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Box-WM in Hamburg als Meilenstein für Olympia-Bewerbung

Boxen Box-WM in Hamburg als Meilenstein für Olympia-Bewerbung

Hamburg hat sich die Ausrichtung der Box-WM 2017 gesichert und damit einen weiteren Baustein in die Bewerbung für Olympia 2024 eingefügt. Für die Präsentation in Doha musste die deutsche Delegation Schlafentzug in Kauf nehmen.

Doha. Mit einer Nachtschicht vor der Präsentation in Doha hat sich die Hamburger Delegation die Box-Weltmeisterschaften 2017 gesichert.

In Katars Hauptstadt, dem Austragungsort der diesjährigen Weltmeisterschaften, entschied sich das Exekutivkomitee der Boxweltverbandes AIBA für den deutschen Bewerber. Konkurrenten waren die russische Olympia-Stadt Sotschi und die usbekische Hauptstadt Taschkent.

"Einen Tag zuvor hat man uns mitgeteilt, dass die Präsentation von 30 auf 15 Minuten verkürzt wird. Die ganze Nacht ging drauf, um unsere Präsentation umzuschreiben", berichtete Michael Müller, Generalsekretär und Sportdirektor des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV). "Unser Team hat ganze Arbeit geleistet."

Selbst auf das Frühstück verzichtete die Gruppe um den Hamburger Sport-Staatsrat Christoph Holstein, weil sie um 6.30 Uhr zur Wahlveranstaltung aufbrechen musste . "Das Frühstück haben wir nachgeholt - aber ordentlich", meinte Müller und geriet ins Schwärmen: "Eine Goldmedaille ist eine super Sache. Aber das hier darf man getrost als historische Entscheidung werten".

Die letzte Box-WM in Deutschland gab es 1995 in Berlin. "Es war höchste Zeit", meinte DBV-Präsident Jürgen Kyas. Der Erfolg wurde umso mehr gefeiert, da fünf Wochen zuvor Hamburg die Wahl um den Austragungsort der Ruder-Weltmeisterschaften 2019 verloren hatte.

In Doha hatten die Konkurrenten Sotschi und Taschkent ihre Bewerbungen vor der Abstimmung zurückzogen. "Sie haben gemerkt, dass ihre Chancen nicht gut stehen", erklärte Kyas und lobte die professionelle Bewerbung, die mit Hamburger Hilfe entstand. "Die WM ist die beste Grundlage, um die Olympia-Bewerbung zu puschen", betonte der DBV-Präsident. Hamburg will internationale Sportveranstaltungen in die Stadt holen, um seine Chancen im Wettrennen um die Ausrichtung von Olympia im Jahr 2024 zu erhöhen.

Die AIBA ist der drittgrößte Verband im IOC. "196 Mitgliedsnationen sind ein Riesenpfand. In diesen Ländern wird über Hamburg gesprochen", versicherte Kyas. AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo aus Taiwan hatte sich vor drei Wochen persönlich in der Hansestadt informiert. Geboxt wird 2017 in der Messehalle 4. Das ist auch der Box-Schauplatz bei möglichen Olympischen Spielen in der Hansestadt. Bei der WM werden 500 bis 600 Boxer erwartet. Mit Betreuern sind es mehr als 1000 Menschen. Bei Olympia in Rio steigen 286 Boxer in den Ring.

Hamburgs Sportsenator Michael Neumann war erleichtert. "Diese Entscheidung ist ein großer Erfolg für den Hamburger Sport", meinte der SPD-Politiker. "Wir haben jetzt die große Chance, der Welt im Jahr 2017 zu zeigen, was wir können."

dpa

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