Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Geldstrafe für Tennis-Rüpel Kyrgios

Tennis Geldstrafe für Tennis-Rüpel Kyrgios

Sein verbaler Aussetzer handelt dem australischen Tennis-Profi Nick Kyrgios nur eine Geldbuße ein. Die Spielerorganisation ATP belegte den 20-Jährigen mit einer Strafe von 10 000 Dollar, weil er den Schweizer Stan Wawrinka und seine Freundin beim Turnier in Montréal beleidigt hatte.

Montréal. 2500 Dollar gab es obendrauf für eine Unsportlichkeit gegenüber einem Balljungen. Der Vorfall um den als Tennis-Rüpel bekannten Kyrgios sorgte in der Szene für großes Aufsehen, selbst Branchengrößen wie Novak Djokovic und Andy Murray verurteilten den unschönen Vorfall in Kanada.

Kyrgios hatte in der Partie gegen den French-Open-Sieger während eines Ballwechsels in Reichweite der Platzmikrofone gesagt, Wawrinkas kroatische Freundin Donna Vekic - ebenfalls eine Profi-Spielerin - habe mit seinem Tennis-Kumpel Thanasi Kokkinakis geschlafen.

Unmittelbar nach dem Match spielte er den Vorfall noch herunter, inzwischen hat er sich öffentlich entschuldigt. "Meine Bemerkungen fielen in der Hitze des Augenblicks und sind in mehrerlei Hinsicht inakzeptabel", schrieb Kyrgios bei Facebook, ehe er im Achtelfinale von Montréal dem Amerikaner John Isner unterlag und beim Betreten wie Verlassen des Courts heftig ausgebuht wurde. "Ich übernehme die volle Verantwortung für meine Taten und bedauere, was passiert ist."

Die ATP sah von einer Sperre ab, für die nächste Zeit spielt der junge Profi aber auf Bewährung und unter besonderer Aufsicht. Sollte sich Kyrgios, der schon öfter mit Pöbeleien gegen Schiedsrichter und Zuschauer aufgefallen war, weitere Aussetzer leisten, könnten eine zusätzliche Geldstrafe oder Turnier-Sperren folgen, hieß es.

"Es gibt keine Entschuldigung für das, was er gesagt hat", meinte der Weltranglistenerste Djokovic. "Er wurde bestraft und hat das verdient." Andy Murray, der im Davis-Cup-Halbfinale gegen Australien im September auf Kyrgios treffen könnte, sagte: "Im Tennis gibt es gewisse Sachen, die man nicht macht. Das war wohl eine davon."

Derweil erhielt Kyrgios, der in seiner Karriere noch kein ATP-Finale erreicht hat, Rückendeckung aus Australien. Davis-Cup-Kapitän Wally Masur bestätigte den Weltranglisten-41. für seinen Halbfinal-Kader gegen Großbritannien vom 18. bis 20. September in Glasgow und meinte, der Montréal-Vorfall werde aufgebauscht. Kyrgios' Verwandte hielten sich mit deutlicheren Kommentaren nicht zurück: Als Bruder Christos im australischen Radio zu einer Beleidigung gegen Wawrinka-Freundin Vekic ansetzte, wurde das Interview mitten im Satz abgebrochen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Basketball

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr