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Mayer gegen Federer als letzter Deutscher in Halle raus

Tennis Mayer gegen Federer als letzter Deutscher in Halle raus

Rekordchampion Roger Federer hat im Viertelfinale von Halle Florian Mayer deklassiert und für die schlechteste deutsche Bilanz seit 2001 bei dem Traditionsturnier gesorgt.

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Florian Mayer mühte sich gegen Roger Federer vergebens.

Quelle: Maja Hitij

Halle/Westfalen. Der 33 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz ließ dem bedauernswerten Bayreuther bei seinem 6:0, 7:6 (7:1)-Erfolg in nur 64 Minuten keine Chance. Damit steht erstmals seit 14 Jahren kein Deutscher bei der prestigeträchtigen Rasen-Veranstaltung in Ostwestfalen im Halbfinale.

"Ich war viel zu nervös am Anfang. Dann steht der da drüben mit seiner Ausstrahlung und man wird immer verkrampfter", sagte Mayer. Als letzter von anfangs sechs Deutschen schied er aus, vermied aber dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang eine peinliche Demütigung. "Viel mehr war heute nicht drin. Der zweite Satz war okay. Natürlich bin ich enttäuscht, aber insgesamt überwiegt ganz klar die Freude, mal wieder bei einem 500er-Turnier das Viertelfinale erreicht zu haben", sagte der zuletzt lange verletzte Mayer.

Nur 19 Minuten dauerte der erste Satz, nachdem sich die Zuschauer lange mit dem Beginn des vom Veranstalter als "Match des Tages" propagierten Duells gedulden mussten. Beide vorherigen Viertelfinals gingen über drei Sätze und boten reichlich Spannung und Spektakel.

Ganz anders dagegen das Bild am Ende eines aus deutscher Sicht trostlos-verregneten Freitags. Den ersten Punkt Mayers zum 1:0 im zweiten Satz beklatschten die Zuschauer aufmunternd-höflich. Und tatsächlich gelang dem Deutschen dann doch noch mehr als dieses Hallo-ich-spiele-auch-noch-mit-Lebenszeichen.

Der zweimalige Wimbledon-Viertelfinalist zeigte nun endlich seine Qualität auf dem grünen Belag, die Federer zu der Einschätzung "Florian ist einer der besten Rasenspieler und auf Gras ein sehr gefährlicher Gegner" veranlasst hatte. Bis zum Tiebreak erwies sich Mayer nun als würdiger Viertelfinal-Gegner, war am Ende aber gegen die Klasse des Ausnahmekönners aus Basel chancenlos.

"Es war ein super Start. Er hat sich dann gut gerettet und es wurde nochmal eng. Ich konnte zum Glück einen perfekten Tiebreak spielen", sagte Federer im kurzen Siegerinterview auf dem Center Court. Mayer hatte sich nach seinen guten Auftritten gegen Jan-Lennard Struff und Steve Johnson zumindest Außenseiterchancen ausgerechnet. Doch dann schien der Davis-Cup-Spieler anfangs fast in Ehrfurcht zu erstarren.

"Es war ein bisschen ein Sprung ins kalte Wasser. Gegen Roger zu spielen, hatte ich lange nicht", sagte Mayer, der erst im April nach mehr als einjähriger Zwangspause wegen einer Schambeinverletzung und eines Leistenbruchs sein Comeback gefeiert hatte. Nach Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber, Dustin Brown, Alexander Zverev und Struff musste Mayer um 18.47 Uhr dann auch seine Taschen packen.

Der 17-malige Grand-Slam-Sieger und siebenmalige Halle-Titelträger Federer dagegen trifft im Halbfinale auf Ivo Karlovic. Der 36 Jahre alte Kroate gewann gegen Tomas Berdych aus Tschechien 7:5, 6:7 (8:10), 6:3 und stellte mit 45 Assen einen Rekord für Matches über zwei Gewinnsätze auf.

US-Open-Finalist Kei Nishikori setzte sich anschließend gegen den Polen Jerzy Janowicz mit 6:4, 5:7, 6:3 durch und trifft im Halbfinale auf Andreas Seppi. Der Italiener profitierte von der Aufgabe des verletzten Gael Monfils. Beim Stand von 1:6, 0:1 musste der an Nummer vier gesetzte Tennisprofi aus Frankreich die Partie beenden.

dpa

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