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Manipulation: Bisher keine prominenten Profis verurteilt

Tennis Manipulation: Bisher keine prominenten Profis verurteilt

Der jüngste Bericht zu möglichen Manipulationen im Tennis wirft bislang mehr Fragen auf, als er beantwortet. Die britische BBC und das US-Medium BuzzFeed nennen keine Namen von noch aktiven, verdächtigten Spielern.

Melbourne. Gerüchte über verschobene Spiele, absichtliche Niederlagen und Wettbetrug gibt es seit Jahren immer wieder, verurteilt wurden aber bislang nur unterklassige Profis, die bei kleineren Turnieren wenig Preisgeld verdienen. Bei den Grand-Slam-Turnieren wurden in den vergangenen Jahren nicht zuletzt die Preisgelder für die ersten Runden erhöht.

BEKANNT: Die Behauptungen von BBC und BuzzFeed im Kern

16 Top-Spieler seien in den vergangenen zehn Jahren angeblich in Spielabsprachen verwickelt gewesen, unter ihnen sei ein Einzelsieger eines der vier Grand-Slam-Turniere. In einem geheimen Bericht seien den Tennis-Verbänden 2008 28 Spieler genannt worden, gegen die aufgrund von möglichen Verwicklungen in Manipulationen Untersuchungen eingeleitet werden sollten. Auf juristischen Rat hin sei aber nichts gegen die Akteure unternommen worden. Wettsyndikate aus Russland und Italien hätten unter anderem auch auf drei verdächtigte Matches in Wimbledon gesetzt.

NICHT BEKANNT: Namen von angeglichen neuen Sündern

Die Berichte nennen keine Namen von aktuell möglicherweise betroffenen Spielern. Weil es keinen Zugang zu Telefonen, Bank- und Computerdaten gebe, könne ihnen die Teilnahme an Wettmanipulationen nicht nachgewiesen werden. Erwähnt wird nur die Partie zwischen dem Russen Nikolai Dawydenko und dem Argentinier Martin Vassallo Arguello 2007 in Sopot, in der Dawidenko aufgab. Er beteuerte, verletzt gewesen zu sein, die Ermittlungen wurden eingestellt.

BEKANNT: Manipulationsvorwürfe im Tennis

Es gab schon vor mehr als einem Jahrzehnt Gerüchte, wonach prominente Profis das Antrittsgeld kassiert und in der ersten Runde absichtlich verloren haben sollen. Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic aus Serbien bestätigte in Melbourne Berichte aus dem Jahr 2007, dass damals Leute in seinem Umfeld angesprochen worden seien, er solle ein Spiel bei einem Turnier in St. Petersburg verlieren. Die neuen Anschuldigungen bezeichnete Djokovic als Spekulationen.

BEKANNT: Die verurteilten Spieler

Seitdem 2008 die sogenannte Tennis Integrity Unit (TIU) - mit Hilfe ehemaliger Kriminalbeamter - ihre Arbeit aufnahm, wurden nur Spieler aus den unteren Regionen der Weltrangliste gesperrt. Der Österreicher Daniel Köllerer war noch ein vergleichsweise prominenter Fall. 18 Verfahren sind laut TIU erfolgreich abgeschlossen, fünf Spieler und ein Offizieller seien lebenslang gesperrt worden.

BEKANNT: Ein Anreiz für mögliche Manipulationen

Weil die Preisgelder auf den kleinen Turnieren nicht üppig sind. Die Grand-Slam-Turniere haben die Prämien für die Verlierer der ersten Runden spürbar erhöht. "Da verdient man ja eigentlich genug Geld", sagte die Darmstädterin Andrea Petkovic am Montag in Melbourne. Von Manipulationsversuchen auf kleineren Turnieren habe sie dagegen bereits gehört, erklärte die Darmstädterin. "Weil da verdienst du echt nichts, und da ist der Anreiz größer, das zu machen."

dpa

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