid und José Olivares sind nur um Rang 1000 in Einzel und Doppel platziert. Kohlmann beobachtete bei den US Open sowohl den wie Brown und Becker in ersten Runde gescheiterten Estrella Burgos als auch Hernandez-Fernandez. Er scheiterte in der zweiten Runde der Qualifikation am späteren Juniorensieger Tommy Paul aus den USA.

Estrella Burgos warb am Dienstag noch einmal eindringlich um Fan-Unterstützung. Er meint: "Wir haben eine einmalige Chance auf die Weltgruppe. Deutschland ist eine ziemlich starke Mannschaft, aber nichts ist unmöglich. Wir haben Chancen, zu gewinnen."

Aus Sicht von Boris Becker machen es die Umstände nicht leicht. "Trotzdem sehe ich Deutschland als großen Favoriten, und ich bin überzeugt, dass sie gewinnen werden", sagte der einstige Davis-Cup-Sieger.

dpa

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